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Kloster Jerichow

  • Kloster Jerichow

  • Klosterkirche, Osten

  • Klosterkirche, Westtürme, Nordwesten

  • Kircheninnenraum nach Osten

  • Kircheninnenraum vom Hochchor nach Westen

  • Krypta nach Westen

  • Kreuzhof und Westtürme, Südost

  • Krypta

  • Kreuzhof, Nordost

  • Kreuzhof, Nordwest

  • Kreuzhof, Südost

  • südlicher Kreuzgang nach Osten

  • westlicher Kreuzgang nach Norden

  • westlicher Kreuzgang nach Süden

  • Sommerrefektorium

  • Nordseite des Kreuzhofes


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Kloster Jerichow
Sakralbauten » Klöster
Bundesland
Landkreis
Sachsen-Anhalt
Jerichower Land
Adresse Am Kloster 1
39319 Jerichow
Internet www.stiftung-kloster-jerichow.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Ulrich Rethfeld
Stiftung Kloster Jerichow
Vorsitzender
Am Kloster 1
39319 Jerichow
T: +49 (0) 39343 929925
F: +49 (0) 39343 929926
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich Klostermuseum: Öffnungszeiten und Veranstaltungen;
Kirche: Nutzung durch Evangelische Kirchengemeinde Jerichow
Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache mit der Stiftung Kloster Jerichow, der Evangelischen Kirchengemeinde Jerichow und dem Landesamt für Denkmalschutz

Klare, stilreine romanischen Formen und harmonischen Proportionen sind das besondere Merkmal des hervorragend erhaltenen Kircheninnenraums der Klosterkirche Jerichow. Als Stiftung der Markgrafen von Stade wurde das Kloster Jerichow 1144 von König Konrad III. bestätigt. Von den Prämonstratensern als erster sakraler Bau östlich der Elbe erbaut, wurde es aufgrund fehlender Vorkommen an Naturstein aus Backstein errichtet. Der faszinierende Raumeindruck der Kirche setzt sich zum Teil im Kreuzgang und Kreuzhof romanischen Urpsrungs fort. Obwohl der heute noch dreiseitige Kreuzgang erst Anfang des 13. Jahrhunderts fertiggestellt war und im 15. Jahrundert spätgotisch überbaut wurde, sind im Südflügel und im Westflügel die romanischen Ursprünge deutlich zu erkennen. Historisch nur kurzzeitig wärend der Bauphase von größerer Bedeutung, wurden in der Anlage wegen vielfältiger geistlicher und weltlicher Streitigkeiten an den Gebäuden kaum Umbauten vorgenommen, sodaß die kunsthistorische Bedeutung des Klosters Jerichow heute unvergleichlich ist.


Jerichow liegt im Nordosten Sachsen-Anhalts, rund 15km südöstlich von Stendal am Ostufer der Elbe


Kirche: Nutzung durch Evangelische Kirchengemeinde Jerichow, Besucher
Klostermuseum: Besucher, vielfältige Veranstaltungen
Das Kloster Jerichow gehört zu den Objekten der Straße der Romanik .


sehr gut, letzte Sanierungen im Jahr 2003


Kloster Jerichow als erster sakraler Bau östlich der Elbe entstand wegen fehlender Vorkommen an Natursteinen in Backstein. Der romanische Bau weist bereits gotische Stielemente (Westtürme, Kreuzgang) auf. Die Klosterkirche ist dreischiffig, ab ca. 1180 wurde die zweischfiffige Hallenkrypta mit hohem Chor im Ostteil und Nebenchören eingebaut. Der Innenraum der Kirche ist klar gegliedert, mächtige Rundpfeilerpaare tragen die Mittelschiffarkaden. Die Krypta reicht über den westlichen Vierungsbogen in das Schiff hinein und öffnet sich mit zwei breiten Rundbögen je zum Mittelschiff und den Querschiffarmen. Der ungewöhnlich hohe Chor wurde im 19. Jh. mit neuen Brüstungsmauern versehen. Die Orgelempore mit toskanischer Säule wurde ebenfalls im 19. Jh. zwischen die Turmuntergeschosse gebaut. Südlich der Kirche schließen sich die ehemaligen Stiftsgebäude mit Kreuzgang und Innenhof an, im Ostflügel befanden sich Sakristei, Armarium, Bibliothek, Kapitelsaal und Auditorium in ursprünglich romanischer Bausubstanz mit Kreuzgewölbe. Der zweischiffige Kapitelsaal ist mit Doppelportal und freistehenden Säulen versehen. Winter- und Sommerrefektorium sind zweischiffige gewölbte Räume. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der romanische Kreuzgang mit einem spätgotischen Obergeschoß überbaut, nur der West- und Südflügel des Kreuzganges sind aus romanischer Zeit (um 1220) erhalten. Der Ostflügel wurde Ende der 1960er Jahre nach Originalbefunden im romanischen Bauzustand rekonstruiert, vom um 1504 abgetragenen Nordflügel sind die Reste am der südlichen Seitenschiff der Kirche erkennbar.


Romanik


1148-1230


11. Jahrhundert - 12. Jahrhundert, 13. Jahrhundert, 14. Jahrhundert, 15. Jahrhundert, 16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Pfeiler mit kunstvollen Kapitellen, das spätromanische Taufbecken, der Osterleuchter mit einem Sockel von 1160/70, flexible Bestuhlung, Kunstobjekte


1144 wurde durch König Konrad III. die Gründung eines Prämonstratenserstifts in Jerichow bestätigt, vier Jahre später begannen die Bauarbeiten für das damals 1km nördlich der Stadt Jerichow gelegene Prämonstratenserkloster. Als Streitobjekt benachbarter weltlicher und geistlicher Territorialfürsten im Mittelalter hat sich das Kloster über Jahrhunderte kaum entwickelt und daher lange seinen romanischen Bauzustand erhalten. Bereits mit dem Abschluß des Baus verlor das Kloster jäh an Bedeutung, die Chorheeren zogen um 1180 in das Tochterkloster Gamzow in die Uckermark. Das Ende des Stifts besiegelten um 1551 sächsische Sölndertrupps des Kurfürsten Moritz, die das Stift plünderten. Im Zuge der Lutherischen Reformation erfolgte die Aufhebung des klösterlichen Lebens, obwohl Bischof Busso von Alvensleben bis zu seinem Tode 1548 vergeblich versucht hatte, das Kloster für das Havelberger Stift zu retten. Bereits 1552 wurde der Ritter Hans von Krusemark als weltlicher Verwalter eingesetzt, das Klosteramt wurde später brandenburgisch-preußische Domäne. Der Dreißigjährigen Krieg verwüstete Stadt und Kloster. 1853- 56 wurde die Kirche unter Leitung von Konservator Ferdinand von Quast umfassend restauriert. Seit 1965 folgte die schrittweise Freilegung von Klausurräumen, Kreuzgang und Innenhof. Die sehenswerten romanischen Räume, wie Kapitelsaal, Sommer- und Winterrefektorium und Kreuzgang konnten mit Einrichtung des Museums 1977 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung zur Geschichte und Baugeschichte des Klosters im ehemaligen Dormitorium zeigt u.a. wertvolle Glas- und Keramikfunde, die im Klosterhof entdeckt wurden.


Drehbedingungen vor Ort

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detaillierte Grundrisse und Lagepläne sind vorhanden,
Geländeplan mit Bezeichnung aller Gebäude


Im Obergeschoß des Ostflügels sind ausreichend Räume auch für längere Zeit nutzbar.


Stark- und Normalstromanschlüsse, Wasseranschlüsse sowie sanitäre Anlagen sind vorhanden, das Objekt ist auf Besucher und Veranstaltungen eingerichtet.


EG, 1.OG


Museum: Aufgang zur Ausstellung ca. 1,19m breit;
Kirche: Ostempore ca. 0,91m breit, Eingang vom Kreuzgang ca. 1,19m, sechs Zugänge zur Krypta je ca. 2,20m breit;
Eingang zm Sommerrefektorium: 1,05m;
Breite des Kreuzganges: zwischen 3,00m und 3,20m


Kirche: mindestens 18m
Kreuzgang und Sommerrefektorium mindestens 4m


In der Kirche und im Kreuzgang gibt es keine Ausleuchtung, die Anschlüße sind aber vorhanden.


Besucher, Veranstaltungen und Verkehr zum benachbarten Wirtschaftshof


Es gibt Parkplätze für Pkw direkt an der Klosterzufahrt oder auf dem Wirtschaftshof, für Lkw und Busse nach Absprache.


Verkehrsanbindung

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Auto A2 Abf. Burg-Zentrum, B1 Richtung Genthin, Ortverbindungsstraße Richtung Jerichow
Bahn Bhf. Schönhausen, Genthin oder Tangermünde
Flugzeug Flughäfen Berlin (www.berlin-airport.de)

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Übernachten im Kloster
Übernachten in der Region
Vereine in der Region

weitere Linkempfehlungen:
www.lkjl.de
Kloster Jerichow in Wikipedia
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de
www.strasse-der-romanik.net
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/kultur/strasse-der-romanik
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/staedte-regionen
www.blaues-band.de/elbe/index.htm
www.blaues-band.de/kanal/index.htm
www.regionmagdeburg.de/index.phtml?sNavID=493.102&La=1
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/aktiv-natur/radtouren/elberadweg
weitere Unterkünfte: http://buchen.sachsen-anhalt-tourismus.de
Erfahrung mit Dreharbeiten Es wurden bereits einige Produktionen im Kloster Jerichow realisiert, u.a.:
"Geschichte Mitteldeutschlands - Kaiser Barbarrossa", Ottonia Media GmbH, 2009
"Napoleon und die Deutschen", Looks Film & TV GmbH, 2006