Sechs MDM-geförderte Filme beim Filmfest München
Mit gleich zwei Weltpremieren sind MDM-geförderte Produktionen in der Reihe Spotlight vertreten. In Lars Jessens „Spaziergang nach Syrakus” spielt Charly Hübner den Rostocker Paul Gompitz, der 1982 beschließt, auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume nach Sizilien zu reisen. Als Paul klar wird, dass er sein Ziel auf legalem Wege nicht erreichen kann, beginnt er, seine Flucht zu planen. Das Drehbuch verfassten Heide und Rainer Schwochow nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius.
Ebenfalls Weltpremiere im Spotlight feiert „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir”: Amir ist Anfang 30 und wegen seiner Homosexualität aus dem Iran geflohen. Agnes ist 101, ein Berliner Original und immer noch zu jung fürs Altersheim (findet sie). Regie führt Helena Hufnagel, das Drehbuch stammt von Malte Welding nach einer Vorlage von Paul M. Feldmann.
Weltpremiere in der Sektion Neues Deutsches Kino wird die musikalische Komödie „Die miserable Mutter” feiern. Darin erzählt Regisseurin Susanne Heinrich („Das melancholische Mädchen”) mit viel Humor von einer Protagonistin, die mit ihrem unreifen Freund und dem gemeinsamen Nachwuchs zu Hause hockt und sich in ihrer Mutterrolle zunehmend wie im Gefängnis fühlt. Die Dreharbeiten für die Produktion von Reynard Films fanden vollständig in Leipzig statt.
Auch in der Sektion Neues Deutsches Fernsehen ist die MDM mit einer Weltpremiere vertreten: Esther Rauchs „Neues Land” erzählt eine Familiengeschichte vor der Kulisse des ostdeutschen Strukturwandels. Geologin Ina Sedlitz (Jördis Triebel) kehrt nach Jahren in ihr Heimatdorf zurück und stößt auf gefährliche geologische Instabilitäten und ein lange verdrängtes Familiengeheimnis. In weiteren Rollen: Jörg Schüttauf, Ronald Zehrfeld, Lucy Gartner. „Neues Land” ist eine Koproduktion der UFA Mitte und des ZDF.
In der Kinder- und Jugendsektion CineKindl hat „Das Geheimnis der gestohlenen Maske” von Nancy Mac Granaky-Quaye seine Deutschlandpremiere. Darin macht sich die elfjährige Johanna auf die Suche nach einer gestohlenen Ahnenmaske, die eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft ist. Auch Frederike Migoms Romanverfilmung „Heute heißen alle Sorry” über die fast 13-jährige Bianca, die in ihrer Familie um Anerkennung kämpft bis ihr Lieblingsstar plötzlich in ihrem Wohnzimmer auftaucht, wird im CineKindl-Programm gezeigt.
