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Gartenstadt Hellerau

  • Am grünen Zipfel

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  • Markt

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  • Markt

  • Markt

  • Markt/ Am grünen Zipfel

  • Am Sonnenhang

  • Ruscheweg

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  • Am Talkenberg

  • Am Talkenberg

  • Ruscheweg

  • Gondelteich


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Gartenstadt Hellerau
Stadtmotive » Wohnviertel » Siedlungen
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Dresden, Stadt
Adresse Markt
01109 Dresden
Ansprechpartner Drehgenehmigung Harald Fleischer
Landeshauptstadt Dresden | Straßen- und Tiefbauamt
Abteilung Straßenverkehrsbehörde
Sachgebietsleiter Allgemeine Verkehrsregelung (Ansprechpartner für verkehrsrechtliche Genehmigungen)
Lingnerallee 3
01069 Dresden
T: +49 (0) 351 4884170
F: +49 (0) 351 4884173
Ansprechpartner
vor Ort
Karl Schuricht
Landeshauptstadt Dresden | Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abteilungsleiter Medien (Zentraler Ansprechpartner für Filmproduktionen)
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden
T: +49 (0) 351 4882189
F: +49 (0) 351 4882332
Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich keine grundsätzlichen Einschränkungen im öffentlichen Straßenland; Antragstellung für straßenverkehrsrechtliche Genehmigungen bei der Straßenverkehrsbehörde, Kontakt s. o.; die jeweiligen Eigentümer von Immobilien bzw. Grundstücken müssen zusätzlich kontaktiert werden

In der Siedlung Dresden-Hellerau wurden die Ideen der deutschen Gartenstadtbewegung erstmalig konsequent und flächendeckend realisiert. Der sorgfältig auf die Bedürfnisse einer Arbeiterwohnsiedlung ausgerichtete Bebauungsplan und die Architektur der Klein- und Reihenhäuser beeinflussten nachhaltig den Vorstadtbau im 20. Jahrhundert. Nach dem Vorbild der um 1900 formierten englischen Garden Cities Association hatte sich 1902 die Deutsche Gartenstadtgesellschaft gegründet. Ziel war es, alternative Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu propagieren und ihnen städteplanerisch und architektonisch Ausdruck zu verleihen. Das Ensemble der Reformsiedlung Hellerau schloss die angrenzende Möbelfabrik "Deutsche Werkstätten Hellerau" als Produktionsstätte sowie das "Festspielhaus Hellerau" als avantgardistische Bildungsanstalt ein. Bis 1914 zog Hellerau zahlreiche nationale und internationale Künstler an, abrupt beendet wurde diese Entwicklung durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Heute steht Dresden-Hellerau unter Denkmalschutz.


im Norden Dresdens, nordwestlich der Dresdner Heide, nahe des Flughafens und der Autobahn gelegen


Wohn- und Geschäftshäuser


sehr gut, Bebauung größtenteils saniert


Die Gesamtplanung der Siedlung durch Richard Riemerschmid erfolgte auf Basis einer vorbildhaften Ortsbauordnung, die sowohl Geländegegebenheiten als auch entstehende Raumbilder berücksichtigen sollte. Daraus resultierte die Untergliederung in fünf verschiedene Bauzonen: ein Kleinhausviertel, ein Villenviertel, ein Viertel für Wohlfahrtseinrichtungen, das Gelände für Fabrikanlagen und Flächen ohne Bebauung. Der Markt bildete das Zentrum der Siedlung, 1910/11 entstanden hier erste Läden, ein Postamt und das Kaffee Hellerau. Kriegsbedingt wurde die Marktbebauung erst 1929/30 von Rudolf Kobe verändert fertiggestellt.

Für die Wohnbauten der Gartenstadt bildeten Einfachheit und Zweckmäßigkeit sowie die Anlehnung an traditionelle Architekturformen (Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser mit ziegelgedeckten Giebel- und Spitzdächern, Holzhäuser) die Grundlagen der Gestaltung, eine sorgfältige Auswahl der Konstruktionen und Baumaterialien fand statt.

Neben der typischen Bebauung von Richard Riemerschmid (u.a. Kleinhäuser der Straßen Am Grünen Zipfel, Hirtenweg, Ruscheweg, Am Talkenberg) prägten auch die Entwürfe von Hermann Muthesius (Kleinhäuser u.a. in den Straßen Beim Gräbchen, Am Dorffrieden, An der Winkelwiese), Curt Frick (u.a. Am Schützenfelde, Hendrichstraße 9-27) und Heinrich Tessenow (u.a. Reihenhäuser Am Schänkenberg 4-26 und 1-15, Doppel- und Einzelhäuser Am Schänkenberg 28-38) die charakteristische Architektur der Wohn- und Funktionsbauten in der Gartenstadt.


wesentliche Teile 1909-14 erbaut


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Hellerau als erste echte deutsche Gartenstadt wurde auf Initiative von Karl Schmidt, Besitzer der "Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst", geplant und erbaut. Mit der Siedlung am nordwestlichen Rand der Dresdner Heide sollte ein neuer Standort für seine expandierenden Produktionsstätten und gleichzeitig Wohnraum für seine Arbeiter und Angestellten geschaffen werden. 1908 gründeten sich die "Gartenstadtgesellschaft Hellerau" sowie die "Baugenossenschaft Hellerau", die in der Folge ca. 140 ha Land erwarben und den künftigen Bewohnern Wohnraum zu günstigen Konditionen anboten. 1909 entstand die erste Reihenhauszeile nach Entwürfen von Richard Riemerschmid in der Straße Am Grünen Zipfel. Bis 1914 erfolgte die wesentliche Reihen- und Kleinhausbebauung, unterbrochen vom Weggang Riemerschmids 1913 und dem Ausbruch des 1. Weltkriegs.

In den 20er und 30er Jahren wurden Straßenzüge um einige Häuser ergänzt, so der Markt und die Holzhaus-Mustersiedlung der Deutschen Werkstätten Am Sonnenhang. 1950 wurde Hellerau in die Stadt Dresden eingemeindet. Seit 1990 wird versucht, an die Traditionen der Gartenstadt anzuknüpfen, der "Verein Bürgerschaft Hellerau e. V." gründete sich neu, den Wettbewerb zur Erweiterung der Gartenstadt gewann 1996 der Architekt Jochen Schürmann. Die Siedlung Hellerau ist heute Flächendenkmal.


Drehbedingungen vor Ort

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ca. 140 ha großen Gelände; verschiedene Details siehe Themenstadtplan Dresden, Lage- und Bebauungsplan zu erfragen bei der Stadtverwaltung Dresden


zusätzliche Räumlichkeiten in umliegenden Geschäftshäusern anzufragen; Ansprechpartner für Wirtschaftsservice und Buchungsservices siehe Handouts Produktionszentren > Dresden


Ansprechpartner für Medienanschlüsse siehe Handouts Produktionszentren > Dresden


Bebauung meist zwei- bis dreigeschossig


sehr gute Lichtverhältnisse durch niedrige Bebauung mit breiten Vorgärten


ruhiges Wohngebiet, wenig Straßenverkehr, keine Durchgangsstraßen


öffentliche Parkplätze vorhanden, in den relativ engen Straßen nur begrenzt Stellplätze für Lkws vorhanden; Stellflächen in Absprache mit der Stadt Dresden reservieren, Ansprechpartner für verkehrsrechtliche Belange ist die Straßenverkehrsbehörde der Landeshauptstadt Dresden (Kontakt s. o.)


Verkehrsanbindung

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Auto A4 - Abfahrt 81a-Dresden-Hellerau oder Abfahrt Dresden-Flughafen
Bahn IC-/ICE-Anbindung über Dresden Hbf. und Bhf. Dresden-Neustadt, weiter mit öffentlichem Nahverkehr (www.dvb.de)
Flugzeug Flughafen Dresden International in unmittelbarer Nähe

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Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Handout Produktionszentrum > Dresden: Kontakte und Informationen für die Produktionsvorbereitung

Webseiten des Vereins Bürgerschaft Hellerau e.V.