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Gedenkstätte Bautzen

  • Eingang zur Gedenkstätte, Weigangstraße 8a

  • Garagen

  • Einfahrt zur Fahrzeugschleuse, Verwaltungstrakt

  • Fahrzeugschleuse mit Wachhäuschen

  • Fahrzeugschleuse

  • Ausgang aus dem KG, Richtung Mättigstraße

  • Ausgang aus dem KG, Richtung Mättigstraße, Blick zum Gerichtsgebäude

  • Ausgang von Hafthaus zu den Freihöfen

  • Freihöfe, Gemeinschaftshof, Wachturm

  • Freihöfe, Gemeinschaftshof, Tischtennisplatten

  • Freihöfe, Einzelfreihof

  • Blick vom Hafthaus auf die Freihöfe

  • Hauptzellentrakt, 1. Etage

  • Hauptzellentrakt, Haupttreppe

  • Hauptzellentrakt, Haupttreppe

  • Hauptzellentrakt

  • Hauptzellentrakt

  • Hauptzellentrakt, Überwachungsraum

  • Kinosaal, 4. Etage

  • Seminarraum, 4. Etage

  • Seitenflügel, 4. Etage, nicht öffentlicher Bereich

  • Seitenflügel, 4. Etage, nicht öffentlicher Bereich

  • Seitenflügel, 3. Etage, nicht öffentlicher Bereich

  • Seitenflügel, nicht öffentlicher Bereich

  • Seitenflügel, Ausstellungsbereich

  • Ausstellung "Chronik der Bautzner Gefängnisse 1904-200"

  • Verwaltungstrakt, Flur vom Eingang

  • Verwaltungstrakt, Besucherzimmer für Diplomaten

  • Dienstraum der Stasi

  • Sanitätsraum für medizinische Sprechstunden

  • Nachbau einer Einmann-Zelle

  • Nachbau einer Viermann-Zelle aus dem Speziallager Bautzen


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Gedenkstätte Bautzen
Verwaltungs- und Sozialbauten » Justizbauten » Gedenkstätten
Verwaltungs- und Sozialbauten » Justizbauten » Gefängnisse
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Bautzen
Adresse Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
Internet www.stsg.de/cms/bautzen/startseite
Ansprechpartner Drehgenehmigung Silke Klewin
Stiftung Sächsische Gedenkstätten | Gedenkstätte Bautzen
Leiterin der Gedenkstätte
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
T: +49 (0) 3591 40474
F: +49 (0) 3591 40475
Ansprechpartner
vor Ort
Sven Riesel
Stiftung Sächsische Gedenkstätten | Gedenkstätte Bautzen
wissenschaftlicher MA für Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
T: +49 (0) 3591 530362
F: +49 (0) 3591 40475
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich in Rücksicht auf den regelmäßigen Gedenkstättenbetrieb nur kurze Drehzeiträume möglich Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich in Rücksicht auf den Gedenkstättenbetrieb nur kleine Drehstäbe möglich, Eingriffe in die Denkmalsubstanz sind nicht gestattet

Die Gedenkstätte Bautzen befindet sich im Gebäude des ehemaligen Gefängnisses Bautzen II. Sie erinnert an die Opfer politischer Gewaltherrschaft beider Bautzener Haftanstalten, Bautzen I, so genanntes "Gelbes Elend" (heute JVA Bautzen) und Bautzen II, "Stasi-Knast", während des 20. Jahrhunderts.
Da Dreharbeiten in der Gedenkstätte nur für kleine Drehstäbe und für wenige Drehtage realisiert werden können, sind die Möglichkeiten für Spielfilme limitiert. Jedoch sind Projekte, die sich mit der Thematik der Gedenkstätte auseinandersetzen, ebenso wie Dokumentationen grundsätzlich willkommen. Denkbare Motive liegen z. B. in den nicht öffentlichen Bereichen. Die Besonderheit des Ortes erfordert bei Dreharbeiten ein sensibles Herangehen. Genaue Vorabsprachen und eine zuverlässige Drehplanung sind erforderlich.


im Stadtzentrum, im Nordostring, einem durchgrünten, von Villen geprägten Stadtteil, unweit der historischen Altstadt


Gedenkstätte mit regelmäßigen Öffnungszeiten der Ausstellungen sowie mit Führungen, pädagogischen Angeboten, Veranstaltungen (u. a. Sommerkino im Freihof), Forschungs- und Dokumentationsarbeit


Zustand des Gebäudes und der Außenanlagen weitestgehend wie Anfang der 1990er Jahre vorgefunden erhalten und für den Gedenkstättenbetrieb in einen guten baulichen Zustand versetzt sowie mit Informationsstelen und -tafeln ausgestattet, Teilbereiche wurden zum Zweck der Anschaulichkeit in einem früheren Stadium rekonstruiert (z. B. Ausbruchszelle)


1902-1906 Errichtung des imposanten historistischen Justizgebäudes an der Lessingstraße (heute Amtsgericht Bautzen) einschließlich eines dreiflügligen Gerichtsgefängniskomplexes. Im Hauptzellentrakt überspannt ein freiliegendes Treppenhaus aus Metallgittern alle Etagen. Die Zellen wurden als Ein-Personen-Zellen oder als Vier-Personen-Zellen konzipiert.

Von 1956 bis 1989 nutzte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR das historische Gerichtsgefängnis als "Sondergefängnis für Staatsfeinde". Die letzten prägenden Um- und Anbauten in der ehemaligen Haftanstalt "Bautzen II" stammen aus dieser Periode, als das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die Belegung und die Haftbedingungen bestimmte:

Der Zuschnitt des von einer 4 m hohen Mauer umfassten Freihofes mit zwei Gemeinschaftshöfen und sechs keilförmigen Einzelfreihöfen um den zentralen Überwachungsturm erfolgte in den 1960er Jahren. In den 1970er Jahren wurden die Ausbruchssicherungen mit Elektrozaun, Beleuchtung und Kameraüberwachung verstärkt und die Dienstzimmer/Verwaltung aus dem Hafthaus in einen dafür neu errichteten Anbau ausgelagert. Ende der 1970er Jahre entstanden auch die Garagen und - als zusätzliche Sicherungsanlage - die Fahrzeugschleuse mit elektrischem Antrieb und Wachhäuschen. Ein Teil der ursprünglichen Anstaltskapelle in der 4. Etage wurde als Kinosaal umgebaut und für Gefangene wie auch für das Anstaltspersonal genutzt, die heutige Raumaufteilung und Gestaltung stammt von 1984.


Historismus
Sozialistische Baukunst


1902-1906


20. Jahrhundert


Die Gedenkstätte wurde 1993 auf Initiative des Bautzen-Komitees gegründet. Im Bautzen-Komitee haben sich ehemalige politische Häftlinge der Bautzener Gefängnisse zusammengeschlossen. Heute arbeitet die Gedenkstätte unter dem Dach der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Die ständigen und Sonderausstellungen informieren über die Haftbedingungen der Bautzener Haftanstalten während der politischen Gewaltherrschaft der nationalsozialistischen Diktatur, der sowjetischen Besatzungsmacht und des SED-Regimes und erinnern an die Opfer. Neben einzelnen Haftschicksalen werden historische und politische Hintergründe der jeweiligen Verfolgungsperioden dokumentiert.


Drehbedingungen vor Ort

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Zentralbau mit Ost- und Westflügel, Grundrisse bei der Gedenkstättenleitung zu erfragen


Räumlichkeiten für den Drehstab können nach Absprache in temporär verfügbaren Räumlichkeiten der Gedenkstätte eingerichtet werden


KG (komplett unterkellert), fünfgeschossig


im Treppenhaus etwa 2 m breit


Lastenaufzug in jeder Etage, ab 2016 barrierefreier Personenaufzug


hohe Decken im Hafthaus


insgesamt relativ hoher Lichteinfall mit Ausnahme der Zellen


eher geringes Verkehrsaufkommen in den umliegenden Straßen
im Inneren ruhig, jedoch geringer Geräuschpegel durch Gedenkstättenbetrieb


auf dem Gelände der Gedenkstätte keine Parkmöglichkeit, in den umliegenden Straßen nach Abstimmung mit der Stadtverwaltung Bautzen


Verkehrsanbindung

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Auto A4 - Abfahrt 89-Bautzen-West in etwa 3 km Entfernung
A4 - Abfahrt 90-Bautzen-Ost in etwa 4 km Entfernung
Bahn RE-Anbindung über Bhf. Bautzen in etwa 1 km Entfernung
Flugzeug Flughafen Dresden in etwa 55 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Veröffentlichungen der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Gedenkstätte Bautzen
"Bautzener Gefängnisse" Informationsflyer der Stadtverwaltung Bautzen
"Der historische Ort - Stasigefängnis Bautzen II" Hrsg.: Gedenkstätte Bautzen, Arbeitsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, 4/2009
"was wer wann wo wie warum was veranlaßt. Fotografien aus Bautzen II", Autor: David Adam, Hrsg.: Gedenkstätte Bautzen, 2000, Ausstellungskatalog mit Detailfotos aus der Gedenkstätte
Erfahrung mit Dreharbeiten Dokumentationen/ Doku-Fiction:
Die Macht der Stasi – Jagd auf einen Staatsfeind (2015)
In den Fängen der Stasi (2008)
Unser Vater, der Spion (2004)