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Volkspark Halle

  • Volkspark Halle

  • Großer Saal

  • Großer Saal

  • Großer Saal

  • Foyer

  • Spiegelsaal

  • Vorderseite mit Grünanlage, Westen

  • Vorderansicht, Westen

  • Vorderansicht und Komzertmuschel, Nordwesten

  • Vorderansicht, Detail

  • Treppenhaus im Erdgeschoss

  • Foyer

  • Eingang im Erdgeschoss

  • Treppenhaus, Blick in das Foyer vom 1. Obergschoss

  • Treppenhaus, 2.Obergeschoss

  • Nebentreppenhaus, 1.Obergeschoss

  • Großer Saal

  • Kleiner Saal

  • Vorderansicht


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Volkspark Halle
Freizeit » Kunst / Kultur » Kulturzentren
Bundesland
Landkreis
Sachsen-Anhalt
Halle (Saale), Stadt
Adresse Schleifweg 8a
06114 Halle (Saale)
Internet www.volksparkhalle.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Felix Schirmer
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Kanzler, Veranstaltungsmanagement
Justiziar
Neuwerk 7
06114 Halle
T: +49 (0) 345 7751558
F: +49 (0) 345 775176558
Ansprechpartner
vor Ort
Felix Schirmer
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Kanzler, Veranstaltungsmanagement
Justiziar
Neuwerk 7
06114 Halle
T: +49 (0) 345 7751558
F: +49 (0) 345 775176558
Ansprechpartner Technik Michael Wehner
Burg Giebeichenstein Kunsthochschule Halle
Mitarbeiter im Handwerksdienst
Schleifweg 8a
06114 Halle
M: +49 (0) 179 2331285
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache; Veranstaltungen
Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Der hallesche Volkspark gehört zu den größten und prominentesten Volkshäusern, die bis 1914 im mitteldeutschen Raum entstanden. Hoch über dem Ufer der Saale gelegen, prägt er auf eindrucksvolle Weise noch immer die Silhouette der Stadt Halle. Sein Bau war erforderlich, um der selbstbewusst nach Teilhabe kämpfenden Arbeiterschaft, dem größten Teil der halleschen Bevölkerung ihre Versammlungen, Veranstaltungen und Feiern zu ermöglichen und so Schutz zu bieten vor den Ausgrenzungen und Schikanen der bürgerlich geprägten Gesellschaft bis hin zur Polizei. Seine Bedeutung erlangte der volkspark dadurch, das hallesche Arbeiter ihn aus eigenen Spendenmitteln von 1906 bis 1907 errichten ließen. Nach der Rückübertragung des Grundstücks an die SPD im Jahr 1998 sorgt die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design seit dem Jahr 2000 und der Volkspark Halle e.V. seit 2005 für die Erhaltung und die Nutzung des Gebäudes. Das repräsentative Gebäude mit Jugendstilfassade befindet sich in Halles Giebichensteinviertel. Arkaden und eine Freifläche vor dem Gebäude mit altem Baumbestand runden das Gesamtbild ab. Im Inneren befinden sich ein großer Saal, eine Galerie, verschieden Nebenräumes sowie ein großzügiges Foyer.


innerstädtisch auf einem Hügel unweit des Steilufers der Saale


Veranstaltungen


teilsanierter Altbau


Als repräsentativer Saalbau mit stadtbildgebender Wirkung ausgeführt, ist das Gebäude weithin sichtbar. Die Repräsentationsfront zur Saaleseite wird von einem riesigen Schweifgiebel gekrönt und zeichnet sich durch große Rundbogenfenster aus. Die Ecken des Gebäudes bilden vier wuchtige Türme mit Schweifhauben. Der Volkspark ist eines der sehr wenigen Gebäude in Halle, bei denen der Jugendstil nicht nur die Fassadendekoration beeinflusste, sondern silhouetten- und baukörperbildend wirkte. Die Fassade ist mit leichtem Jugendstildekor geschmückt und in schwungvoller Silhouette ausgführt. Innen zwei große Säle sowie viele Nebenräume, von der ursprünglichen Ausstattung blieb nach einem Umbau in den Jahren 1954 bis 1955 nichts übrig.


Jahrhundertwende
Jugendstil


1907


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Für Veranstaltungen sind die zwei Säle mit fest eingebauten Bühnen (großer Saal 500 m² für ca. 1000-1500 Personen und der kleine Saal mit 250 m² für maximal 400 Personen) geeignet. Zusätzlich gibt es noch mehrere kleine Räume, einen Tanzclub mit einer Größe von 100 m², das Foyer im Erdgeschoss mit einer Größe von 250 m² und einen Spiegelsaal mit 100 m², welcher hauptsächlich für Sport und Tanz genutzt wird.
Die Galerie im Volkspark dient vor allem der öffentlichkeitswirksamen Präsentation von künstlerischen und designerischen Leistungen der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Zwei miteinander verbundene Räume (195 m² und 150 m²) im Erdgeschoss des Volkspark-Gebäudes bieten dazu vielfältige Möglichkeiten.


Zur Zeit seiner Entstehung war das attraktive Jugendstilgebäude ein modernes Volkshaus, in Größe und an politischer Bedeutung einzigartig unter den zahlreichen Volks- und Gewerkschaftshäusern in Deutschland. Hier schuf sich die Hallenser Arbeiterschaft, nach allem was man bisher weiß, aus eigenen Spenden das prächtige und repräsentative Volksparkgebäude mit dem damals größten Saal der Stadt samt Bühne, Restaurations- und Gartenlokalbetrieb und fortschrittlichster Technik. Durch seine Architektur und Lage in einem der großbürgerlichen Wohnviertel der Stadt direkt gegenüber der 1890–1892 errichteten monumental anmutenden Villa des halleschen Bankiers Heinrich Franz Lehmann hatte der Bau auch einen politisch-programmatischen Aspekt. Neben Ernst Thälmann sprachen hier auch Clara Zetkin im Jahr 1908 und Karl Liebknecht 1911. In der Weimarer Republik kam es im und um den Volkspark mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Anhängern der SPD, bei einer politischen Kundgebung mit Ernst Thälmann am 13. März 1925 gab es mehrere Todesopfer, darunter Fritz Weineck, nach seinem Tod auch „Der kleine Trompeter“ genannt. Ihm zu Ehren entstand das Lied über den kleinen Trompeter. Zu Wende-Zeiten fanden im Volkspark einige Bürgerversammlungen statt.
weitere Informationen


Drehbedingungen vor Ort

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Detaillierte Grundrisse können bei Herrn Schirmer erfragt werden.


Sanitäre Anlagen, Strom- und Wasseranschlüsse sind vorhanden.


zwei breite Haupttreppenhäuser, ein niedriges Nebentreppenhaus


Außen: Lage direkt in städtischem Umfeld, Grünanalge mit großen Bäumen vor dem Eingang, Zusatzlicht empfehlenswert
Innen: grundsätzlich Zusatzlicht notwendig


Außen: Stadt- und Verkehrsgeräusche sind deutlich zu hören, Lage etwas zurück versetzt an einer wesentlichen Innenstadtzufahrt
Innen: eher ruhig, Foyer und Treppenhäuser hallen stark


Beschränkte Möglichkeiten für PKW auf der Rückseite des Gebäudes,
im Umfeld müssen für PKW, LKW und Busse Parkplätze mit Sondergenehmigung der Stadt Halle abgesperrt werden:
Stadt Halle (Saale)
Fachbereich Sicherheit, Team Verkehrsorganisation
Andreas Donath
Am Stadion 5, 06122 Halle
Tel.: +49 345 2211247
Fax: +49 345 2211250
E-Mail: andreas.donath@halle.de


Verkehrsanbindung

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Auto A9 Abf. Halle, B100 Richtung Zentrum, dann Richtung Kröllwitz
Bahn Hbf. Halle mit ICE-Anschluss
Flugzeug Flughafen Leipzig-Halle (www.leipzig-halle-airport.de)

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Die wechselvolle der Nutzungsgeschichte des Volksparks ist in neueren Publikationen (100 Jahre Volkspark. Utopien | Legenden | Visionen. Nr. 18 der Schriftenreihe der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, Hrsg. Volkspark Halle e. V., Halle 2007 und Simone Trieder: Ein Palast für Arbeiter. 100 Jahre Volkspark. Hrsg. von Peter Gerlach & Moritz Götze, Mitteldeutsche kulturhistorische Hefte (HASEN-EDITION), Halle 2007) nachzulesen.

Zusätzliche Informationen zur Unterstützung der Produktionsvorbereitung finden Sie im Handout "Halle (Saale)".
Erfahrung mit Dreharbeiten "Polizeiruf 110" und eine Dokufiktion zu Ernst Thälmann