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Rathaus Tangermünde

  • Rathaus Tangermünde

  • Rathaus Tangermünde, Osten

  • Rathaus Tangermünde, Norden

  • Rathaus Tangermünde, Laubengang

  • Rathaussaal, 1.OG

  • Rathaussaal, 1.OG

  • Trauzimmer, 1.OG

  • Trauzimmer, Detail

  • Vorraum Rathaussaal, 1.OG

  • Gewölbe auf der Südostseite

  • Südostseite

  • Museum im Kellergeschoß

  • Museum im Erdgeschoß

  • Museum im Erdgeschoß

  • Südwestseite

  • Rathaus Tangermünde


Informationen zum Objekt

Einklappen
Objektname
Kategoriepfad
Rathaus Tangermünde
Verwaltungs- und Sozialbauten » Behörden » Amtsgebäude
Bundesland
Landkreis
Sachsen-Anhalt
Stendal
Adresse Marktplatz
39590 Tangermünde
Internet www.tangermuende.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Jürgen Pyrdok
Stadt Tangermünde
Bürgermeister
Lange Straße 61
39590 Tangermünde
T: +49 (0) 39322 93227
F: +49 (0) 39322 2573
Ansprechpartner
vor Ort
Birgit Herzberg
Stadt Tangermünde
Leiterin Amt für Öffentliche Ordnung, Kultur und Soziales
Lange Straße 61
39590 Tangermünde
T: +49 (0) 39322 93266
F: +49 (0) 39322 2573
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache, Veranstaltungen in Tangermünde
Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Hier in der östlichen Altmark befindet sich das wohl bedeutendste Bauwerk nordeutscher Backsteingotik - das spätgotische Rathaus zu Tangermünde. Bis heute frei auf dem Marktplatz stehend und von allen Seiten zu bewundern kann die Errichtung des Rathauses als Höhepunkt bürgerlichen Reichtums und städtischer Entwicklung angesehen werden. Als Erbauer dieses Repräsentationsbaus gilt, durch bauvergleichende Forschung festgestellt, der Stettiner Baumeister Hinrich Brunsberg. Vermutlich wurde das alte Rathaus abgerissen und ein neuer Bau im Stile der Spätgotik aufgebaut. So entstand um 1430 der Ostflügel des heutigen Rathauses. Die Stadt hatte um 1480 eine weitgehende politische Selbstständigkeit erreicht, so wurde eine Erweiterung des Rathauses notwendig. Man fügte zu dieser Zeit an den ersten Bau einen zweiten Teil mit einer Gerichtslaube an. Ursprünglich für die Verwaltung der Stadt erbaut, steht das Gebäude heute vorrangig für repräsentative Zwecke zur Verfügung.


nördlich von Magdeburg an der B188, an der Mündung des Tanger in die Elbe


Veranstaltungen, Hochzeiten, Museum im Erdgeschoß


Sanierung 2004 abgeschlossen


Der Giebel der Marktseite, der sich 24 Meter hoch in die Luft erhebt, wurde prächtig ausgestattet. Seine Fläche unterteilte man durch vier schlanke Strebepfeiler, die bis über das Dach hinaus aufsteigen. Sie weisen Figurennischen auf, über denen sich aus Ton gebrannte Fialen befinden. Als Schmuck wurden weiterhin grün glasierte Maßwerkfriese angebracht, die schließlich in drei Rosetten enden, welche architektonisch von einzigartigem Reiz sind. Auch das Innere des Gebäudes ist bemerkenswert. Ein gewaltiger achteckiger Mittelpfeiler, der im Keller beginnt und durch alle Stockwerke hindurch aufsteigt, stützt das gesamte Gebäude. Das Erdgeschoß, in dem sich ein alter Kamin befindet, zeigt ein Dreistrahl-Gewölbe, das die Figur eines Sechssternes bildet. Der obere Saal ist reicher ausgestattet und der Mittelpfeiler ist hier stärker profiliert. Von ihm gehen 20 Gewölberippen aus, die die Form eines Zehnsternes bilden, der wiederum in vier kleine Sterne unterteilt ist. Auch dieses Deckengewölbe setzt sich aus Dreistrahl-Feldern zusammen. Um 1480 fügte man an den ersten Bau einen zweiten Teil mit einer Gerichtslaube an. Der Giebel diese Gebäudeteiles zeigt nach Süden. Er weist sechs Pfeiler auf, die durch sogenannte Taubandstäbe, deren Sockel von Fratzenkonsolen gebildet werden, verziert sind. Dazwischen befinden sich Putzblenden. Im Innern zu ebener Erde befindet sich ein kreuzgewölbter Raum, dessen Obergeschoß die Ratsstube mit zwei vierstrahligen Sterngewölben ist, von denen jedes fünf plastisch geformte Abschlusssteine besitzt. Die sechs Wandsäulen sind tauartig gedreht und ebenfalls mit Fratzen verziert. Neben den Fenstern sind vier mit alten Beschlägen versehene Wandschränke eingebaut. Die Fenster selbst sind mit Holzschnitzereien geschmückt, die bereits der frühen Renaissance-Zeit angehören.


Gotik


1430, 1480


15. Jahrhundert, 16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


In der obersten Etage befinden sich der Rathausfestsaal und das Trauzimmer, das Erdgeschoss und die Kellerräume werden als Museum genutzt. Pfeiler und Gewölbestreben des Rathaussaales sind der Backsteingotik entsprechend saniert, die Wände hell gestrichen, der Boden ist mit Steinfliesen befestigt. Die modernen Deckenleuchter und ein Flügel sind die einzige Ausstattung des Saales. Das Trauzimmer wurde in ähnlicher Weise restauriert, einige kleine Teilstücke von Malereien aus dem 19. Jh. wurden dabei sichtbar gemacht. Der Boden besteht aus Holzbohlen, das Interieur ist modern und kann ausgeräumt werden.


Die wirtschaftliche Blütezeit der Stadt im 15. Jahrhundert, in der prächtige Backsteinbauten wie das Rathaus und die Stadttore errichtet wurden war eine Zeit des Wohlstands für die Bewohner der ehemaligen Hansestadt. Vermutlich wurde das alte Rathaus abgerissen und ein neues im Stile der Spätgotik aufgebaut. So entstand um 1430 der Ostflügel des heutigen Rathauses. Im Laufe der weiteren städtischen Entwicklung wuchsen auch die Verwaltungsaufgaben des Rates. Ihm unterstanden alle Gebiete der Verwaltung einschließlich der Politik nach außen. Gleichzeitig stellte der Rat die oberste Polizeibehörde dar. 1478 ging auch noch das städtische Gericht, das bis dahin dem Kurfürsten unterstand, und die Strafgerichtsbarkeit in die Zuständigkeit des Rates. Die Stadt hatte somit eine weitgehende politische Selbständigkeit erreicht. Eine Erweiterung des Rathauses wurde notwendig. Um 1480 fügte man an den ersten Bau einen zweiten Teil mit einer Gerichtslaube an.


Drehbedingungen vor Ort

Einklappen

Detallierte Grundrisse können in der Stadtverwaltung erfragt werden.


können nach Absprache zur Verfügung gestellt werden, im Rathaus selbst aber nur begrenzt


Stark- und Normalstromanschlüße sind vorhanden; eine sehr kleine sanitäre Anlage mit Wasseranschluß befindet sich im Obergeschoß


KG, EG, 1.OG


Zugang zum Obergeschoß gibt es nur über die Außentreppe mit Gerichtslaube, Treppe ca. 1,80 m breit, Gerichtslaube ca. 2,20 m breit;
eine schmale Steintreppe führt in das Kellergeschoß


Die Räume innen sowie die Gerichtslaube haben eine Höhe von ca. 5,00 m.


Stadt- und Verkehrsgeräusche, Anwohner, Geschäfte


werden von der Stadtverwaltung zugewiesen


Verkehrsanbindung

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Auto A2 Abfahrt Magdeburg Zentrum, B189 Richtung Stendal, dann B188
Bahn Hbf. Tangermünde,
Hbf. Stendal mit ICE-Anschluss
Flugzeug Flughafen Hannover www.hannover-airport.de
Flughäfen Berlin www.berlin-airport.de
Business Airport Stendal-Borstel ca. 20 km Entfernung www.edov.de
Sonderlandeplatz Klietz/Scharlibbe www.mobil-air.de

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Zusätzliche Informationen und Kontakte sind im Handout zum "Produktionszentrum Stendal/Tangermünde" zu finden.

Kostüm- und Trachtenwerkstatt Tangermünde:
Jordanstraße 19, 39590 Tangermünde
T: +49 39322 3751

Requisitenverleih:
Sturm Handels GmbH

weitere Linkempfehlungen:
www.landkreis-stendal.de
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de
www.strasse-der-romanik.net
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/kultur/strasse-der-romanik
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/staedte-regionen
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/aktiv-natur/radtouren/elberadweg
www.blaues-band.de/elbe/index.php
http://altmark-rundkurs.de
weitere Unterkünfte: http://buchen.sachsen-anhalt-tourismus.de
Erfahrung mit Dreharbeiten "Die Kinder meines Bruders", Pro Vobis - Gesellschaft für Film und Fernsehen, 2014
"Besser als nix", NFP Media Rights GmbH & Co. KG , 2012
"Nachts in Monte Carlo", Freistil Film, 2012
"Man tut, was man kann", NFP*, 2011
"Tango im Schnee", Ziegler Film GmbH & Co. KG, 2008
"Leo - ein fast perfekter Typ", Polyphon Leipzig Film- und Fernseh GmbH, 2006
"Napoleon und die Deutschen", Looks Film & TV GmbH, 2006
"Das Bernsteinamulett", Ziegler Film GmbH & Co. KG, 2003

Filme vor 1990
"Marie Grubbe", DFF - Deutscher Fernsehfunk, 1989
"Immensee", DFF - Deutscher Fernsehfunk, 1989
"Die Beteiligten", DEFA Studio für Spielfilme, 1989
"Die Gänse von Bützow", DEFA Studio für Spielfilme, 1985
"Zauber um Zinnober", DFF - Deutscher Fernsehfunk, 1983
"Johann Sebastian Bachs vergebliche Reise in den Ruhm", DEFA Studio für Spielfilme, 1980
"Die Insel der Silberreiher", DFF - Deutscher Fernsehfunk, 1973
"Rotfuchs", DEFA Studio für Spielfilme, 1973
"Copernicus", DEFA / Filmgruppe „Iluzjon“ Warschau (DDR/Polen), 1972
"Er ging allein", DFF - Deutscher Fernsehfunk, 1966
"Karbid und Sauerampfer", DEFA Studio für Spielfilme, 1963
"Junges Gemüse", DEFA Studio für Spielfilme, 1956
"Das Herz am Rhein", Georg Enders-Film GmbH, 1925
"Die rote Marianne", Elysium-Film Compagnie, 1922
"Maria Tudor", Ellen Richter Film, 1920

→ weitere Informationen: Publikation „Tangermünde – 1000 Jahre Geschichte“, Verlag Janos Stekovics, ISBN 978-3-89923-217-2