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Grenzdenkmal Hötensleben

  • Grenzdenkmal Hötensleben

  • Überblick nach Nordost

  • Grenzmauer

  • Grenzmauer, Stahlhöcker nach Nord

  • Grenzmauer, Stahlhöcker nach Nord

  • Grenzmauer, Stahlhöcker nach Nord

  • Bunker

  • Sichtblendenmauer, Grenz-und Signalzaun nach Nordwest

  • Grenzstreifen, Blick nach Westen

  • Blick zur Führungsstelle nach Nordwest

  • Blick zur Führungsstelle nach Norden

  • Grenzmauer, Stahlhöcker nach Nord

  • Sichtblendenmauer, Grenz-und Signalzaun nach Osten

  • Führungsstelle, Südost

  • Führungsstelle

  • Führungsstelle


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Grenzdenkmal Hötensleben
Verwaltungs- und Sozialbauten » Militär- und Grenzanlagen » Deutsch-deutsche Grenze
Bundesland
Landkreis
Sachsen-Anhalt
Börde
Adresse 39393 Hötensleben
Internet https://stgs.sachsen-anhalt.de/gedenkstaetten/gedenkstaette-deutsche-teilung-marienborn/grenzdenkmal-hoetensleben/
Ansprechpartner Drehgenehmigung Dr. Kai Langer
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Geschäftsstelle Magdeburg
Stiftungsdirektor
Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg
T: +49 (0) 391 24455931
F: +49 (0) 391 24455998
Ansprechpartner
vor Ort
Annemarie Susan Baumgartl
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Marienborn
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Leiterin
An der BAB 2
39365 Sommersdorf OT Marienborn
T: +49 (0) 39406 920911
F: +49 (0) 39406 92099
Ansprechpartner Technik Jörg Rauhut
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Marienborn
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Hausmeister
An der BAB 2
39365 Sommersdorf OT Marienborn
T: +49 (0) 39406 920924
F: +49 (0) 39406 92099
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich jährlich 3.10. und 9.11., sonst nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Die innerdeutsche Grenze war 40 Jahre lang Trennlinie und Nahtstelle der Weltmächte und Ideologien. Aus der zunächst durchlässigen "Grüne Grenze" entwickelte sich eine der undurchlässigsten Grenzen der Welt. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit dem dazugehörigen Grenzdenkmal Hötenlseben ist der Größte noch bis ins Detail erhaltene ehemalige Grenzübergang zwischen den beiden deutschen Staaten. Nur wenige Kilometer von Helmstedt und Marienborn entfernt steht in Hötensleben ein Teil des ehemaligen Grenzsystems im Originalzustand aus dem Jahr 1989. Auf einer Länge von 350m und einer Fläche von 6,5ha sind unter anderem Sichtblendmauer, Signalzaun, Sicht- und Schussfeld mit Lichttrasse, Kolonnenweg und Kfz-Hindernis, Grenzmauer und der Führungsturm mit Kfz-Stellung erhalten geblieben. Beeindruckend ist der Verlauf der Sperranlage an dieser Stelle auch, weil sie unmittelbar hinter den Häusern des Ortes errichtet wurden. Tausende von Menschen versuchten im Laufe der Jahre die Sperranlagen der DDR-Grenze zu überwinden. Nur wenigen gelang die Flucht, viele mußten mit Leben, Gesundheit und Gefängnisstrafen für den Fluchtversuch bezahlen. Das Zonengrenz-Museum im nahgelegenen Helmstedt widmet eine ganze Ausstellungsabteilung diesem Thema.


Hötensleben liegt in der Magdeburger Börde direkt an der westlichen Landesgrenze Sachsen-Anhalts zu Niedersachsen, ca. 15 km südlich von Helmstedt/Marienborn


Denkmal


im Zustand von 1989 denkmalgerecht saniert


Sichtblendmauer (Stahlbeton, Höhe 3m, Lkw-fest)
Spurensicherungsstreifen (geeggt)
Grenz- und Signalzaun, Streckmetall (2,4 m hoch)
Sicht- und Schußfeld (deckungslos)
Kolonnenweg aus Lochbetonplatten
Spurensicherungsstreifen (geeggt)
Stahlhöcker (gegen Kfz)
Grenzmauer (Höhe 3,4 m)
Führungsstelle
Grenzfluß Aue


ab 1946


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


1945 übernahmen nach der Gesamtkapitulation Deutschlands die vier Besatzungsmächte USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich die Regierungsgewalt über Deutschland. Bereits zu dieser Zeit wurden zwischen den festgelegten Besatzungszonen Demarkationslinien gesetzt. Um eine Massenflucht von Ost nach West zu verhindern, wurden 1946 auf Antrag der UdSSR die Demarkationslinien erstmalig für einige Monate gesperrt. Ebenfalls 1946 wurde die Grenzpolizei aufgebaut, 1947 wurden die ersten Hindernisse aus Stacheldraht und Straßensperrungen aufgebaut. In den 50er Jahren wurde die Grenze weiter aufgebaut, der Waren- und Fahrzeugverkehr erfolgte nur noch über Grenzkontrollpassierpunkte. Entscheidend war das Jahr 1952, als entlang der Grenze zwischen BRD und DDR auf der Ostseite ein 10m breiter Kontrollstreifen, daran ein 500m breiter Schutzstreifen und zusätzlich ein 5km breite Sperrzone eingerichtet wurden. Hierfür wurden 11.000 DDR-Bürger zwangsumgesiedelt und Wälder entlang der Grenze gefällt, außerdem die Grenzpolizei auf 35.000 Mann verdoppelt. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13.08.1961 wurde der grenzüberschreitende Verkehr komplett abgeriegelt. Ab Mitte der 60er Jahre wurden die Grenzen immer stärker abgesichert, Kfz-Sperrgräben, die ersten SM-70-Selbstschußanlagen, Erdbeobachtungsstände und Hundelaufseilanlagen kamen hinzu, die Holzwachtürme wurden durch eine noch größere Zahl von Beton-Beobachtungstürmen ersetzt und anstelle der Stacheldrahtzäune traten Doppelzäune aus Streckmetallgitter. 1971 gab es die erste Vereinbarung über das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten, 1972 wurden die Einreisebedingungen von West nach Ost erleichtert. In den 80er Jahren wurden die Selbstschußanlagen und Minenfelder entfernt, der Grenz- und Signalzaun aber weiter modernisiert. 1989 mußte die DDR-Regierung unter dem Druck der Massenauswanderung und der Demonstrationen im Land eine Reformierung des Reisegesetzes vornehmen, die am 09.11.1989 den Fall der Mauer einleitet. → weitere Informationen


Drehbedingungen vor Ort

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Ein Lageplan zum Zustand um 1989 kann in der Gedenkstätte angefordert werden.


im Grenzwachturm gibt es eine ca 0,80cm schmale, steile Metalltreppe


Das Grenzdenkmal liegt direkt hinter der Gemeinde Hötensleben, Verkehrsgeräusche sind zu hören, Besucher und Führungen sind ebenfalls zu beachten.


rund 50 bis 60 direkt am Zugang, LKW und Busse können dort ebenfalls parken


Verkehrsanbindung

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Auto A 2 aus Richtung Berlin:
Abfahrt Alleringersleben/Wefensleben
A 2 aus Richtung Hannover:
Abfahrt ESSO-Tankstelle Marienborn
B 1 aus Richtung Helmstedt:
in Morsleben weiter in Richtung Marienborn
B 245:
Sommersdorf, Harbke/OT Autobahn
Bahn Bhf. Marienborn oder Bhf. Helmstedt
Flugzeug Flughafen Hannover (www.hannover-airport.de)
Flughäfen Berlin (www.berlin-airport.de)

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn kann auf einen enormen Bestand an Gegenständen aus Alltag und Militär zurückgreifen, u.a. Uniformen 1975-1989 mit Zubehör (Schulterklappen, Orden, Ehrenzeichen), Felddienstuniformen, Stahlhelme, Mützen, Polizei- und Zolluniformen, Militärtechnik, Waffen, Funktechnik. Die Mitarbeiter stehen für detaillierte Beratungen gern zur Verfügung. Desweiteren können Kontakte zu Zeitzeugen hergestellt werden.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Sven Sachenbacher
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Ansprechpartner für die Presse
An der BAB 2
39365 Marienborn
T: 039406 9209-12
sven.sachenbacher@stgs.sachsen-anhalt.de

Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V.
Achim Walther
Wallstr. 3
39393 Hötensleben
T: +49 39405 50660
grenzdenkmal@aol.com
www.grenzdenkmal.com
Erfahrung mit Dreharbeiten jährlich werden in Marienborn und Hötensleben 3 bis 4 Produktionen unterschiedlichster Ausrichtung realisiert, u.a.:
"Bornholmer Straße", UFA-Fernsehproduktion GmbH, 2013
"Verliebt, Verlobt, Verloren", Kundschafter Filmproduktion GmbH, 2013
"Transit", Cine Impuls Leipzig Fernsehproduktion GmbH, 2009
"Jenseits der Mauer", Ziegler Film GmbH & Co. KG, 2008
"Aus Liebe zum Volk / Pour l`amour du peuple", Zero Film GmbH, 2003
"Liebesau - Die andere Heimat", UFA-Fernsehproduktion GmbH, 2001
"Führer Ex", Next Film Filmproduktion GmbH & Co KG, 2001
"Drei Stern Rot", Hoferichter & Jacobs GmbH, 2000