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Bergkeller Eilenburg

  • Fleischerhalle

  • Halle

  • schmaler Treppenaufgang

  • Durchgang

  • großes Gewölbe

  • Spitzbogengang

  • Stollen

  • Schacht

  • Veranstaltungshalle

  • Eingang am Berghang

  • unterer Eingang Kellerstraße

  • oberer Eingang Kellerstraße

  • Kellerstraße nach Osten


Informationen zum Objekt

Einklappen
Objektname
Kategoriepfad
Bergkeller Eilenburg
Stadtmotive » Stadtensembles » Unterirdische Anlagen
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Nordsachsen
Adresse Kellerstraße
04838 Eilenburg
Internet www.eilenburg.de/200
Ansprechpartner Drehgenehmigung Ralf Scheler
Stadtverwaltung Eilenburg
Oberbürgermeister
Marktplatz 1
04838 Eilenburg
T: +49 (0) 3423 6520
Ansprechpartner
vor Ort
Heiko Leihe
Stadtverwaltung Eilenburg
Wirtschaftsförderung
Marktplatz 1
04838 Eilenburg
T: +49 (0) 3423 652153
F: +49 (0) 3423 652140
Ansprechpartner Technik Heiko Leihe
Stadtverwaltung Eilenburg
Wirtschaftsförderung
Marktplatz 1
04838 Eilenburg
T: +49 (0) 3423 652153
F: +49 (0) 3423 652140
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich keine Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich keine

Die über mehrere Ebenen miteinander verbunden Stollen, Gewölbe und Hallen der unterirdischen Anlage stammen teilweise noch aus dem Spätmittelalter. Ursprünglich als Fluchtwege angelegt, dienten die Keller auch als Reife- und Lagerort für Bier. Während des Zweiten Weltkrieges wurden in den Hallen Flugzeugteile für die deutsche Rüstungsindustrie hergestellt. In den letzten Kriegstagen fanden tausende Eilenburger Zuflucht in den Kellern. Seit Beginn der 1990er Jahren werden Anstrengungen unternommen, die Anlage zu erhalten und für den Besucherverkehr zu öffnen.


unter dem Stadtteil Berg


Führungen


gut, Gesamtanlage stabil, saniert, begehbar


Als Fluchtweg und Zufluchtsort im Spätmittelalter angelegt. Seit der Zeit der Reformation wurden die Stollen zur gewerblichen Nutzung ständig erweitert. Bei der Raumgestaltung herrschen Tonnengewölbe vor. Erhalten sind außerdem Gangabschnitte mit Spitzbögen. Die Gänge und Gewölbe bestehen aus Ziegelstein, teilweise auch verputzt.


Romanik
Gotik


älteste Teile 1198 sowie 16. - 20. Jh.


Wände aus Handstrichziegeln, Tonnen- und Spitzbögengewölbe, labyrinthartige Anlage, Temperatur ganzjährig 6°C - 8°C


Die Entstehungsumstände der Anlage konnten nicht eindeutig geklärt werden. Wahrscheinlich legten anonym gebliebene Bauherrn und Mönche die Stollen als Fluchtwege und Zufluchtsorte an. Mit der Reformation begann die gewerbliche Nutzung als Reife- und Lagerort für Bier, einhergehend mit der Erweiterung der Bergkeller. Auch Fleischer nutzten die kühlen Räume für ihr Gewerbe. Die Bierproduktion endete in den 1920er Jahren. Von 1943 bis 1945 wurde die unterirdische Anlage durch die Eilenburger Motorenwerke zur Fertigung von Flugzeugteilen genutzt. In den letzten Monaten des Krieges dienten die Bergkeller als Zufluchtsstätte und Luftschutzkeller. Nach 1945 wurden die Keller zunächst wieder zur Lagerung und Pilzzucht genutzt. Mit abnehmender Nutzung blieben Erhaltungsmaßnahmen am Bergsystem aus. Schließlich sollte das langsam verfallende Bauwerk einfach verfüllt werden. Heute, nach der seit den 1990er Jahren vorgenommenen Sanierung, finden regelmäßig Führungen in der denkmalgeschützten Anlage statt.


Drehbedingungen vor Ort

Einklappen

ein etwa 2 km langes Stollensystem und mehrere neuzeitlich gewölbte Hallen zwischen 30 m² und 130 m²; Grundriss auf Anfrage erhältlich


nicht direkt am Objekt, können nach Absprache in unmittelbarer Nähe zur Verfügung gestellt werden


Stromanschluss 40 kW, 2 Steckdosen für Kraftstrom und 3 Steckdosen für Licht am Eingang


2-3 Ebenen, unterirdisch


Treppen teilweise sehr eng, Breite variiert zwischen 0,8 m - 2,0 m


Höhe der Stollen und Gewölbe unterschiedlich, zwischen 1,6 m - 6,0 m, keine Einschränkung


Sonneneinstrahlung nur an den Eingängen, gesamte Anlage ohne Fenster, unterirdisch gelegen, daher ohne künstliche Beleuchtung sehr dunkel, teilweise hohe Luftfeuchtigkeit


ruhig, geringer Straßenlärm


in unmittelbarer Nähe der Eingänge vorhanden, nach Absprache können zusätzliche Parkmöglichkeiten auch für Lkw zur Verfügung gestellt werden


Verkehrsanbindung

Einklappen
Auto A14 - 25-Leipzig-Nordost in etwa 16 km Entfernung,
A9 - Abfahrt 10-Dessau-Ost in etwa 58 km Entfernung
Bahn RE-/RB-Anbindung über Bahnhof Eilenburg in etwa 2 km Entfernung
Flugzeug Flughafen Leipzig-Halle (www.leipzig-halle-airport.de) in etwa 35 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Anfragen zu Führungen im Stadtmuseum Eilenburg T: +49 3423 652222, museum@eilenburg.de;

Mitglieder des Eilenburger Burgvereins standen bereits als Komparsen in historischen Kostümen dem MDR zur Verfügung (www.eilenburger-burgverein.de)
Erfahrung mit Dreharbeiten u. a.: MDR-Reportage "Unterwegs in Sachsen"