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Schloss Tannenfeld

  • Südseite

  • Nordseite

  • Eingang

  • Bibliothek

  • Detail Clubraum

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  • Saal

  • Krankenzimmer

  • Krankenzimmer

  • Krankenzimmer

  • Krankenzimmer

  • Krankenzimmer

  • Balkonzimmer Südseite

  • Ausblick Nord

  • Ausblick Süd

  • Kaminzimmer


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Schloss Tannenfeld
Herrschaftsbauten » Schlösser
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Altenburger Land
Adresse Tannenfeld 1
04626 Löbichau
Ansprechpartner Drehgenehmigung Jana Fuchs
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienstleiterin Öffentlichkeitsarbeit
Lindenaustraße 9
04600 Altenburg
T: +49 (0) 3447 586270
F: +49 (0) 3447 586277
Ansprechpartner
vor Ort
Waldemar Beutler
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Hochbau und Liegenschaften
Lindenaustraße 9
04600 Altenburg
T: +49 (0) 3447 586955
M: +49 (0) 172 7960725
F: +49 (0) 3447 586956
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Tannenfeld liegt, umgeben von Wald und Wiesen, im Osten Thüringens zwischen Gera und Altenburg. Herzstück der weitläufigen, idyllischen Anlage ist das Schloß. Herzogin Anna Dorothea von Kurland lies es um 1800 für ihren Geliebten Graf Alexander Batowski errichten. Hier verbrachte sie die Sommermonate und begrüßte Dichter, Philosophen, Verwandten und Freunden. Bald wurde Löbichau als Musenhof der Herzogin von Kurland bezeichnet.
Im frühen 20. Jhd. richtete Dr. Arthur Tecklenburg eine private Heil- und Pflegeanstalt für Gemüts- und Nervenkranke in Tannenfeld ein. Viele der exklusiven Krankenzimmer sind im Originalzustand erhalten, ebenso historische Räume, in denen das gesellschaftliche Leben stattfand. Heute steht das Schloß leer und ist zum Verkauf ausgeschrieben.


im Osten Thüringens, mit guter Anbindung an die A4;
Gelände bildet eigenständigen Komplex


Leerstand seit 2004


Erneuerung Dach 1993, neue Kesselanlage 2002, Raumheizung, Elektroinstallation, Fußböden, Fenster & KG sanierungsbedürftig, keine Vandalismusschäden
Denkmalschutz


1795 erbaut, langer, rechteckiger Baukörper mit seitlichen Risaliten, auf der Südseite zusätzlich Mittelrisalit, Walm- & Mansardendächer, 1899 bauliche Eingriffe, 1911 nach Westen um zwei Fensterachsen & Seitenrisalit erweitert, Wechsel von Rechteck- und Rundbogenfenstern, hellgelber Putz, weiß abgesetzte klassizistische Schmuck- und Gliederungselemente
Südseite: hervortretender Mittelrisalit mit zentralem Rundbogeneingang im Sockelgeschoß, OG mit Loggia und ionischen Säulen, Seitenrisalite mit halbplastischen Säulen, geschweiften Giebeln und je einer Fensterachse
Nordseite: der Südseite ähnliche Risalite mit Segmentbogengiebeln, Zwischenstück im OG zurückgesetzt, Eingangsportikus im Ostrisalit


Klassizismus
Historismus
Neobarock
Jahrhundertwende
Jugendstil


1790-1800 und 1900-1911


18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


verschiedene Ausprägungen des Jugendstils, Festsaal mit Theaterbühne, z.T. Parkett und Kassettendecken, Bibliothek mit aufwendigen Vertäfelungen und eingelassenen Regalen, Clubraum mit marmornen, goldverzierten Fontäne, im OG verschiedene Krankenzimmer mit historische Ausstattung erhalten


1794 erwarb Johann Friedrich von Medem für seine Schwester Herzogin Anna Dorothea von Kurland das Rittergut Löbichau mit dem Besitz Tannenfeld. Zu dem Kavaliershaus (heute Haus Tannegg, siehe auch Eintrag Location Guide Schloßanlage Tannenfeld) veranlasste die Herzogin den Bau des Schlosses für ihren Geliebten, den Grafen Alexander Batowski.
In den folgenden Jahrzehnten herrschte in Tannenfeld und Löbichau ein reges kulturelles Leben. Die Herzogin hatte Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen und so gewann ihr Salon, der "Löbichauer Musenhof", schnell an Renommee. Jean Paul, Theodor Körner, Johann Wolfgang von Goethe und andere Größen ihrer Zeit trafen sich hier zu vielfältigen kulturellen Ereignissen und gesellschaftlichen Anlässen.
1821 verstarb Anna Dorothea von Kurland. In den folgenden Jahrzehnten wechselte der Besitzer mehrmals. 1899 schließlich erwarb Dr. Arthur Tecklenburg die Anlage um eine private Heil- und Pflegeanstalt für Gemüts- und Nervenkranke einzurichten. Im Zuge dessen lies er bis 1911 die Häuser Planegg, Waldegg, Talegg, Brunnegg, sowie Wasserturm und Wirtschaftsgebäude errichten. Auch das Schlößchen wurde erweitert und an seiner Südseite ein französischer Garten angelegt.
1912 und 1919 war Hans Fallada Patient in Tannenfeld. Er schrieb das Gedicht "Tannenfeld“:

Vielleicht ist Park hier nichts so sehr wie Leid,
Vielleicht ist Baum ein hingeschluchztes Wort,
und jedes Blatt ist einer Schwermut Kleid,
Darinnen Lust wie Leid erstickt verdorrt.

Nach dem 2. Weltkrieg ging das Anwesen an die Sozialversicherungsanstalt Thüringen und wurde ab den 50er Jahren als Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie betrieben.
Von 1991 bis 2004 fand des Altersheim Löbichau hier eine Außenstelle. Seitdem steht das Gelände zum überwiegenden Teil leer.


Drehbedingungen vor Ort

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Die gesamte Anlage umfasst ca. 150 000 m². Ein Exposé mit Lageplan, Grundriß des Schlosses und weiteren Infos unter www.altenburgerland.de/fm/41/Expose%20Tannenfeld%20Januar%202013.pdf


ausreichend vorhanden


Strom, Wasser und Telefon nur in den bewohnten Teilen des Wirtschaftshofes


dreietagig


keine


Kunstlicht erforderlich; außen z.T. Baumbestand, Alleinlage


z.T. Beeinträchtigung durch verkehrsbedingte Geräusche (A4)


Mit Genehmigung des Landratsamts ist das Parken auf dem Gelände bzw. an den Gebäuden möglich.


Verkehrsanbindung

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Auto A4 Ausfahrt Ronneburg / Altenburg, weiter B 7 Richtung Altenburg, nach 2km rechts abbiegen (Ausschilderung folgen)
Bahn Regionalbahn bis Ronneburg oder Nöbdenitz, weiter mit Bus 353 (Informationen zum Öffentlichen Personennahverkehr unter www.thuesac.de, THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH)
Flugzeug in ca. 20 km Entfernung der Flughafen Altenburg Nobitz (www.flughafen-altenburg.de); außerdem in ca. 40 km Entfernung Flughafen Halle/Leipzig GmbH (www.leipzig-halle-airport.de)

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Eine ausführliche Literaturliste zur Geschichte der Anlage als Musenhof und Sanatorium findet sich unter www.burg-posterstein.de I Forschung I Bibliothek
Erfahrung mit Dreharbeiten 2017 Endzeit (Kinderfilm GmbH/Grown Up Films), 2014 Käthe Kruse (Rich and Famous Overnight Film GmbH & Co. KG), 2011 Das Mädchen und der Tod (ma.ja.de fiction GmbH), 2010 Konterrevolution und Machtergreifung (Tellux-Film GmbH)