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Klosterpark Altzella

  • Konversenhaus, EG, Lapidarium

    Konversenhaus, EG, Lapidarium

  • Konversenhaus, EG, Lapidarium

    Konversenhaus, EG, Lapidarium

  • Konversenhaus, OG, Bibliothekssaal

    Konversenhaus, OG, Bibliothekssaal

  • Konversenhaus, DG, 1. Boden

    Konversenhaus, DG, 1. Boden

  • Konversenhaus, Westseite

    Konversenhaus, Westseite

  • Vorhangbogenfenster im Konversenhaus, OG

    Vorhangbogenfenster im Konversenhaus, OG

  • Mausoleum und Stiftskirche, Ruinen der Westwand

    Mausoleum und Stiftskirche, Ruinen der Westwand

  • Gotische Betsäule und Ruinen der Abtei

    Gotische Betsäule und Ruinen der Abtei

  • Eingang zum Weinkeller

    Eingang zum Weinkeller

  • Weinkeller

    Weinkeller

  • Ruinen des Sommerrefektoriums

    Ruinen des Sommerrefektoriums

  • Ruinen des Schüttgebäudes

    Ruinen des Schüttgebäudes

  • Böttgerscheune

    Böttgerscheune

  • Romanisches Portal, Eingang Klostergelände

    Romanisches Portal, Eingang Klostergelände

  • Roßweiner Abthausportal, Schreiberei

    Roßweiner Abthausportal, Schreiberei

  • Gotisches Portal, Ostseite Konversenhaus

    Gotisches Portal, Ostseite Konversenhaus


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Klosterpark Altzella
Sakralbauten » Klöster
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Meißen
AdresseZellaer Straße 10
01683 Nossen
Internetwww.kloster-altzella.de
Ansprechpartner DrehgenehmigungIngrid Welzig
Schloss Nossen/Klosterpark Altzella
Leiterin
Am Schloss 3
01683 Nossen
T: +49 35242 50431
F: +49 35242 50433
nossen@schloesserland-sachsen.de
Ansprechpartner ObjektFranziska Kleeberg
Schloss Nossen/Klosterpark Altzella
Öffentlichkeitsarbeit
Am Schloss 3
01683 Nossen
T: +49 35242 50432
F: +49 35242 50433
franziska.kleeberg@schloesserland-sachsen.de
Ansprechpartner TechnikSilvio Fiebach
Schloss Nossen/Klosterpark Altzella
Am Schloss 3
01683 Nossen
T: +49 35242 50437
F: +49 35242 50433
silvio.fiebach@schloesserland-sachsen.de
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlichnach Absprache, Veranstaltungsplan beachten Einschränkung der Drehgenehmigung räumlichnach Absprache, sensible historische Bausubstanz, die unverändert bleiben muss

Kurzbeschreibung

Im Klosterpark Altzella sind die Ruinen des einstigen Zisterzienserklosters Altzella reizvoll in einen der ältesten Landschaftsparks romantischen Stils in Sachsen eingebunden. Das Kloster Altzella, 1162 vom Markgrafen Otto von Meißen als Grablegestätte der Wettiner gestiftet, war jahrhundertelang eines der reichsten und einflussreichsten Klöster der Grafschaft Meißen. Mit der Reformation wurde es säkularisiert und die Klostergebäude zum Abbruch freigegeben. Erst um 1800 wurde das Gelände wieder entdeckt und vom Kunstgärtner Johann Gottfried Hübler zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet, in dem die Ruinen des Klosters als effektvolle Kulisse wirken. Das Konversenhaus, die Ruinen des Sommerrefektoriums und der Stiftskirche sowie das Mausoleum gehören zu den wichtigsten Teilen der heutigen Parkanlage. Bedeutende Maler der deutschen Romantik wie Ludwig Richter und Caspar David Friedrich fanden im Klosterpark Altzella Motive für ihre Werke. Zahlreiche Räumlichkeiten und Nebenschauplätze bietet über die Jahrhunderte gewachsene Ensemble der Bauten im Wirtschaftsbereich des Klostergeländes.


Lage

ca. 40 km westlich von Dresden; ca. 3 km westlich der Stadt Nossen; Nossen liegt am Südrand des Mittelsächsischen Hügellands, im Vorerzgebirge, im Tal und an den Hängen der Freiberger Mulde; südwestlich liegt der Zellwald, eines der größten sächsischen Waldgebiete


Nutzung

öffentlich genutzter Landschaftspark; museale Nutzung im Konversenhaus (EG: Lapidarium, OG: Bibliothekssaal), Mausoleum und Schreiberei; kulturelle, religiöse und Bildungsveranstaltungen, private Feierlichkeiten, Trauungen; Wohnungen, Herberge, Außenstelle des Landgestüts Moritzburg (Deckstation) im Wirtschafts- bzw. Kammergutsbereich


Zustand

Gebäude (Konversenhaus, Schreiberei, Mausoleum) und Klosterpark saniert; sukzessive Restaurierungsmaßnahmen an Wirtschaftsgebäuden im Kammergutsbereich bis ca. 2014


Kunsthistorische Baubeschreibung

Konversenhaus: rechteckiger Bau um 1200, ca. 41 m lang und 12 m breit, mit schiefergedecktem Satteldach; im EG Vorraum (Ern) durch Tür mit ehem. Refektorium verbunden; EG spätromanisch in Backsteinarchitektur mit Rundbogenfenstern und zweischiff. Saal; Wendeltreppe ins OG; OG spätgotisch, hier Vorhangbogenfenster und profilierte Holzbalkendecke

Sommerrefektorium: erbaut ca. 1225-30; heute noch reich gegliederte Westwand in frühgotischen Formen des Speisesaals erhalten

Stiftskirche: von der ehem., um 1200 erbauten Kirche nur noch zwei Ruinenteile der Westfront aus Back- und Sandstein erhalten; Grundriss durch Grabungen rekonstruiert, Schieferplatten markieren die einstige Dimension der Kirche

Mausoleum: 1787-1804 über dem Sanktuarium der Kirche im klassizistischen Stil von Christian Adolph Franck errichtet; einschiffiger Bau mit tempelartiger Front inkl. Dreieckgiebel und Gliederung durch Pilaster

Gotische Betsäule: heute auf einem Hügel im Park aufgestellt; fünfeckiger, mehrgeschoss. architekton. Aufbau; war ursprüngl. farbig (Heiligendarstellungen) und stand vor dem Romanischen Portal

Abtei: in Nähe des Mühlgrabens; Ruinen des Fürstenzimmers, zwei Kellergewölbe aus Bruchstein, Umfassungsmauern der Abtskapelle in geringer Höhe und Unterbau des Altars erhalten

Schüttgebäude: Umfassungsmauern des Backsteinbaus mit schlitzartigen Fensteröffnungen erhalten

Konventbau: Teile des Ostflügels noch in Ruinen zu besichtigen - Reste des Kapitelsaals und einer kleinen gotischen Kapelle, Reste der Umfassungsmauern und zwei Porphyrsäulen (je eine im Lapidarium und im Park); vom Nordflügel kreuzgratgewölbte Kellerräume und die Heizanlage ausgegraben; Portal des Konventgebäudes heute am Haupteingang der Stadtkirche Nossen angebracht

Schreiberei: von Dachreiter gekrönter nachreformatorischer Putzbau aus dem 16. u. 19. Jh.

Klostermauer: 1325 m lange, 1,50 m bis 2 m starke und an einigen Stellen bis zu 5 m hohe Bruchsteinmauer


Epoche

Romanik
Gotik
Klassizismus


Entstehungszeit

Kloster ab 12. Jh.; Landschaftspark ab 18./19. Jh.


Innenarchitektur/Inneneinrichtung

in den wenigen erhaltenen Gebäuden spärliche Inneneinrichtung;

Mausoleum: flache Stuckdecke, Wandpilaster, Monument (Marmortumba), Kuppelraum mit mittelalterlichen Grabplatten der Wettiner

Konversenhaus: im EG ehem. Refektorium genutzt als Lapidarium mit zahlreichen Architekturteilen der Klosterbauten; im OG ehemaliger Bibliothekssaal für Veranstaltungen ausgestattet, Bestuhlung

Schreiberei: Servicebereich, Cafeteria und Tagungsraum untergebracht


Historische Bedeutung/Nutzung

1162 von Markgraf Otto von Meißen mit Erlaubnis von Friedrich I. (Barbarossa) als erstes Zisterzienserkloster in der Markgrafschaft Meißen gegründet und im Zeitraum 1190-1381 als Erbbegräbnisstätte der Wettiner genutzt; der Zisterzienserorden übernahm den Aufbau des Klosters, Entwicklung zum bedeutendsten Kloster der Region, in der Blütezeit ab 14. Jh. lebten etwa 250 Mönche in Altzella; 1506 ließ Abt Martin Lochau den ehem. romanischen Schlafsaal der Laienbrüder im OG des Konversenhauses spätgotisch umbauen und eine bedeutende wissenschaftl. Bibliothek einrichten;

mit Auflösung/Säkularisierung des Klosters anläßlich der Reformation 1540 ging der Besitz an die sächs. Landesherren: Inventarien und Ländereien wurden vergeben, die Bibliothek ging an die Universität Leipzig, die Klausurgebäude dienten zur Baustoffgewinnung für das Schloss Nossen und die Nossener Stadtkirche, der Wirtschaftsteil wurde Kammergut; etwa ab 1700 wird das ehemalige Konversenhaus als Kuhstall und Getreidespeicher genutzt;

nach Grabungen nach den Gebeinen Wettinischer Vorfahren im Jahr 1676 wurde der Bau einer Begräbniskapelle begonnen, der Bau blieb unvollendet; die Begräbniskapelle wurde 1787-1804 als Mausoleum des Fürstenhauses Wettin im klassizistischen Stil umgebaut; 1798-1810 Gestaltung eines der ersten Landschaftsparks romantischen Stils in Sachsen unter Einbeziehung der Klosterruinen, seitdem der Öffentlichkeit zugänglich;

1945-90 Volkseigenes Gut; 1953-62 Auslagerung der landwirtschaftlichen Nutzung aus dem Konversenhaus und Sanierung, bauarchäologische Grabungen im Bereich der Klausur, Markierung des Grundrisses der Stiftskirche; ab 1962 Nutzung des Refektoriums im Konversenhaus für museale Zwecke (Lapidarium);

ab 1990 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen; besonders am und im Konversenhaus: Restaurierung des romanischen Refektoriums und des spätgotischen Bibliothekssaals; ab 1994 Liegenschaft des Freistaates Sachsen; seit 2005 Baumaßnahmen an den Gebäuden des Kammergutsbereiches


Drehbedingungen vor Ort

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Verkehrsanbindung

Einklappen
AutoA4 - Abfahrt 75-Siebenlehn in etwa 4 km Entfernung;
A14 - Abfahrt 36-Nossen-Nord in etwa 4 km Entfernung;
gute Ausschilderung des Klosterparks
BahnRB- und S-Bahn-Anschluss über Bahnhof Nossen in etwa 2 km Entfernung
FlugzeugFlughafen Dresden (www.dresden-airport.de) in etwa 42 km Entfernung

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Zusatzinformationen

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