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Schloss Colditz

  • Gesamtansicht von Nordwesten

  • Gesamtansicht von Norden

  • Steinbrücke zwischen erstem und zweitem Torhaus

  • Steinbrücke, zweites Torhaus

  • Flüsterbogen, Hinterer Schlosshof, Westfassade des Fürstenhauses

  • Hinterer Schlosshof, Schlosskirche mit Portal

  • Hinterer Schlosshof, mit Ostfassade des Saalhauses

  • Vorderer Schlosshof mit Krankenhausanbau (JH)

  • Vorderer Schlosshof mit Krankenhausanbau (JH)

  • Vorderer Schlosshof mit Krankenhausanbau und Marstall (LMA)

  • Vorderer Schlosshof mit Marstall, Schlossturm, zweitem Torhaus, Expeditionsgebäude

  • Vorderer Schlosshof mit Kanzleihaus, Saalhaus

  • Offizierszimmer

  • Ostempore und Altar der Schlosskirche

  • Bühne im Festsaal, Saalhaus

  • Festsaal im Saalhaus


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Schloss Colditz
Herrschaftsbauten » Schlösser
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Leipzig
Adresse Schlossgasse 1
04680 Colditz
Internet www.schloss-colditz.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Peter Knierriem
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Schloss Colditz
Schlossleiter
Schlossgasse 1
04680 Colditz
T: +49 (0) 34381 55151
F: +49 (0) 34381 55141
Ansprechpartner
vor Ort
Regina Thiede
Staatliche Schlösser Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Schloss Colditz
Museologin
Schlossgasse 1
04680 Colditz
T: +49 (0) 34381 55151
F: +49 (0) 34381 55141
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich im Winter günstigere Drehzeit, da weniger Besucher Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache, in einigen Räumen Statikprobleme

Malerisch erhebt sich das mächtige und vielteilige Schloss auf einem Felssporn über der Stadt Colditz. Die ursprüngliche Burg aus dem 11. Jh. wandelte sich durch rege Bautätigkeit im 16. Jh. zu einem der bedeutendsten Renaissanceschlösser in der mitteldeutschen Region. Weltweit berühmt wurde das Schloss als Militärhaftanstalt für alliierte Offiziere im 2. Weltkrieg. Mehr als 300 versuchte und 30 erfolgreiche Fluchtversuche führten zum Beinamen Fluchtakademie. Vom Einfallsreichtum und der Waghalsigkeit der Inhaftierten zeugen die Exponate der Oflag IV C-Dauerausstellung in der Hauptburg. Im Bereich der Vorburg eröffnete 2007 die Europa-Jugendherberge Schloss Colditz, 2010 die Landesmusikakademie Sachsen.


in der Region Sächsisches Burgen- und Heideland; im Dreieck zwischen Leipzig, Chemnitz und Dresden; oberhalb der 5000 Einwohner zählenden Stadt Colditz, die sich beidseitig am Unterlauf der Zwickauer Mulde erstreckt


Schlossführungen, Konzertveranstaltungen, Feste;
Hauptburg: Dauerausstellung Oflag IV C (Escape Museum) im Beamtenhaus; Sitz der Schlossverwaltung im Kellerhaus; Ausstellung zu: Schlossgeschichte, Oflag IV C und Warschauer Aufstand im Fürstenhaus
Vorburg: Museumsshop im zweiten Torhaus der Vorburg; Sitz der Gesellschaft Schloss Colditz e. V. und künstlerische Werkstätten im Expeditionsgebäude; Landesmusikakademie Sachsen im ehemaligen Marstall; Europa-Jugendherberge im Krankenhausanbau


seit 1993 durchgängig Sanierungsarbeiten, seit 1996 für Touristen zugängliche Bereiche; inzwischen Sanierung vorangeschritten, zukünftig Ausbau des Kellerhauses zum Museum geplant


Burgbau aus dem 11. Jh. nicht erhalten; um 1464 Umwandlung zum Residenzschloss und Bautätigkeit mit Differenzierung von Vor- und Hauptburg; 1506-24 neuer Innenausbau nach Schlossbrand; 1577-91 grundlegende Erneuerung unter Beibehaltung der in der Spätgotik entstandenen Teile

Hauptburg (Hinterer Schlosshof): neben Beamtenhaus mit Schmuck in einem gequaderten Portal aus der 1. Hälfte des 17. Jhs. Zugang zur Hauptburg über gotisches Tor mit Flüsterbogen und 3,40 m Spannweite von Westen; schönes Maßwerk am Erker des äußeren Kellerhauses, hier auch zwei Terrassen mit Ballustraden; Turm über Keller- und Kirchenhaus; einflügeliges Kirchenhaus (Schlosskirche) als architektonischer Höhepunkt mit reich verziertem Renaissanceportal aus Rochlitzer Porphyrtuff von 1584 sowie gotischen Fenstern; Fürstenhaus mit schlankem Erkerausbau von vermutlich 1430 und OG von 1525

Vorburg (Vorderer Schlosshof): Zugang über eine Steinbrücke von 1584 und zwei Torhäuser von Süden; Turm über zweitem Torhaus, der ein gotisches UG mit einfachem Rippengewölbe und vier Frührenaissance-Giebeln aufweist, Dachreiter mit welscher Haube; Expeditionsgebäude von 1584, Umbau 1772; ehemaliger Marstall aus dem 15. und 16. Jh. nicht im originalen Zustand erhalten; viergeschossiger, zweiflügliger Krankenhausanbau im Stil der Neorenaissance von 1864-76

Saalhaus und Küchenhaus im Gründerzeitstil trennen die beiden Höfe; Saalhaus, 1876 durch Neubau ersetzt, bildet den Gebäudemittelpunkt der Westfassade


Renaissance
Historismus
Neorenaissance


1578-91 Umbau zum Renaissanceschloss


16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


kaum originale Einrichtung erhalten; Überbauung wie eingezogene Zwischendecken und -wände etc. hauptsächlich aus dem 19./20. Jh.; im Saalhaus ist im 3. OG ein Festsaal mit hervorragender Akustik von 1876 erhalten; im Innern der Schlosskirche ein über 3 Geschosse reichender, dreijochiger Saal mit Kreuzrippengewölbe und zweigeschossigen hölzernen Emporen; das bedeutende Altarwerk Die Kreuzigung Christi von Lucas Cranach d. J. aus dem Jahre 1584 befindet sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg; die heute sichtbare klassizistische Ausstattung stammt aus dem 19. Jh.


ursprüngliche Burganlage des Wiprecht von Groitzsch aus dem 11. Jh.; unter Friedrich I. Barbarossa als Reichsburg genutzt; 1404 an die Wettiner gefallen; nach 1464 kurfürstliche Residenz, Jagdschloss und Witwensitz bis 1700; ab 1800 Armen- und Arbeitshaus, ab 1829 Landesversorgungsanstalt für unheilbar Geisteskranke; ab 1933 Einrichtung eines Schutzhaftlagers durch die Nationalsozialisten; im 2. Weltkrieg Hochsicherheitskriegsgefangenenlager Oflag IV C für alliierte Offiziere mit bis zu 500 Insassen; Internierungslager für enteignete Großgrundbesitzer aus der Leipziger Gegend; nach 1946 bis 1996 Krankenhaus sowie Alten- und Pflegeheim


Drehbedingungen vor Ort

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bei der Schlossverwaltung vorhanden;
Link: www.schloesser-und-burgen-im-muldental.de | Schloss Colditz | Rundgang | Rundgang;
Schloss Colditz besteht aus zwei unregelmäßig umbauten Höfen, hinterer Schlosshof mit annähernd halbkreisförmigem Grundriss;
ehemaliger, durch eine Mauer abgegrenzter Tiergarten mit Waldanteil und großer Hauptwiese schließt sich östlich der Schlossanlage an


auf Anfrage bei der Gesellschaft Schloss Colditz e. V., Kontakt s. u., z. B. historischer Veranstaltungssaal (Hofstube) ca. 80 qm groß;
moderner Kammermusiksaal von 125 qm und Übungssaal von 300 qm der Landesmusikakademie Sachsen im ehemaligen Marstallgebäude, Kontakt s. u.


Normal- und Starkstromanschlüsse vorhanden, sowohl in der Vorburg als auch in der Hauptburg; öffentliche Toiletten stehen zur Verfügung


KG, EG, 1. OG, 2. OG, 3. OG


mehrere Wendeltreppen (z. B. zum Fürstenhaus) mit ca. 2,30 m Breite vorhanden, Türen im Fürstenhaus je 0,80 m breit und 2,30 m hoch


Aufzüge nur im Bereich der Landesmusikakademie Sachsen vorhanden


genaue Auskünfte bei der Schlossverwaltung, in einigen Räumen Filmaufnahmen schwierig und nur in Ausnahmefällen zugelassen (z. B. Festsaal)


ungehinderter Lichteinfall in die großen Höfe durch Alleinlage auf Bergkuppe; in vielen Räumen wenig Tageslichteinfall


sehr ruhige Lage


Techniktransport schwierig, vor dem Haupteingang kleine Stellfläche für LKWs, Be- und Entladen im ersten Innenhof möglich; größerer öffentlicher Parkplatz auf dem Markt von Colditz und im Bereich der Schlosseinfahrt


Verkehrsanbindung

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Auto aus Richtung Leipzig: A14 bis Abfahrt 31-Grimma, weiter auf B107 in Richtung Colditz
aus Richtung Dresden: A4, A14 bis Abfahrt 34-Döbeln-Nord weiter auf B169, B175, B176 in Richtung Colditz
aus Richtung Chemnitz: A4 bis Abfahrt 70-Chemnitz-Glösa weiter auf B107 in Richtung Colditz
Bahn Bahnhof Grimma (RB) in 17 km Entfernung,
Bahnhof Großbothen (RB) in 10 km Entfernung;
Informationen zum weiterführenden Busverkehr unter www.mdv.de
Flugzeug Flughafen Leipzig-Halle, www.leipzig-halle-airport.de, in 60 km Entfernung;
Flughafen Dresden, www.dresden-airport.de, in 85 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Museumsleiterin Renate Lippmann ist der Expertin für Schlossgeschichte und Offizierslager IV C Colditz während des 2. Weltkrieges und bietet Führungen in englischer oder deutscher Sprache an. Tel.: +49 34381 44987 oder +49 34381 55366 | Informationen zum Museum und zu Veranstaltungen über die Gesellschaft Schloss Colditz e.V., Schlossbüro / Schlossgasse 1, 04680 Colditz, Tel.: +49 34381 43777, E-Mail: kultur@gesellschaft-schloss-colditz.com, www.schloss-colditz.com | Zimmerbuchung (161 Betten) in der Europa-Jugendherberge, Tel.: +49 34381 45010, E-Mail: jhcolditz@djh.de, www.djh-sachsen.de | Landesmusikakademie Sachsen, www.lma-sachsen.de
Erfahrung mit Dreharbeiten TV-Dokumentationen über das Offizierslager im 2. Weltkrieg auf Schloss Colditz (BBC, Channel 4, etc.); daher Erfahrungen mit Dreharbeiten und internationalen Produktionen vorhanden