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Schloss- und Parkanlage Tannenfeld

  • Haus Planegg

  • Eingang Haus Planegg

  • Liegehalle

  • Haus Tannegg

  • Dachboden Haus Tannegg

  • Eingang Haus Tannegg

  • Haus Tannegg

  • Haus Talegg-Waldegg

  • Teich mit Grotte

  • Blick zum Schloß

  • Weg

  • Weg zum Wirtschaftshof

  • Wirtschaftshof

  • Wirtschaftshof

  • Wiese

  • Haus Talegg-Waldegg

  • Haus Talegg-Waldegg

  • Haus Planegg

  • Haus Planegg

  • Wirtschaftshof (Taubenturm)


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Schloss- und Parkanlage Tannenfeld
Herrschaftsbauten » Parkanlagen
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Altenburger Land
Adresse Schloß- und Parkanlage Tannenfeld
04626 Löbichau
Ansprechpartner Drehgenehmigung Jana Fuchs
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienstleiterin Öffentlichkeitsarbeit
Lindenaustraße 9
04600 Altenburg
T: +49 (0) 3447 586270
F: +49 (0) 3447 586277
Ansprechpartner
vor Ort
Waldemar Beutler
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Hochbau und Liegenschaften
Lindenaustraße 9
04600 Altenburg
T: +49 (0) 3447 586955-33
F: +49 (0) 3447 586956
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Die Schloss- und Parkanlage Tannenfeld erstreckt sich auf 150 000 m², umgeben von Wald und Wiesen, zwischen Gera und Altenburg. Eingebettet in den romantischen Park sind das Lustschloß und verschiedene Villen, die einst Pflegebedürftige beherbergten. Gewundene, von Bäumen gesäumte Wege verbinden die einzelnen Gebäude miteinander.
Im 19. Jhd. als Musenhof der Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761-1821) weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt, wurde der Komplex im frühen 20. Jhd. zur Kuranlage ausgebaut. Heute steht der größte Teil der Anlage leer und ist zum Verkauf ausgeschrieben.


im Osten Thüringens, mit guter Anbindung an die A4;
das Ensemble bildet einen eigenständigen Komplex


z.T. vermietet (Wirtschaftshof), überwiegend Leerstand seit 2004 (Lustschloß, Haus Talegg-Waldegg, Haus Tannegg, Haus Planegg, Liegehallen)


Haus Tannegg
Raumheizung, Elektroinstallation, Fenster & Dach sanierungsbedürftig

Haus Talegg-Waldegg
1992/93 Innen & Dach saniert, Raumheizung, Elektroinstallation, Fußböden, Fenster sanierungsbedürftig
wird ab Sommer 2008 für ca. 2 Jahre als Pflegeheim genutzt

Haus Planegg
Dacheindeckung 1993 erneuert, Raumheizung, Elektroinstallation, Fußböden, Fenster & Balkone sanierungsbedürftig
wird ab Sommer 2008 für ca. 2 Jahre als Pflegeheim genutzt

Wirtschaftshof mit ehemaligen Wasserturm
Wohnhaus, Wasserturm, Nebengebäude sanierungsbedürftig, Kesselanlage für Wohnhaus 2002 erneuert, Gärtnerei, Gewächshäuser, Heizhaus, Schornstein in desolatem Zustand

Liegehallen
Liegehalle 1 sanierungsbedürftig, Liegehalle 2 desolater Zustand

Schloß siehe Eintrag Schloß Tannenfeld im Location Guide


Der Park wurde um 1800 im englischen Stil angelegt. Durch die Anlage fließt ein Bächlein, das den Teich speist.
Nach 1900 ergänzte Dr. Tecklenburg den Park mit neuen Einpflanzungen, Blumenbeeten, einer Streuobstwiese und neoklassizistischen Vasen und Skulpturen. Im Frühjahr verleihen 53 Rhododendronsorten der Anlage eine prächtige Farbigkeit. Aber auch seltene Gewächse und Jahrhunderte alte Bäume verleihen der Anlage ein romantisches Flair. Die Villen Planegg, Talegg-Waldegg, Brunnegg, Tannegg und das Lustschloß sind in den Park eingebettet und durch verschlungene Wege miteinander verbunden. Auf der Südseite des Schloßes wurde um 1910 eine symmetrische Parterreanlage im französischen Stil angelegt. Wasserbecken, Blumen- und Rasenflächen und Eibenkegel sind originalgetreu erhalten und gut gepflegt.

Haus Tannegg
1790 durch Umbau des ehemaligen Herrenhauses entstanden, 1899-1904 grundlegender Umbau, 1982 Renovierung
rechteckiger Bau mit vierachsigen Mittelrisalit und Bogenfenstern, seitlich Rechteckfenster, Bogendach mit Gaupen

Haus Talegg-Waldegg
1903 Waldegg erbaut, 1963 aufgestockt, 1906 Talegg erbaut, hotelähnliche Anordnung der Zimmer (Mittelganghaus), Lichtkuppel

Haus Planegg
teilweise Fachwerk und Klinker

zum Schloß siehe Eintrag Schloß Tannenfeld im Location Guide


Klassizismus
Historismus
Neobarock
Jahrhundertwende
Jugendstil


1790-1800 bzw. um 1900-1911


19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


1794 erwarb Johann Friedrich von Medem für seine Schwester Herzogin Anna Dorothea von Kurland das Rittergut Löbichau mit dem Besitz Tannenfeld. Zu dem Kavaliershaus (heute Haus Tannegg) veranlasste die Herzogin den Bau des Schlosses für ihren Geliebten, den Grafen Alexander Batowski.
In den folgenden Jahrzehnten herrschte in Tannenfeld und Löbichau ein reges kulturelles Leben. Die Herzogin hatte Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen und so gewann ihr Salon, der "Löbichauer Musenhof", schnell an Renommee. Jean Paul, Theodor Körner, Johann Wolfgang von Goethe und andere Größen ihrer Zeit trafen sich hier zu vielfältigen kulturellen Ereignissen und gesellschaftlichen Anlässen.
1821 verstarb Anna Dorothea von Kurland. In den folgenden Jahrzehnten wechselte der Besitzer mehrmals. 1899 schließlich erwarb Dr. Arthur Tecklenburg die Anlage um eine private Heil- und Pflegeanstalt für Gemüts- und Nervenkranke einzurichten. Im Zuge dessen lies er bis 1911 die Häuser Planegg, Waldegg, Talegg, Brunnegg, sowie Wasserturm und Wirtschaftsgebäude errichten. Auch das Schlößchen wurde erweitert und an seiner Südseite ein französischer Garten angelegt.
1912 und 1919 war Hans Fallada Patient im Huas Planegg. An den Aufenthalt erinnert sein Gedicht "Tannenfeld“:

Vielleicht ist Park hier nichts so sehr wie Leid,
Vielleicht ist Baum ein hingeschluchztes Wort,
und jedes Blatt ist einer Schwermut Kleid,
Darinnen Lust wie Leid erstickt verdorrt.

Nach dem 2. Weltkrieg ging das Anwesen an die Sozialversicherungsanstalt Thüringen und wurde ab den 50er Jahren als Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie betrieben.
Von 1991 bis 2004 fand des Altersheim Löbichau hier eine Außenstelle. Die drei Villen wurden zuletzt als Pflege- und Bettenhäuser, bzw. zu Wohnzwecken genutzt, das Schloß als Verwaltungs- und Gästehaus. Seitdem 2004 steht das Gelände zum überwiegenden Teil leer.


Drehbedingungen vor Ort

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Die gesamte Anlage umfasst ca. 150 000 m². Ein Exposé mit Lageplan, Grundriß des Schlosses und einer Übersicht und Beschreibung der einzelenen Gebäude unter www.altenburgerland.de/fm/41/Expose%20Tannenfeld%20Januar%202013.pdf


ausreichend vorhanden


Strom in allen Gebäuden, Wasser und Telefon nur in den bewohnten Teilen des Wirtschaftshofes


überwiegend dreietagig


keine


abhängig vom Gebäude, Kunstlicht erforderlich; außen teilweise Baumbestand, alle Gebäude in Alleinlage


z.T. Beeinträchtigung durch verkehrsbedingte Geräusche (A4)


Mit Genehmigung des Landratsamts ist das Parken auf dem Gelände bzw. an den Gebäuden möglich.


Verkehrsanbindung

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Auto A4 Ausfahrt Ronneburg / Altenburg, weiter B 7 Richtung Altenburg, nach 2 km rechts abbiegen (Ausschilderung folgen)
Bahn Regionalbahn bis Ronneburg oder Nöbdenitz, weiter mit Bus 353 (Informationen zum Öffentlichen Personennahverkehr unter www.thuesac.de, THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH)
Flugzeug in ca. 20 km Entfernung der Flughafen Altenburg Nobitz (www.flughafen-altenburg.de); außerdem in ca. 40 km Entfernung Flughafen Halle/Leipzig GmbH (www.leipzig-halle-airport.de)

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Eine ausführliche Literaturliste zur Geschichte der Anlage als Musenhof und Sanatorium findet sich unter www.burg-posterstein.de I Forschung I Bibliothek
Erfahrung mit Dreharbeiten 2017 Endzeit (Kinderfilm GmbH/Grown Up Films), 2011 Das Mädchen und der Tod (ma.ja.de fiction GmbH), 2010 Konterrevolution und Machtergreifung (Tellux-Film GmbH)