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Ehemalige Seidenweberei Schulenburg & Bessler Gera

  • Überbau Schoder

  • Außenansicht

  • Blick durch Torbogen

  • Ehemalige Werkhalle

  • Clubsessel

  • Kultursaal

  • Küche

  • Hof

  • 2. OG

  • 1. OG

  • Blick vom Dach


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Ehemalige Seidenweberei Schulenburg & Bessler Gera
Bauten für Industrie und Handel » Industrie » Industriebrachen
Stadtmotive » Hallen » Veranstaltungshallen
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Gera, Stadt
Adresse Lange Straße 71
07551 Gera
Internet www.thotex.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Volker Thorey
Thorey Gera Textilveredlung GmbH
Geschäftsleitung
Lange Straße 71
07551 Gera
T: +49 (0) 365 735240
F: +49 (0) 365 735255
Ansprechpartner
vor Ort
Roland Wolter
Thorey Gera Textilveredlung GmbH
Technischer Leiter
Lange Straße 71
07551 Gera
T: +49 (0) 365 735294
F: +49 (0) 365 735255
Ansprechpartner Technik Roland Wolter
Thorey Gera Textilveredlung GmbH
Technischer Leiter
Lange Straße 71
07551 Gera
T: +49 (0) 365 735294
F: +49 (0) 365 735255

Der Industrielle Paul Schulenburg hat Gera ein einmaliges Erbe hinterlassen. 1913 konnte er Henry van de Velde dafür gewinnen sein Wohnhaus inklusive der Möbel, der Türbeschläge, der Fenstergriffe und der Wandverkleidungen zu entwerfen. Für den Umbau der Fabriken seines florierenden Unternehmens wählte er 1925 den van de Velde Schüler Thilo Schoder. Schoder bedient sich bei der Gestaltung des funktionalen Baus der Formensprache des Bauhauses und entwickelte aus ihr seinen bewegten Stil. Heute sitzen auf dem Gelände die Thorey Gera Textilveredelung GmbH und die Getzner Textil Weberei GmbH, die jedoch nicht alle Gebäudeteile nutzen. Ein großer Teil des Ostflügels steht leer.


im Geraer Süden, Ortsteil Zwötzen


Auf dem Gelände hat neben der Thorey Gera Textilveredelung GmbH die Getzner Textil Weberei GmbH ihren Sitz.


Unterschiedlich. Die leerstehenden Hallen haben z.T. Wasserschäden, inzwischen auch der Kultursaal. Dessen Boden hat sich durch die Feuchtigkeit gehoben. Die Fenster sind erhalten, aber renovierungsbedürftig.


Die ältesten Betriebsteile entstanden 1905-1910 als großzügige rote Backsteinbauten mit hohem architektonischem Aufwand durch Friedrich Glass, Oskar Möckel, Karl Nitsche und Franz Schnelle. Das zweigeschossige Maschinenhaus an der Langen Straße und ein viergeschossiger Fabrikbau im Werksgelände verfügen über eine flache, regelmäßige Fassadenstruktur mit feingliedriger Ausformung der Architekturelemente durch ornamentalen Ziegelversatz. Die Fensterachsen sind stufenweise eingetieft, am Maschinenhaus mit unterschiedlicher Durchfensterung, am anderen Gebäude mit großflächiger Verglasung. Die Geschosse sind durch Ornamentflächen voneinander abgesetzt. Das Dachgesims ist hoch und mehrfach gestuft mit einer Attika. Das Dach ist flach. An der Hauptfassade des Fabrikhauses springen Eckrisalite mit Treppenaufgängen, die an zwei Seiten geschlossen und durch breite, konzentrische Blendbögen gegliedert sind, weit vor.
An der Ostseite der Werkstraße, zwischen Maschinenhaus und Fabrikbau, ein aus dem 19. Jh. stammendes, verputztes Verwaltungsgebäude, das 1922 von Kurt Jahn im neuklassizistischen Stil überformt wurde.
Das gegenüberliegende, ehemals zweigeschossige rote Backsteingebäude wurde 1925/26 von Thilo Schoder mit dem gleichen Material umgebaut. Er hat dem älteren Kern Pfeiler von rhythmisch wechselnder Stärke vorgelegt und zwei niedrige Geschosse mit umlaufenden Fensterbändern aufgesetzt. Der Gegensatz von dem vertikalen Tragesystem und den auflastenden Geschossen wird kraftvoll betont. Der Treppengang ist in der Mitte des Gebäudes platziert. Er wird durch zwei schmale parallele Fensterachsen mit weit vortretenden Betongesimsen erhellt. Hinter dem Hauptgebäude und an der Langen Straße sind weitläufige Sheddachhallen. Letztere 1927/28 ebenfalls von Schoder gebaut. Der gesamte Werkkomplex ist ein Denkmal der Industriearchitektur von großem Rang.


Klassische Moderne


1905-1928


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Der Boden hebt sich stellenweise durch Wasserschäden. Die Essensausgabe ist mit Kunststofffließen verkleidet.


Die Firma Schulenburg & Bessler wurde 1897 gegründet. 1905 übernahm sie die Weberei Meinhard & Bierling, Zwötzen. Die Firma expandierte und lies die Bauten in der Langen Straße errichten. In den späten 1920er Jahren wurde die Seidenweberei aufgenommen. In ihrer Blütezeit exportierte die Firma in 50 Staaten. Sie legte auch ein umfangreiches soziales Engagement an den Tag (Belegschaftsvertretung, Werksküche, Ferienkolonien im Thüringer Wald und an der Ostsee, Betriebsrente u.a.). 1929 setzte ein ökonomischer Niedergang ein, von dem sich die Seidenweberei lange Zeit nicht erholte. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte die Enteignung durch die Sowjetische Militär-Administration (1947) und der VEB Geraer Woll- und Seidenweberei (GeWoSei) wurde gegründet. Nach der politischen Wende ging der Betrieb in die Treuhand über und wurde 1993 privatisiert.

Das ehemalige Wohnhaus Paul Schulenburg, entworfen von Henry van de Velde ist ebenfalls im MDM Location Guide gelistet: Haus Schulenburg


Drehbedingungen vor Ort

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über Herrn Wolter (s.o.) zu erfragen


auf Anfrage


Anschlüsse für Strom und Wasser vorhanden


1.OG, 2.OG


mindestens 1 m breit


keine


innen großzügig befenstert, außen sehr gut, da das Gebäude freisteht


kaum Einschränkungen, Gegend ist verkehrsarm, Maschinen in den Produktionshallen arbeiten geräuscharm


nach Absprache, auf dem Gelände ausreichende Parkmöglichkeiten


Verkehrsanbindung

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Auto A4: Abfahrt Gera-Leumnitz, Richtung Gera, gerade über Kreisverkehr, nach Tankstelle links Richtung Greiz, auf der Eisenbahnbrücke links abbiegen, 1. Straße links abbiegen, nach 70 m rechts Einfahrt Thorey
A9 von Süden: Abfahrt Triptis, B2 nach Gera, in Gera rechts auf B92, nach BAHR Baumarkt links Richtung Leumnitz, nach dem auffahren sofort wieder rechts abfahren, dann 1.Straße links Richtung Bahnübergang, nach 70 m rechts Einfahrt Thorey
A9 von Norden: am Hermsdorfer Kreuz auf A4 Richtung Gera, Abfahrt Gera-Leumnitz, Richtung Gera, gerade über Kreisverkehr, nach Tankstelle links Richtung Greiz, auf der Eisenbahnbrücke links abbiegen, 1. Straße links (nach ca. 1 Kilometer) abbiegen, nach 70 Metern rechts Einfahrt Thorey
Bahn Hauptbahnhof Gera, Anschlussmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nähere Informationen unter www.gvbgera.de (Geraer Verkehrsbetrieb GmbH)
Flugzeug Flughafen Altenburg Nobitz (www.flughafen-altenburg.de) in 35 km;
Verkehrslandeplatz Gera-Leumnitz (www.flugbetriebsgesellschaft-gera.de);
Flughafen Erfurt-Weimar GmbH in 100 km Entfernung (www.flughafen-erfurt-weimar.de);
Flughafen Leipzig-Halle in 100 km Entfernung (www.flughafen-leipzig-halle.de)

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Zusatzinformationen

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Erfahrung mit Dreharbeiten Der Preis (Schiwago Film GmbH 2009), Die Stille nach dem Schuß (Babelsberg Film GmbH 2000)