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Marktkirche Unser Lieben Frauen

  • Marktkirche Unser Lieben Frauen und Hausmannstürme

  • Kirchenschiff nach Osten

  • Kirchenschiff nach Osten

  • Blick nach Osten

  • Blick nach Nordost

  • Tür zur Nordseite

  • Detail, Nordseite

  • Detail, nach Nordwest

  • Kanzel und Orgel, nach Südwest

  • Detail, Kanzel

  • Kirchenschiff nach Westen

  • Kirchenschiff nach Westen

  • Marktkirche, Westen

  • Marktktirche, Westtürme, Südwest

  • Eingang, Westtürme, Westen

  • Marktkirche und Hausmannstürme, Blick nach Westen


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Marktkirche Unser Lieben Frauen
Sakralbauten » Kirchen
Bundesland
Landkreis
Sachsen-Anhalt
Halle (Saale), Stadt
Adresse Markt 12
06108 Halle (Saale)
Internet www.marktkirche-halle.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Sabine Kramer
Evangelische Marktkirchengemeinde Halle
Pfarrerin
An der Marienkirche 2
06108 Halle (Saale)
T: +49 (0) 345 5170894
F: +49 (0) 345 5170894
Ansprechpartner
vor Ort
Sabine Kramer
Evangelische Marktkirchengemeinde Halle
Pfarrerin
An der Marienkirche 2
06108 Halle (Saale)
T: +49 (0) 345 5170894
F: +49 (0) 345 5170894
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich sehr langfristige Anmeldung ist notwendig; Großveranstaltungen und Höhepunkte
→ in der Marktkirche
→ in der Stadt Halle (Saale)
Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache mit der Marktkirchengemeinde

Fünf Türme prägen seit dem späten Mittelalter die Altstadt von Halle (Saale). Die beiden Turmpaare der Marktkirche Unser Lieben Frauen und der frei stehende Rote Turm sind zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen der Stadt geworden. Ursprünglich standen auf dem Gelände der heutigen Marktkirche zwei kleinere Kirchen, St.Gertruden im Westen und St. Marien im Osten. Nach Ideen von Kardinal Albrecht von Brandenburg wurden von 1529 bis 1554 die beiden alten Kirchenschiffe abgerissen und ein vollständig neues Hallenlanghaus zwischen die alten Turmpaare eingfügt. Luther predigte dreimal in der Marktkirche, Georg Friedrich Händel wurde hier getauft und Johann Sebastian Bach weihte 1716 die grosse Orgel ein. Die Kirche feierte im Jahr 2004 ihr 450-jähriges Bestehen.


im Stadtzentrum von Halle (Saale)


evangelische Kirchengemeinde, Konzerte, Veranstaltungen


letzte Sanierung 2004 beendet


Die dreischiffige, chorlose gotische Marktkirche Unser Lieben Frauen zählt zu den bedeutendsten Bauten der Spätgotik in Mitteldeutschland. Sie präsentiert sich als überaus aufwendige Raumschöpfung, ist etwa 88 Meter lang und 24 Meter breit. Im Westen stehen die Blauen Türme aus dem 14. und 15. Jahrhundert, sie sind aus schlichten Bruchsteinblöcken gemauert und besitzen achteckige Aufsätze aus Backsteinen mit hohen spitzen Helmen, die in den Jahren 1507 bis 1513 aufgesetzt wurden. Auf die „Blauen Türme“ verteilt hängt ein vierstimmiges Geläut. Im Osten befinden sich die "Hausmannstürme", deren Hauptteil aus der Zeit um 1220 bis 1230 stammt und romanischen Ursprungs ist. Sie sind aus Haussteinen gemauert, darüber befinden sich achteckige verputzte Aufsätze mit Renaissancehauben, welsche Hauben, von 1551. In den beiden „Hausmannstürmen“ hängt jeweils eine Schlagglocke: die Sturmglocke und die Stundenglocke, sie sind außer Betrieb. Das westliche Turmpaar seht leicht schief, die Ursache ist eine tektonische Störung, die sogenannte Hallesche Marktplatzverwerfung, die den Marktplatz quert. Der Innenraum ist durch das auffallend breite Mittelschiff und die drei gleich hohen Schiffe geprägt, beeindruckend zeigt sich das flache tonnenartige Netz- und Sternengewölbe, dessen unterlegte Rippen aus den Pfeilern erwachsen. Zwischen den Strebpfeilern, die den Außenbau in enger Folge gliedern, befinden sich separat betretbare kleine Betstuben aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die sich zum Innenraum logenartig öffnen. Die von 1550 bis 1554 eingebauten Emporen prägen stark das Raumbild, Zeugnisse frühen protestantischen Kirchenbaus mit deutlich renaissancetypische Elementen. Die Marktkirche mit ihrer einheitlichen Durchgestaltung und dem Verzicht auf einen gesonderten Chorraum gilt als eine der vollendetsten Räume der deutschen Spätgotik.


Romanik
Gotik
Renaissance


11. Jahrhundert - 12. Jahrhundert, 13. Jahrhundert, 14. Jahrhundert, 15. Jahrhundert, 16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Zur Ausstattung der Marktkirche gehören hochrangige Werke vor allem des 15. und 16. Jahrhunderts. Der große hölzerne Altar aus dem Jahr 1529 wurde von Simon Frank, einem Schüler von Lucas Cranach dem Älteren geschaffen. Im Mittelbild ist Maria mit Kind auf einer Mondsichel abgebildet und vor ihr kniend, als Stifter, Albrecht von Brandenburg. Die kleine Reichel-Orgel auf der Ostempore über dem Altar stammt aus den Jahren 1663 bis 1664, sie ist eine der ältesten Orgeln Mitteldeutschlands. Das bronzene Taufbecken stammt vermutlich aus einer der Vorgängerkirchen. Laut Inschrift wurde es von Ludolf von Braunschweig und seinem Sohn Heinrich in Magdeburg im Jahr 1430 gegossen. Die prachtvolle Kanzel aus Sandstein entstand 1541 werkeinheitlich mit einem der Pfeiler und ist aus der Werkstatt von Nickel Hoffmann. In spätgotischen Formen gearbeitet zeigt sie aber schon typische Details der Renaissance. Der hölzerne Schalldeckel von 1596 ist eine beachtliche Leistung des Bildschnitzers Heinrich Heidenreitter und des Malers Heinrich Lichtenfelser. Leider nur zum Teil erhalten, gehört das zwischen 1561 und 1595 aus Eichenholz gearbeitete und mit Renaissance-Schnitzereien verzierte Gestühl ebenfalls zu den Kostbarkeiten der Marktkirche. Hinter dem Altar befindet sich das Brautgestühl von 1595, mit kräftig geschnitzten Beschlagwerk und Kartuschen.


Ursprünglich standen auf dem Gelände der heutigen Marktkirche zwei kleinere Kirchen, St.Gertruden im Westen und St. Marien im Osten. St. Gertruden bestand schon im 11. Jahrhundert, St. Marien wurde im 12. Jahrhundert im Zuge der Stadterweiterung gebaut. Anfang des 16. Jahrhunderts wurden beide Kirchen durch einen Neubau ersetzt. Nach Ideen von Kardinal Albrecht von Brandenburg wurden von 1529 bis 1554 die beiden alten Kirchenschiffe abgerissen und ein vollständig neues Hallenlanghaus zwischen die alten Turmpaare eingfügt sowie die Türme der Marienkirche erhöht. Entwurf und Pläne für den dreischiffigen Hallenbau stammen vom halleschen Baumeister Caspar Kraft. Von der Beendigung des Kirchbaus durch Nickel Hofmann zeugt noch heute eine Inschrift an der südlichen Empore. Luther predigte dreimal in der Marktkirche, Georg Friedrich Händel wurde hier getauft und Johann Sebastian Bach weihte 1716 die grosse Orgel ein. Von 1746 bis 1764 arbeitete Wilhelm Friedemann Bach als Organist in der Marktkirche. Zu den Schätzen der Marktkirche gehören der Flügelaltar aus der Cranach-Schule, die Totenmaske Martin Luthers, eine aus einer der Vorgängerkirchen stammende Bronzetaufe und die wertvolle, im Jahre 1552 gegründete Marienbibliothek mit ihren reichlich 30.000 Bänden, vorwiegend aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.


Drehbedingungen vor Ort

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Grundrisse sind vorhanden, sie können in Absprache mit Frau Kramer im Gemeindebüro eingesehen werden.


Es können nach Absprache max. bis zu zwei Räume im Gemeindebüro zur Verfügung gestellt werden, außerdem gibt es hier eine kleine Küche.


In der Kirche sind Stark- und Normalstrom vorhanden, im Gemeindehaus sind Wasseranschluss und sanitäre Anlagen vorhanden.


Es ist grundsätzlich Zusatzlicht erforderlich, das Tageslicht kann aber ungehindert durch die großen Kirchenfenster einfallen.


Durch die Zentrumslage sind auch in der Kirche alle städtischen Geräusche deutlich zu hören: Straßenbahn, Markttreiben, Konzerte, Veranstaltungen etc., auch Abends und Nachts.


Die Marktgemeinde hat keine eigenen Parkflächen. Um an den Außenbereich der Kirche zum Entladen heranfahren zu dürfen, muss das Ordnungsamt der Stadt Halle angefragt werden. Ansprechpartner für Straßensperrungen, Parkplätze usw:
Stadt Halle (Saale)
Fachbereich Sicherheit, Team Verkehrsorganisation
Andreas Donath
Am Stadion 5
06122 Halle
Tel.: +49 345 2211247
Fax: +49 345 2211250
E-Mail: andreas.donath@halle.de
www.halle.de/de/Verwaltung/Online-Angebote/Telefonbuch/Dienststellen/?recID=1558


Verkehrsanbindung

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Auto A9 Abf. Halle,
A14 Abf. Halle
A38 Abf. Dreieck Halle-Süd
Bahn Hbf. Halle mit ICE-Anschluss
Flugzeug Leipzig-Halle (www.leipzig-halle-airport.de)

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Anfragen zur Kirche werden gern von Frau Kramer an kompetente Ansprechpartner weitergeleitet;
es bestehen Kontakte zur Evangelische Hochschule für Kirchenmusik in Halle

Marktkirche Unser Lieben Frauen in Wikipedia

Zusätzliche Informationen zur Unterstützung der Produktionsvorbereitung finden Sie im Handout "Halle (Saale)" .
Erfahrung mit Dreharbeiten Konzert- und Gottesdienstmittschnitte,
"Zorn – Tod und Regen", filmkombinat Nordost GmbH & Co. KG, 2013
"Polizeiruf 110", 2008
Theater der Welt, 2008
"Geschichte Mitteldeutschlands - Georg Friedrich Händel", Ottonia Media GmbH, 2007