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Alter Johannisfriedhof Leipzig

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  • Alter Johannisfriedhof Leipzig, Grabmale

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Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Alter Johannisfriedhof Leipzig
Sakralbauten » Friedhofsanlagen
Stadtmotive » Grünanlagen » Parks
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Leipzig, Stadt
Adresse Johannisplatz
04103 Leipzig
Internet www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/parks-waelder-und-friedhoefe/parks-und-gruenanlagen/alter-johannisfriedhof
Ansprechpartner Drehgenehmigung Jens Ulrich
Stadt Leipzig | Amt für Stadtgrün und Gewässer | Verwaltung
Sachgebietsleiter Innerer Dienst/Genehmigungen
Prager Straße 118-136, Haus A
04317 Leipzig
T: +49 (0) 341 1235958
F: +49 (0) 341 1236090
Ansprechpartner
vor Ort
Jens Ulrich
Stadt Leipzig | Amt für Stadtgrün und Gewässer | Verwaltung
Sachgebietsleiter Innerer Dienst/Genehmigungen
Prager Straße 118-136, Haus A
04317 Leipzig
T: +49 (0) 341 1235958
F: +49 (0) 341 1236090
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Der Johannisfriedhof ist die älteste erhaltene Friedhofsanlage der Stadt Leipzig. 1278 von einer Gesellschaft für Leprakranke eingerichtet, diente er ab dem 16. Jahrhundert als alleiniger Begräbnisplatz der Stadt. Nach der Schließung im Jahre 1883 erfolgte zunächst die Umgestaltung zu einer Parkanlage, später wurde auf einem Teil des Friedhofs das Neue Grassimuseum errichtet. Bis in die 1980er Jahre war der Alte Johannisfriedhof dem Verfall preisgegeben. Nach der Inventarisierung der über 300 erhaltenen Grabsteine wurden 1995 drei Abteilungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Den abgeschiedenen, durch hohe Mauern von den umliegenden Straßen abgegrenzten ehemaligen Parkfriedhof prägen sein Baumbestand und großzügige Rasenflächen. Verwilderte Grabstellen, kunsthistorisch wertvolle, efeubewachsene Grabmale und ein verzweigtes Wegenetz schaffen eine romantisch-verwunschene Atmosphäre.


im östlichen Stadtzentrum, am Rande des Graphischen Viertels


Friedhofs- und öffentliche Parkanlage


gärtnerisch gepflegt


Zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Grabmale vom Barock bis zum Historismus erhalten, z. B. Baumgärtnerische Gruft als einzige erhaltene Grabkapelle, um 1726 von Christian Döring errichtet; Einzelgrabstein von Adam Friedrich Oeser als verschleierte Frau auf einem Säulenstumpf; barocke Wandgrabstelle mit Engeln und Blattwerk für Carl Sörnitz. Viele Einzelgrabsteine des Neuen Johannisfriedhofs (heute Friedenspark) in der Südostecke des Alten Johannisfriedhofs am Eingang Prager Straße aufgestellt, so Bronzerelief der Psyche von Joseph Kaffsack; Reliefs mit mehrfigurigen Trauerszenen von Adolf Lehnert; Statue in fließendem Gewand, 1908 von Josph Mágr geschaffen u.v.a.m.


Historismus
Klassizismus
Barock


1278 erste Begräbnisstätte


18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


1278 erwirbt Gesellschaft für Leprakranke das Gebiet vor dem Grimmaischen Tor zu Leipzig, um Hospital, Kapelle und Friedhof zu errichten. 1476 Vergrößerung des Friedhofsgeländes und Bestattung von Leipzigern ohne volles Bürgerrecht. Ab 1536 von Herzog Georg zum einzigen Stadtfriedhof erklärt, da andere Begräbnisstätten wegen mangelnder Hygiene oder Pestvorfällen geschlossen wurden. Erweiterung des Friedhofs nach Osten in den Jahren 1518, 1616 und 1638. 1680 Anlage des dritten Gottesacker, dem heute erhaltenen Teil. 1813 erhebliche Verwüstungen durch französische Besatzungstruppen. Zwischen 1484 und 1834 insgesamt 257.275 Beerdigungen auf dem Alten Johannisfriedhof. Die letzte Bestattung fand am 24. Dezember 1883 statt, Umgestaltung der ersten und zweiten Abteilung zum Park. Mit dem Bau der neobarocken Johanniskirche erfolgt die Umbettung J.S. Bachs und C.F. Gellerts. 1925-29 Bau des Grassimuseums auf dem Gelände des Johannisfriedhofs, Instandsetzung der erhaltenen dritten Abteilung in den 1930er Jahren. Erneute Instandsetzung ab 1980, endgültige Übergabe als öffentliche Parkanlage im Jahr 1995.


Drehbedingungen vor Ort

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genauer Lage- und Wegführungsplan beim Amt für Stadtgrün und Gewässer (Kontakt s. o.) zu erfragen


keine vorhanden, ggf. beim angrenzenden Grassimuseum anfragen


Medienanschlüsse ggf. beim angrenzenden Grassimuseum anfragen


ebenerdig


keine Treppenanlagen oder Höhenunterschiede auf dem Gelände vorhanden


Friedhofsgelände mit Baumbestand, teilweise Beeinträchtigungen im Lichteinfall, sonst sehr gute Lichtverhältnisse


Lage zwischen zwei Straßen, Friedhofsareal zur Prager Straße hin relativ laut, Auto- und Straßenbahnverkehr, am Täubchenweg kaum Beeinträchtigungen, sehr ruhig


im Täubchenweg stehen einige Parkflächen sowie eine Anlieferungszone für Material und Technik zur Verfügung, kostenpflichtige Parkhäuser und Tiefgaragen am benachbarten Augustusplatz oder in der Goldschmidtstraße


Verkehrsanbindung

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Auto A14 - Abfahrt 23-Leipzig-Mitte oder 26-Leipzig-Ost in etwa 10 km Entfernung
Bahn ICE-/IC-Anbindung über Leipzig Hbf. in etwa 2 km Entfernung,
weiter mit öffentlichem Nahverkehr www.lvb.de
Flugzeug Flughafen Leipzig-Halle in etwa 21 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Dokumente zum Alten Johannisfriedhof können im Amt für Stadtgrün und Gewässer (Kontakt s. o.) oder im Stadtarchiv Leipzig eingesehen werden.