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Museum Kalkwerk Lengefeld

  • Brennöfen, Museumsgebäude

  • Totale

  • Brennöfen, Brückensystem

  • Rumford-Ofen

  • Brennöfen, Schornsteine

  • Brennöfen, Brückensystem

  • Brückensystem

  • Förderbrücke

  • Brückensystem, Förderschacht

  • Förderschacht

  • Wachhaus

  • Hilke-Ofen, innen

  • Tagebruchsohle, Orchideenwiese

  • Brennöfen, Straßenseite

  • Rumford-Ofen, Gastätte, Straßenseite


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Museum Kalkwerk Lengefeld
Bauten für Industrie und Handel » Industrie » Bergbau
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Erzgebirgskreis
Adresse Kalkwerk 4 a
09514 Pockau-Lengefeld
Internet www.kalkwerk-lengefeld.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Ingolf Wappler
Stadtverwaltung Pockau-Lengefeld
Amtsverweser
Markt 1
09514 Pockau-Lengefeld
T: +49 (0) 37367 33312
F: +49 (0) 37367 33350
Ansprechpartner
vor Ort
Martina Reichel
Museum Kalkwerk Lengefeld
Museumsleiterin
Kalkwerk 4 a
09514 Pockau-Lengefeld
T: +49 (0) 37367 2274
F: +49 (0) 37367 2274
Ansprechpartner Technik Martina Reichel
Museum Kalkwerk Lengefeld
Museumsleiterin
Kalkwerk 4 a
09514 Pockau-Lengefeld
T: +49 (0) 37367 2274
F: +49 (0) 37367 2274
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich im Sommer montags günstig Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich keine Einschränkungen

Das Kalkwerk dokumentiert als Technisches Denkmal Kalkabbau und -brennerei im 19. und 20. Jahrhundert. Der Kalkabbau bei Lengefeld ist seit dem 16. Jahrhundert belegt, er fällt mit der Aufnahme des Silberbergbaus in Marienberg zusammen. Im 19. Jahrhundert wurde mit Hilfe neuartiger Förder- und Brenntechnik ein extensiver Kalkabbau möglich, produziert wurden Branntkalk und Düngekalk. Das historische Industrieensemble wird heute als Museum genutzt, erhalten sind nahezu alle bedeutsamen Öfen, Gebäude sowie das dem Transport des Rohkalks dienende Brückensystem. Die vier Kalköfen mit ihren konischen Schornsteinen stammen aus den Jahren 1818, 1822, 1835, 1873/74. Seit Renaturierung der alten Tagebruchsohle gedeihen unter einzigartigen Bedingungen seltene Orchideenarten auf den Wiesen. Während des zweiten Weltkrieges wurden im Kalkwerk Lengefeld Kunstwerke der Dresdener Gemäldegalerie eingelagert.


im mittleren Erzgebirge gelegen, ca. 5 km von der Bergstadt Lengefeld entfernt, Ortsteil Kalkwerk


Technisches Denkmal, Ausstellungen, Museum, Veranstaltungen, z.B. Konzerte, Feste; Öffnungszeiten des Museums: April, Mai, September, Oktober: Mi-So und an Feiertagen 10-16 Uhr; Juni, Juli, August: Di-So und an Feiertagen: 10-17 Uhr; Führungen nach Anmeldung


der öffentliche Bereich ist größtensteils saniert und im guten Zustand; einige, nichtöffentliche Bereiche des Areals müssen restauriert werden, teilweise marode Bausubstanz


Der Brite Benjamin Thompson Count of Rumford entwickelte 1797 den Rumford-Ofen, der mit Torf und Holz beheizt wurde und kontinierlich laufen konnte. Drei dieser Sechskantöfen wurden 1818, 1822 und 1835 auf dem Gelände der Kalkbrennerei aus dem Gneisgestein des Deckengebirges in Trockenmauerung errichtet. Der Brennraum ist mit Schamottsteinen ausgesetzt. Ein weiterer, vierter Ofen in zylindrischer Form wurde nach dem Baumeister Hilke benannt und im Jahr 1873/74 für die Befeuerung mit Kohle gebaut.


Öfen aus dem 19. Jh. (1818, 1822, 1835, 1873/74)


19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Das Innere der Öfen besteht aus Feuerungsgängen, Luftzuführungsschächten und Kalkabzugsetagen, der Feuerungsgang in Ofen IV ist museal gestaltet. In den ehemaligen Waschräumen, der Wasch-, Schwarz- und der Weißkaue, sind teilweise die originalen Kleidespinde erhalten. Vorrangig werden die Kauen heute für Ausstellungen genutzt.


erste urkundliche Erwähnung des Kalkabbaus 1528, 1864 Schacht I geteucht, 1904 Schacht II in Betrieb genommen, fünf Brennöfen produzierten Branntkalk und Düngekalk, 1975 Einstellung der Branntkalkherstellung, Abbau kam zum Erliegen, Herstellung von Terrazzosplit, ab 1978 Einrichtung des Denkmals, Eröffnung 1986;
Einlagerung Dresdner Kunstschätze im 2. Weltkrieg (Februar 1945) im Kohlenbunker für Ofen IV.


Drehbedingungen vor Ort

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Ein detaillerter Lageplan des Geländes ist bei der Museumsleitung erhältlich. Das Areal umfasst verschiedene Bereiche der Produktionsablaufs sowie die alte Tagebruchsohle mit den Schächten. Zu den wichtigsten und interessantesten Gebäuden und Anlagen auf dem Denkmalareal gehören: drei Rumford-Öfen, ein Hilke-Ofen, die ehemaligen Kauen, ein Förderschacht, das ehemalige Holz- und Kohlelager sowie die einstige Kalkmühle. Auffällig ist das Brückensystem, über welche der Rohkalkstein per Wagen zu den Öfen geschoben wurde. Das Brückensystem mit sehr schmalen Stegen ist teilweise zugänglich. Neben den für die Kalkbrennerei genutzten Anlagen sind auch ein Wachhaus, Pferdeställe, das Wohnhaus des technischen Leiters und das Forsthaus erhalten.


zwei Museumsräume von 12 qm und 15 qm könnten geschlossen und als zusätzliche Räume zur Verfügung gestellt werden; nächste Übernachtungsmöglichkeit in Lengefeld (Hotel Waldesruh, 3 Sterne, insgesamt 22 Zimmer, Tel: +49 37367 3090, www.hotel-waldesruh-lengefeld.de)


Normal- und Kraftstromanschlüsse, Besuchertoiletten vorhanden, Wasseranschluss über Brunnen, Räume beheizbar


EG, in den Öfen 1. OG, 2. OG, 3. OG


unterschiedliche Deckenhöhen in den Öfen, teilweise Deckenhöhe sehr gering


im Außenbereich sehr gute Lichtverhältnisse, in den Ofen nur kleine Fenster, daher dunkel, künstliches Licht vorhanden


vor dem Museumsgelände befahrene Straße (B101), daher Verkehrsgeräusche im Außenbereich, innen relativ ruhig


am Ofen IV Be- und Entladeplatz, Lkw-geeignet, Besucher-Parkplatz mit ca. 20 Stellplätzen in 50 m Entfernung


Verkehrsanbindung

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Auto A4 - Abfahrt 75-Siebenlehn, weiter über Freiberg auf B101, oder aus Richtung Chemnitz B174 und B101
Bahn RB-Anschluss über Bhf. Waldkirchen (Erzgebirge), weiter mit öffentlichem Nahverkehr, nähere Informationen und Fahrpläne unter www.vms.de
Flugzeug Flughafen Dresden (www.dresden-airport.de) in etwa 85 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen weiterführende Informationen über die Museumsleitung; Archiv vorhanden, aber noch nicht vollständig ausgewertet; auch Dokumente über Einlagerung von Kunstschätzen im 2. Weltkrieg verfügbar, das Kalkwerk ist der besterforschte Zwischenlagerungsort in Mitteleuropa; Knappschaft Kalkwerk Lengefeld e.V. (www.knappen-lengefeld.de) eventuell für Komarserie offen