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Festspielhaus Hellerau

  • Vorderansicht Südseite

  • Eckraum Ost 1. OG

  • Ballsaal

  • Großer Saal

  • Foyer

  • Foyer

  • Treppenhaus Ost

  • Treppenhaus West

  • ehemalige Kasernen Ostseite

  • Südostseite

  • Pavillonhäuser Nordseite

  • Einfahrt


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Festspielhaus Hellerau
Freizeit » Kunst / Kultur » Kulturzentren
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Dresden, Stadt
Adresse Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
Internet www.hellerau.org
Ansprechpartner Drehgenehmigung Dieter Jaenicke
Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Intendant
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
T: +49 (0) 351 2646230
F: +49 (0) 351 2646223
Ansprechpartner
vor Ort
Katja Solbrig
Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
T: +49 (0) 351 2646218
F: +49 (0) 351 2646223
Ansprechpartner Technik Kai Kaden
Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Technischer Leiter
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
T: +49 (0) 351 2646266
F: +49 (0) 351 2646223
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache, Veranstaltungskalender beachten Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache, keine generellen Einschränkungen

Mit dem Festspielhaus Hellerau wurden die Ideen des Schweizer Bühnenbildners Adolphe Appia und des Rhythmiklehrers Emile-Jaques Dalcroze durch den Architekten Heinrich Tessenow (1876-1950) umgesetzt. Die der Reformbewegung zugrunde liegende Unzufriedenheit mit den eklektizistischen Formen in der Architektur wird in dem stark an den Klassizismus anklingenden Bau radikal sichtbar. Das Festspielhaus sollte in seiner klaren, schlichten Gestalt den neuen Geist der Zeit symbolisieren. Die Gesamtanlage mit dem zentralen Haus, den um einen Vorplatz liegenden Lehrerpavillons und den durch Kasernengebäude ersetzten Schülerwohnungen diente von 1912-1925 als Tanz- und Rhythmikinstitut. Später durch Nutzung als Polizeischule und Kaserne seiner eigentlichen Idee entfremdet, steht das Festspielhaus der Öffentlichkeit heute wieder im Rahmen von Tanz- und Theateraufführungen offen. 1998 nahm die UNESCO das Haus in die Liste der 100 schützenswertesten Gebäude auf.


nördlicher Stadtrand von Dresden, ca. 6 km vom Zentrum, in Nähe des Flughafens Dresden-Klotzsche


Veranstaltungsstätte zu Rhythmik und Schauspiel, Ausstellungen zu Fotografie und Architektur


aufwändige Rekonstruktionsarbeiten seit 1994, Foyer, Treppenhaus und Dach sowie Pensions- und Pavillonhäuser bisher fertiggestellt, auch Teile des westlichen Kasernenflügels wieder benutzbar; laufende Bau- und Sanierungsmaßnahmen


axialsymmetrischer Bau mit spärlichem Schmuck durch Gliederungen in Fassade und dreigeschossigem Baukörper; Vorderseite markant gegliedert durch Spitzgiebel und einem Portikus mit je vier quadratischen Pfeilern; an den Bau anschließend zwei zurückgesetzte, niedrigere Seitenflügel mit je zwei Stockwerken


Jahrhundertwende
Neoklassizismus


1910-12


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Bei der Entkernung des Gebäudes im Jahre 1992 wurde die Inneneinrichtung, vornehmlich aus der Nutzung durch die Sowjetarmee stammend, völlig entfernt. Das Foyer und die Treppenhäuser als sanierte Teile des Baus sind mit ihrer einfachen, klassisch schönen Ausstattung wieder in ihren Originalzustand versetzt worden.


Das Festspielhaus wurde als kulturelles Zentrum der Gartenstadt Hellerau 1911-12 nach Plänen des Architekten Heinrich Tessenow erbaut. Dresden-Hellerau, die erste echte Gartenstadt in Deutschland, entstand um 1909 gemäß den Ideen der Reformbewegung. Das Gelände des Festspielhauses diente ab 1912 als Ausbildungsstätte für rhythmische Gymnastik unter der Leitung von Emil-Jaques Dalcroze, einem berühmten Rhythmikpädagogen seiner Zeit. Mit dem Haus sollte ein Ort geschaffen werden, an dem der "neue Mensch" in einem "befreiten Körper" wirken kann. Bis zum Ersten Weltkrieg trafen sich hier der Reformbewegung verpflichtete Künstler, Schriftsteller, Verleger und Kunsthandwerker.

Ab 1914 und nach dem Weggang Dalcrozes verliert das Festspielhaus an Bedeutung, die Tanz- und Rhythmikschule zieht 1925 nach Wien um. Die Pavillonhäuser werden für Wohn- und Gewerbezwecke genutzt, sporadische Theater- und Opernaufführungen finden statt. Ab 1939 wird die Anlage zur Polizeischule umfunktioniert, der Große Saal ist nun Sporthalle, Kasernenflügel werden gebaut. Ab 1945 quartiert sich die Sowjetarmee auf dem Gelände ein, das Festspielhaus verfällt zunehmend. 1992 fällt das Festspielhaus zurück an den Freistaat Sachsen, die Sanierung und Notsicherung des Baus beginnt. Der Große Saal ist wieder Aufführungsort von Tanz- und Theaterprojekten. 1997 ziehen der Deutsche Werkbund und die Sächsische Kulturstiftung in die sanierten Pensionshäuser.


Drehbedingungen vor Ort

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Ein detaillierter Grundriss von allen Geschossen des Festspielhauses ist vorhanden und bei der Geschäftsführung zu erfragen. Um den Großen Saal, das Zentrum des Gebäudes, gruppieren sich im 1. und 2. Obergeschoss Galeriegänge sowie eine Vielzahl von kleineren Räumen (12 qm bis 32 qm).

Wichtigste Räume:

Großer Saal (EG bis 2.OG) - Länge 49 m, Breite 16 m;
Ballsaal 1 (1.OG) - Länge 16,5 m, Breite 7,95 m, Höhe ca. 3 m;
Eckraum West (1.OG) - Länge 10,90 m, Breite 5,20 m, Höhe 3,60 m;
Südost-Raum (1. OG) - Länge 10,90 m, Breite 5,20 m, Höhe 3,60 m


Vermietung der o.g. Räume; Nutzung für verschiedene Zwecke (Maske, Garderobe, Aufenthalt) möglich; derzeit keine Übernachtungsmöglichkeiten


sanitäre Einrichtungen vorhanden, Strom- und Wasseranschlüsse für Veranstaltungen konzipiert und in den großen Räumen in ausreichender Zahl vorhanden


EG, 1.OG, 2.OG


unterschiedlich breite Treppen vorhanden; der Große Saal ist gut zu ebener Erde zu erreichen, Rückseite günstig für Technikanlieferung; Treppen in den sanierten Treppenhäusern seitlich des Foyers 2,50 m breit, ca. 3,60 m hoch


Deckenhöhe in den Obergeschossen ca. 3,60 m, im Großen Saal ca. 12 m, im Ballsaal 2,72 m bis 3,19 m; Deckenbelastung: 50 kg/qm


hervorragende Lichtverhältnisse aufgrund freistehender Lage im Außenbereich; Foyer und angrenzende Treppenhäuser ebenfalls viel Tageslicht, Säle relativ hell, Großer Saal hat durch Innenlage und meist abgedunkelte Fenster kaum Tageslicht, kleinere Räume ebenfalls recht dunkel


relativ ruhig, da abgelegen, einige Verkehrsgeräusche durch Flughafennähe


große Freifläche für bis zu 500 Pkw vor dem Festspielhaus, Lkw-geeignet


Verkehrsanbindung

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Auto A4 - Abfahrt 81a-Dresden-Hellerau in etwa 3 km Entfernung
Bahn ICE-/ IC-Anbindung über Bhf. Dresden-Neustadt bzw. Hbf. Dresden in etwa 6 km bzw. 10 km Entfernung; weiter mit öffentlichem Nahverkehr (www.dvb.de)
Flugzeug Flughafen Dresden (www.dresden-airport.de) in etwa 3 km Entfernung

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Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Experten zum Thema Rhythmik in der Festspielhaus GmbH tätig, auf dem Gelände des Festspielhauses sitzt auch das Zentrum für zeitgenössische Musik
Erfahrung mit Dreharbeiten TV-Beiträge sind bereits im Festspielhaus entstanden.