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Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (1)

  • Rollschranke, Beschauerbrücke und Kommandoturm

  • Luftbild nach Osten

  • Blick vom Verwaltungsgebäude zum Kommandoturm

  • Beschauerbrücke und Kommandoturm

  • Beschauerbrücke und Kommandoturm

  • Blick von der Beschauerbrücke zum Zoll

  • Blick zum Kommandoturm nach Nordost

  • Kommandoturm, Südwest

  • Kommandozentrale im obersten Geschoss

  • Kommandozentrale im obersten Geschoss

  • Kommandozentrale im obersten Geschoss

  • Kommandozentrale im obersten Geschoss

  • Blick vom Kommandoturm zu Beschauerbrücke und Stabsgebäude

  • Rückseite des Stabsgebäudes

  • Teil der ehemaligen Gamma-Kanone

  • Luftbild nach Süden


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (1)
Verwaltungs- und Sozialbauten » Militär- und Grenzanlagen » Deutsch-deutsche Grenze
Bundesland
Landkreis
Sachsen-Anhalt
Börde
Adresse An der Bundesautobahn 2
39365 Sommersdorf OT Marienborn
Internet www.stgs.sachsen-anhalt.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Sven Sachenbacher
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Koordinator
An der BAB 2
39365 Sommersdorf OT Marienborn
T: +49 (0) 39406 920912
F: +49 (0) 39406 92099
Ansprechpartner
vor Ort
Sven Sachenbacher
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Koordinator
An der BAB 2
39365 Sommersdorf OT Marienborn
T: +49 (0) 39406 920912
F: +49 (0) 39406 92099
Ansprechpartner Technik Ingo Riecke
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Sachbearbeiter Objektinventarisierung
An der BAB 2
39365 Sommersdorf OT Marienborn
T: +49 (0) 39406 920920
F: +49 (0) 39406 92099
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich jährlich 3.10. und 9.11., sonst nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Kommandoturm, Beschauerbrücke und Lichtmasten:
Die innerdeutsche Grenze war 40 Jahre lang Trennlinie und Nahtstelle der Weltmächte und Ideologien. Aus der zunächst durchlässigen "Grüne Grenze" entwickelte sich eine der undurchlässigsten Grenzen der Welt. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist der Größte noch bis ins Detail erhaltene ehemalige Grenzübergang zwischen den beiden deutschen Staaten. Direkt an der A2 steht der bis heute zugängliche, innen mit Funktechniketage und Befehslzentrale original erhaltene Kommandoturm. Dieser wurde als Befehlszentrale des Offiziers vom Dienst (OvD) genutzt, hier liefen sämliche Informationen zusammen. Alle Sperrsysteme wie Ampeln, Schlagbäume und Rollschranken konnten ausgelöst werden, um bei einem Fluchtversuch den gesamten Verkehr auf der GÜSt zu stoppen. Heute ist von diesem Turm der Verlauf der A2 in beide Richtungen gut zu überblicken. Einige Meter südöstlich des Turms steht die sogenannte Beschauerbrücke, von der aus LKW-Ladungen auf versteckte Personen oder Güter überprüft wurden. Das Licht der zwölf begehbaren Lichtmasten mit Peitschenlampen und Scheinwerfern, deren elektrische Leistung von bis zu 8000 Watt pro Lichtmast das gesamte Gelände auch Nachts "blend- und schattenfrei" ausleuchten konnte, erzeugt bis heute auf dem Areal der Gedenkstätte eine höchst authentische Athmosphäre. Gemeinsam mit dem Neonlicht der Ein- und Ausreisebereiche konnte das riesige Gelände der Grenzübergangsstelle komplett in grellem Licht lückenlos überwacht werden. Weitere Bilder sind unter "Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (2)" und "Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (3)" zu finden.


die Gedenkstätte liegt in der Region Magdeburger Börde direkt an der A2 zwischen Marienborn und Helmstedt


seit 1990 steht die Grenzübergangsstelle unter Denkmalschutz, 1996 wurde die Gedenkstätte eröffnet


im Zustand von 1989 saniert


Die gesamte Grenzübergangsstelle Marienborn wurde von 1972 bis 1974 neu errichtet und ist heute im baulichen Zustand von 1989 erhalten.
Beschauerbrücke: Stahlkonstruktion mit Trittleitern und LKW-Durchfahrtshöhe
Kommandoturm: Betonbau mit Vorbau an der Eingangstür
Lichtmasten: über 20m hohe begehbare Betonmasten mit Peitschenlampen und Scheinwerfern, je Mast waren bis zu 8000 Watt möglich


1972-1974


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


1945 übernahmen nach der Gesamtkapitulation Deutschlands die vier Besatzungsmächte die Regierungsgewalt über Deutschland. Das passieren der Demarkationslinien war an Genehmigungen der jeweiligen Besatzungsmacht gebunden. Der Grenzkontrollpunkt Marienborn-Helmstedt wurde am 01.07.1945 von den alliierten Siegermächten an Reichsautobahn und Eisenbahnlinie Berlin-Hannover eingerichtet. Ab 1947 mussten Reisende zwischen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und den Westzonen Interzonenpässe beantragen. Ab 1950 erfolgte der Waren- und Fahrzeugverkehr nur noch über Grenzkontrollpassierpunkte, die Grenzpolizei der DDR übernahm das Kommando auf der Grenzübergangsstelle Marienborn. 1954 wurde die Visumspflicht eingeführt, Republikflucht direkt unter Strafe gestellt und im Jahr 1957 jedes Verlassen des Landes als Republikflucht geandet. Mit dem Mauerbau am 13.08.1961 wurde jegliche Reisemöglichkeit in den Westen unterbrochen. Nach dem Transitabkommen von 1971 wurden ab 1972 die Reisebedingungen für den West-Ost-Verkehr verbessert. Die 1972-1974 errichtete neue Grenzübergangsstelle Marienborn war mit über 1000 Bediensteten die bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutschen Grenze. Hier wurden die Reisenden, ihre Fahrzeuge und die transportierten Güter fast lückenlos kontrolliert. Ein weit in das Hinterland reichendes Überwachungssystem verhinderte im Zusammenspiel mit den eigentlichen Sperranlagen auf der GÜSt jeden Fluchtversuch für DDR-Bürger. Massenausreisen über Ungarn, heftige Proteste und Demonstrationen der DDR-Bürger sorgen 1989 dafür, das die SED-Führung eine Reform des Reisegesetzes einleitete. Als Folge wurde am 09.11.1989 bekannt, das ab sofort und unverzüglich Genehmigungen für Reisen ins Ausland kurzfristig erteilt werden. Tausende DDR-Bürger eilen zu den Grenzübergangsstellen, die von den Grenzsoldaten ohne Befehl geöffnet werden. Mit dem 30.06.1990 werden alle Grenzkontrollen, auch in Marienborn eingestellt.
weitere Informationen


Drehbedingungen vor Ort

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Grundrisse und Baupläne können in der Gedenkstätte erfragt werden.


Räume für Aufenthalt, Maske/Garderobe, auch komplett seperate Bereiche sind vorhanden und können nach Absprache genutzt werden. Catering ist in der benachbarten Raststätte möglich.


Auf dem Gelände stehen drei Starkstromanschlüsse sowie mehrere dezentral verteilte Normalstromanschlüsse zur Verfügung. Wasseranschlüsse und sanitäre Anlagen sind ebenfalls vorhanden.


EG, 1.OG, 2.OG, 3.OG


Kommandoturm: in die einzelnen Etagen führt eine Metalltrittleiter; ca. 0,80m breit


Kommandoturm: mind. 2,80m Deckenhöhe in der Befehlszentrale


Kommandoturm: Befehlszentrale mit Rundumsicht, der Lichteinfall wird nur durch die etwas getönten Fenster reduziert

Achtung: die Beleuchtung der angrenzenden Raststätte ist zu beachten (Nachtdreh)


Verkehr der A2, Raststätte in direkter Nachbarschaft.


Vor dem Objekt stehen ausreichend Parkplätze für Pkw, Lkw und Busse zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten an der Raststätte


Verkehrsanbindung

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Auto A2, B1, B 245
Anfahrt
Bahn Bhf. Marienborn, Bus 658 vom Bahnhof Marienborn nach" Marienborn, Grenzdenkmal"
Bhf. Helmstedt
Flugzeug Flughafen Hannover www.hannover-airport.de
Flughäfen Berlin www.berlin-airport.de

Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn kann auf einen enormen Bestand an Gegenständen aus Alltag und Militär zurückgreifen, z.B. alte Ausweise, Visas und andere Belege sowie Uniformen 1975-1989 mit Zubehör (Schulterklappen, Orden, Ehrenzeichen), Felddienstuniformen, Stahlhelme, Mützen, Polizei- und Zolluniformen, Militärtechnik, Waffen, Funktechnik. Die Mitarbeiter stehen für detaillierte Beratungen gern zur Verfügung. Desweiteren können Kontakte zu Zeitzeugen hergestellt werden.

Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V.
Achim Walther
Wallstr. 3
39393 Hötensleben
T: +49 39405 50660
grenzdenkmal@aol.com
www.grenzdenkmal.com
Erfahrung mit Dreharbeiten jährlich werden in Marienborn und Hötensleben 3 bis 4 Produktionen unterschiedlichster Ausrichtung realisiert, u.a.:
"Bornholmer Straße", UFA-Fernsehproduktion GmbH, 2013
"Verliebt, Verlobt, Verloren", Kundschafter Filmproduktion GmbH, 2013
"Transit", Cine Impuls Leipzig Fernsehproduktion GmbH , 2009
"Jenseits der Mauer", Ziegler Film GmbH & Co. KG, 2008
"Aus Liebe zum Volk / Pour l`amour du peuple", Zero Film GmbH, 2003
"Liebesau - Die andere Heimat", UFA-Fernsehproduktion GmbH, 2001
"Führer Ex", Next Film Filmproduktion GmbH & Co KG, 2001
"Drei Stern Rot", Hoferichter & Jacobs GmbH, 2000