Fünf MDM-geförderte Filme im Programm der Berlinale
Heute Abend starten die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Im Programm der diesjährigen Ausgabe feiern fünf Produktionen ihre Weltpremiere, die mit Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) entstanden sind.
Im Wettbewerb gehen das Drama „Rose” von Markus Schleinzer, Eva Trobischs Familiendrama „Etwas ganz Besonderes” sowie das Drama „Meine Frau weint” von Angela Schanelec ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Ebenfalls ihre Uraufführung erleben die belgisch-deutsch-niederländische Produktion „Tegenwoordig heet iedereen Sorry” („Everyone’s Sorry Nowadays“) von Frederike Migom (Generation Kplus) sowie Marie Wilkes Dokumentarfilm „Szenario”(Forum).
MDM-Geschäftsführer André Naumann: „#madeinMitteldeutschland auf der Berlinale: Fünf von der MDM unterstützte Produktionen feiern in diesem Jahr ihre Weltpremiere im Programm des wichtigsten deutschen Filmfestivals, davon drei im Wettbewerb. Besonders freut mich, dass vier dieser Filme unter Beteiligung mitteldeutscher Produktionsfirmen entstanden sind. Das ist ein starkes Signal für die kreative Kraft der Region und unterstreicht die Qualität des mitteldeutschen Filmschaffens. Mit der Finanzierung wichtiger Branchen- und Vernetzungsangebote gelingt es uns darüber hinaus den Medienstandort Mitteldeutschland nachhaltig zu stärken und national wie international ins Rampenlicht zu rücken. Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Berlinale!”
Bereits seit 2004 und auch in diesem Jahr ist die MDM Hauptpartner des Berlinale Co-Production Market. In dessen Rahmen haben internationale Produzentinnen und Produzenten die Möglichkeit, ihre neuen Filmprojekte zu präsentieren und mit potenziellen Koproduzenten und Finanziers vernetzt zu werden.
Durch eine Kooperation zwischen dem Berlinale Co-Production Market und der MDM-Gründerinitiative MEDIAstart haben sechs aufstrebende mitteldeutsche Produktionsfirmen zudem die Chance, am Visitors-Programm teilzunehmen. Dieses Jahr dabei sind Wax Studios UG, Rebelle Film GmbH, Paper Plane Animation GbR, Interactive Bread GmbH, Directframe Lab UG und Velvet Hammer Films GmbH. Das Programm richtet sich an Nachwuchs-Produzent*innen, die bislang über keine Koproduktionserfahrung verfügen, sich aber ein internationales Netzwerk aufbauen möchten. Die PARA Film GbR war im letzten Jahr im MEDIAstart-Programm und Teil des Visitor-Programms. Dieses Jahr feiern sie mit ihrem koproduzierten dokumentarischen Kurzfilm „Warnungen an die ferne Zukunft“ Weltpremiere in der Sektion Forum Expanded.
Vom 12. bis 14. Februar feiern die EFM Animation Days im Rahmen des European Film Market ihre Premiere. Die MDM unterstützt als Hauptpartner die neue Branchenplattform speziell für Animation. Unter dem Titel „Spotlight On: German Animation” werden unter anderem die MDM-geförderten Projekte: „Onno und Ontje” (Blaue Pampelmuse, Leipzig), „Deine Flecken” (Balance Film, Dresden), „In their own Flesh” (Paper Plane Animation, Weimar) sowie „Alma und die Wilde Jagd” (arx anima MD, Leipzig) vorgestellt. Unter dem Programmpunkt „German Animation Studios in the Spotlight: Pitching Excellence” präsentieren sich mit bigchild Entertainment und Traumhaus Studios aus Erfurt, POM POM Animation aus Halle/Saale sowie Blaue Pampelmuse aus Leipzig einige Vertreterinnen der vielfältigen mitteldeutschen Animationsszene.
Drei weitere von der MDM geförderte Projekte finden sich auch in der „Immersive Zone”, wo im Rahmen von EFM Beyond kuratierte XR-Projekte präsentiert werden: „The Sad Story of the Little Mouse Who Wanted to Become Somebody” von Floriane Cortes & Nicolas Bourniquel, „Egon Schiele – Eine persönliche Begegnung” von Gerda Leopold und „Wallace & Gromit – Jamtastic!” als Teil des Games „Wallace & Gromit in The Grand Getaway” von Finbar Hawkins & Bram Ttwheam.
Zahlreiche mitteldeutsche Nachwuchskreative können darüber hinaus beim ENCOURAGE Film Talents Get Together anwesend sein, einem Networking-Event für Filmtalente aus dem DACH-Raum, das von der MDM unterstützt wird.
Die MDM wird außerdem wieder als Teil des Focus Germany-Verbundes auf dem European Film Market (EFM) im Gropius Bau (Stand 18) vertreten sein.
Die 76. Berlinale findet vom 12. bis 22. Februar 2026 statt.
Geförderte Produktionen im Überblick:
WETTBEWERB
„Rose”
Regie: Markus Schleinzer
Produktion: Schubert, ROW Pictures und Walker+Worm Film in Koproduktion mit ORF und ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE
mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese und Augustino Renken
Dreharbeiten in Glasebachtal im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt)
Inhalt: Im 17. Jahrhundert taucht in einem abgelegenen protestantischen Dorf in deutschen Landen ein mysteriöser Soldat auf. Der kleine, ruhige Fremde, dessen Gesicht von einer Narbe entstellt ist, gibt sich als Erbe eines verlassenen Gehöfts aus. Um seinen Anspruch zu untermauern, legt er den misstrauischen Dorfbewohnern ein Dokument vor. Mit der Zeit geben sie ihre Zweifel auf. Er erweist sich als fleißiger und gottesfürchtiger Mann und wird Teil der Gemeinschaft, wenngleich sein Wunsch nach Zugehörigkeit auf einer unhaltbaren Lüge fußt. Die wahre und verworrene Geschichte einer Land-und-Leute-Betrügerin, die als Frau geboren wurde, sich wie ein Mann verhielt und ein ganzes Dorf täuschte.
Premiere: 15. Februar, 18:30 Uhr, Berlinale Palast
WETTBEWERB
„Etwas ganz Besonderes”
Regie: Eva Trobisch
Produktion: Trimafilm in Koproduktion mit Komplizen Film, if…productions, ZDF und ARTE
mit Frida Hornemann, Max Riemelt, Eva Löbau, Gina Henkel, Rahel Ohm, Thomas Schubert, Peter René Lüdecke
Dreharbeiten in Crimmitschau (Sachsen), Greiz und Umgebung sowie Suhl und Umgebung (Thüringen)
Inhalt: „Wer bist du und was macht dich aus?”, wird Lea vom Team einer Gesangs-Castingshow gefragt. Sie weiß es nicht. Und mit dieser Frage beginnt ihre Suche nach Identität innerhalb und außerhalb des Waldhotels, das ihre Familie in der thüringischen Provinz führt.
Premiere: 18. Februar, 18:15 Uhr, Berlinale Palast
WETTBEWERB
„Meine Frau weint”
Regie: Angela Schanelec
Produktion: Blue Monticola Film in Koproduktion mit SBS Productions, Maier Bros. und Unitbase
mit Vladimir Vulević und Agathe Bonitzer
Einsatz von Personal und Technik aus Mitteldeutschland beim Dreh
Inhalt: Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf einer Baustelle. Thomas, ein 40-jähriger Kranführer, erhält einen Anruf von seiner Frau, die ihn bittet, sie vom Krankenhaus abzuholen. Er trifft sie weinend an.
Premiere: 17. Februar, 21:45 Uhr, Berlinale Palast
GENERATION KPLUS
„Tegenwoordig heet iedereen Sorry”
Regie: Frederike Migom
Produktion: De Mensen in Koproduktion mit CALA Film Central, CALA Film West und Juliet at Pupkin
mit Lisa Vanhemelrijck, Laurence Roothooft und Sachli Gholamalizad
Tonpostproduktion in Sachsen-Anhalt
Inhalt: Als sich Bianca an einem heißen Sommertag von ihren Eltern übersehen fühlt, hilft ihr die unerwartete Begegnung mit ihrer Lieblingsschauspielerin Billie King, zu sich zu finden. Eine zarte, fantasievolle Geschichte über Träume und einen eigenen Platz im Leben.
Premiere: 14. Februar, 14:00 Uhr, HKW 1 - Miriam Makeba Auditorium
FORUM
„Szenario”
Regie: Marie Wilke
Produktion: Ma.ja.de. Filmproduktions GmbH in Koproduktion mit dem SWR, in Zusammenarbeit mit dem MDR
Dreharbeiten in Gardelegen (Sachsen-Anhalt)
Inhalt: Krieg wird in Europas größter militärischer Modellstadt Schöggersburg nicht nur geprobt, sondern auch vermittelt. Auf nüchtern-konzentrierte Weise zeigt der Film eine Bundeswehr zwischen historischer Aufarbeitung, Gegenwartsanpassung und Selbstdarstellung.
Premiere: 14. Februar, 20:00 Uhr, Cinema Paris
