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Weingut Hoflössnitz

  • Lust- und Berghaus, Blick von der Hoflößnitzstraße

  • Gästehaus, Lust- und Berghaus, Bismarckturm

  • Lust- und Berghaus, Blick von der Weinbergstraße

  • Treppe vom Gästehaus zum Lust- und Berghaus

  • Lust- und Berghaus mit Elbtalblickterrasse

  • Lust- und Berghaus, Treppenabgang zum Gästehaus

  • Festssal im OG des Lust- und Berghauses

  • Tafelstube im UG des Lust- und Berghauses

  • Gro0e Weinpresse vor dem Lust- und Berghaus

  • Große Weinpresse vor Lust- und Berghaus, Weinstube

  • Weinstube, Winzerhaus, Pressenhaus

  • Kastanienterrasse, Pressenhaus

  • Kavalierhaus, Süd-/Hofseite

  • Nordfassaden Kavalierhaus und Pressenhaus

  • Kavalierhaus, Nordfassade

  • Kavalierhaus, Nordfassade

  • Knohllweg, Richtung Westen zum Weingut

  • Knohllweg aus dem Weingut heraus, Richtung Osten

  • Knohllweg, Richtung Süden zum Weingut

  • Knohllweg, Richtung Norden zur Spitzhaustreppe

  • Gästehaus Appartment

  • Gästehaus Doppelzimmer

  • Gästehaus, Treppe zum Lust- und Berghaus

  • Blick vom Weinberg Goldener Wagen auf das Gebäudeensemble


Informationen zum Objekt

Einklappen
Objektname
Kategoriepfad
Weingut Hoflössnitz
Landmotive » Landwirtschaft » Anbau
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Meißen
Adresse Knohllweg 37
01445 Radebeul
Internet www.hofloessnitz.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Jörg Hahn
Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer
Knohllweg 37
01445 Radebeul
T: +49 (0) 351 8398341
F: +49 (0) 351 8398330
Ansprechpartner
vor Ort
Melanie Schimpf
Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz
Assistentin der Geschäftsführung
Knohllweg 37
01445 Radebeul
T: +49 (0) 351 8398341
F: +49 (0) 351 8398330
Ansprechpartner Technik Thomas Bär
Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz
Technischer Mitarbeiter
Knohllweg 37
01445 Radebeul
T: +49 (0) 351 8398338
F: +49 (0) 351 8398330
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache, Veranstaltungsplan beachten, Weinlese darf nicht behindert werden Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich museal genutzte Räume, Räume der Verwaltung

Das einstige kurfürstliche Weingut Hoflößnitz diente abseits der prunkvollen Residenzstadt Dresden als ländlicher Rückzugsort der Wettiner und erfüllte zugleich Zwecke der Repräsentation. Das Gebäudeensemble der historischen Weingutanlage Höflößnitz zeichnet sich durch elegante Schlichtheit aus und besteht aus Pressenhaus, Winzerhaus, Weinstube, Lust- und Berghaus, Kavalierhaus und Gästehaus sowie der Großen Weinpresse. Das ländlich heitere Ambiente der freiliegenden Anlage blieb bis heute erhalten. Das Ensemble birgt mit dem prächtigen Interieur des barocken, vollständig ausgemalten Festsaals im Obergeschoss des, auch als Hoflößnitzer Weinbergschloss bezeichneten, Lust- und Berghaus eine kunst- und kulturhistorische Besonderheit. Die Hoflößnitz, fernab größerer Touristenströme, beherbergt das Sächsische Weinbaumuseum und ist ein wichtiges kulturelles Zentrum der Stadt Radebeul.


Das Weingut Hoflößnitz steht in freier Lage auf einem Plateau am Südhang im Rebland der Radebeuler Lößnitz unterhalb des Weinberges Goldener Wagen. Das Areal des Gutes befindet sich zwischen Lößnitzgrundstraße, Weinbergstraße und Hoflößnitzstraße. Der Knohllweg führt durch das Gutsgelände. Die Entfernung zum Dresdner Stadtzentrum beträgt etwa 10 km.


Weingut mit Weinanbau, Weinhandel, Weinbaumuseum, Raumvermietung, Veranstaltungen, Hochzeiten, Pension, Gastronomie


Insgesamt sehr guter Erhaltungszustand der Anlage. Die kontinuierliche Entwicklung des Weingutes Höflößnitz geht mit bestandserhaltenden und modernisierenden Baumaßmahmen einher. So sind für Anfang 2013 Arbeiten am Pressenhaus geplant. Hier soll u. a. ein zusätzlicher Veranstaltungsraum enstehen. Die Kabinette des Kurfüstenpaares im Lust- und Berghaus sind der Öffentlichkeit derzeit nicht zugänglich.


Das Lust- und Berghaus wurde um 1650 von Landbaumeister Ezechiel Eckhardt als schlichter zweigeschossiger Bau mit Walmdach errichtet. Das EG wurde massiv, das OG in Fachwerk ausgeführt. 1677 wurde an der Bergseite des Hauses ein steinerner achteckiger Treppenturm vorgelegt. 1899 vorgenommene Umbauten wurden um 1913 rückgängig gemacht und die Innenräume restauriert. 1977 erfolgte die Wiederherstellung der Farbigkeit und eine erneute Restaurierung der Innenräume.

Anstelle eines alten Küchengebäudes entstand 1843 das spätklassizistische Kavalierhaus als zweigeschossiger Bau mit Walmdach und zwei eingeschossigen Seitenflügeln als Domizil des kurfürstlichen Bergverwalters. Heute befinden sich hier im EG die Museumskasse, der Weinladen und der zu mietende Gewölberaum und im OG die Museumsverwaltung.

Das eingeschossige Winzerhaus und die Weinstube von 1688 kann als ältestester, im Original belassener Teil der Anlage betrachtet werden. In den Gebäuden befanden sich der tonnengewölbte Weinkeller, eine Kellerstube für den Kurfürsten sowie Wohnungen für Winzer und Stallungen. Heute wird das Winzerhaus als Sitz der Geschäftsführung der Stiftung und die Weinstube als Restaurant durch einen Pächter genutzt. Talseitig wurde vor der Weinstube ein Spielplatz für die Kinder der Besucher angelegt.

Das heutige Pressenhaus ist der klassizistische Ersatzbau des 1824 durch einen Brand zerstörten ursprünglichen Preßhauses von 1688. Um 1913 erfolgten leichte Änderungen Das Weingut Hoflösnitz hat hier seine Produktions- und Kellerräume.

Die Gebäudehülle der ehemaligen Gutsbäckerei wurde nach den Richtlinien des Denkmalschutzes saniert. Im Inneren enstanden zeitgemäße Fremdenzimmer, ausgestattet mit Anklängen an den Landhausstil. 2011 erfolgte die Eröffnung als Gästehaus.


Barock
Sächsischer Barock
Klassizismus


um 1650-1843, ab 1992 bis heute teilweise Umbauten der Inneneinrichtung


17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Das EG im L u s t- u n d B e r g h a u s ist kreuzgratgewölbt. Es beherbergt die Dauerausstellung 850 Jahre Weinbau in Sachsen. Die T a f e l s t u b e, ein länglich geschnittener Raum, der Platz für eine Speisetafel bietet, steht leer. Die sehr gut erhaltene Wand- und Deckenbemalung der Räume des OG war Bestandteil des herrschaftlichen Interieurs in der Mitte des 17. Jhs. Die Räumlichkeiten des OG gliedern sich in den zentralen quadratischen Festsaal, daran im Osten angrenzend talseitig das Wohn- und bergseitig das Schlafzimmer der Kurfürstin und spiegelbildlich im Westen des Festsaales die Zimmer des Kurfürsten. Der F e s t s a a l ist seitlich mit zwei Sandsteinkaminen ausgestattet. Die Wände sind durch bemalte Pilaster gegliedert und nahezu flächendeckend ausgemalt mit lebensgroßen Porträts sowie allegorischen, mythologischen und emblematischen Darstellungen und Sinnsprüchen. Das obere Drittel der Wände ist abgesetzt und ebenfalls teilweise ausgemalt. Die Bilder stammen von den Hofmalern Centurio Wiebel und Christian Schiebling. Die balkengegliederte Decke zieren 80 Abbildungen brasilianischer Vögel von Alberts van Eyckhout. Der Fußboden besteht aus Sandsteinplatten. Die K a b i n e t t e d e s k u r f ü r s t l i c h e n P a a r e s sind ebenfalls ausgemalt. Zu den Motiven der Kurfürstin zählen vorrangig Kindergestalten mit den Darstellungen der Künste, Putten und Blumen. Der Kurfürst bevorzugte Jagdmotive mit Dianas Jagdgefährtinnen und Hunden, aber auch Fische und Putten. Die originale Möblierung blieb nicht erhalten. Die Wohnräume werden sukzessive als Ausstellungräume umgestaltet.


Die Liegenschaft ist bereits seit 1401 in wettinischen Besitz. Von da ab ist der Weinanbau in der Lößnitz belegt. Im 17. und 18. Jh. nutzte sie der sächsische Hof als Rückzugsort, für höfische Feste um die Zeit der Weinlese und für den Aufenthalt nach Jagden. Ab 1843 wurde Hoflößnitz als Staatsweingut bewirtschaftet. Um 1885, nach dem Zusammenbruch der Weinwirtschaft durch die Reblauskatastrophe, verkauften die Wettiner das Weingut an private Eigentümer. Eigentümerwechsel und Umbauten folgten. Nach der Übernahme des Grundstückes durch den Hoflößnitzverein um 1913 stellte dieser den früheren Bauzustand wieder her und gründete das Weinbaumuseum. 1915 ging das Grundstück schließlich an die Gemeinde. In der Zeit des zweiten Weltkrieg war das Gut Kriegsgefangenenenlager und nach dem zweiten Weltkrieg Sitz der sowjetishen Besatzungsmacht, danach hatte es den Status eines Volksweingutes. 1992 ging es in den Besitz der Stadt Radebeul zurück. 1998 folgte die Gründung der Stiftung bürgerlichen Rechts, welche die kulturellen Aspekte des Weingutes verfolgt. Eine Betriebsgesellschaft mbH ist mit den Belangen des streng ökologischen Weinanbaus und der Weinherstellung betraut.


Drehbedingungen vor Ort

Einklappen

Grundfläche des Lust- und Berghauses etwa 20 m x 10 m, im Zentrum des OG nahezu quadratischer Festsaal von etwa 90 qm, angrenzend an der Ost- bzw. an der Westseite des OG je zwei kleine kurfürstliche Gemächer von je etwa 5 m x 5 m Grundfläche;
Grundfläche des Kavalierhauses etwa 14 m x 7 m, Gewölberaum im EG auf etwa 40 qm mit annähernd quadratischem Grundriss und mächtigen tragenden Säulen;
Grundrisszeichnungen bei der Geschäftsführung der Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz vorhanden


als Unterkunft 2 Appartements und 4 Doppelzimmer im Gästehaus vorhanden;
als Räumlichkeiten für Maske/Garderobe/Catering Gewölberaum im Kavaliershaus nutzbar,
sanitäre Einrichtungen im Kavaliershaus (Museum) und in der Weinstube (Restaurant) vorhanden


keine Heizmöglichkeit im Lust- und Berghaus,
im Gewölberaum des Kavalierhauses Fußbodenheizung vorhanden


EG, teils KG und OG


Treppenbreite im Treppenturm des Lust- und Berghauses etwa 1,00 m


nicht vorhanden


kassettierte und reich bemalte Holzbalkendecke im Festsaal im Lust- und Berghaus etwa 2,50 m hoch, Türhöhen etwa 2,00 m


In den Innenräumen wenig Lichteinfall, z. B. im Festsaal des Lust- und Berghauses dunkel, da lediglich zwei Fenster zur Nord- und vier Fenster zur Südseite vorhanden


ruhige Lage an wenig befahrenden Straßen im Weinbau- und Wohngegend; selten Signal der Dampflokomotive der historischen Lößnitzgrundbahn möglich, Fahrpläne unter www.traditionsbahn-radebeul.de


Stellplätze für PKW in den umliegenden Straßen vorhanden, Stellplätze für LKW nach Absprache


Verkehrsanbindung

Einklappen
Auto A4 - Abfahrt 80-Dresden-Wilder Mann in etwa 5 km Entfernung
Bahn ICE-/IC- Anbindung über Dresden Hbf. oder Bhf. Dresden-Neustadt in etwa 10 km Entfernung, weiter mit S-Bahn Linie 1 Richtung Meißen bis Haltepunkt Radebeul-Weintraube in etwa 1,5 km Entfernung
Flugzeug Flughafen Dresden (www.dresden-airport.de) in etwa 10 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Informationen zur 850jährigen Geschichte des Weinbaus in Sachsen in der Daueraustellung des Sächsischen Weinbaumuseums Hoflößnitz (www.hofloessnitz.de/weinbaumuseum)
Erfahrung mit Dreharbeiten TV-Berichterstattung und -Dokumentationen