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Weimarplatz Weimar

  • Weimarplatz

  • Arkadengang Nordflügel

  • Südflügel

  • Eingang Nordflügel

  • Arkadengang Nordflügel

  • Eingangsbereich Westflügel

  • Nordflügel mit Atrium

  • Nord- und Westflügel mit Blick in die Tiefgarage

  • Westflügel

  • Blick zum Atrium

  • Parkhaus Atrium

  • Nordflügel mit Atrium

  • Nordflügel

  • Rückseite Nordflügel mit Neuem Museum

  • Lageplan


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Weimarplatz Weimar
Stadtmotive » Stadtensembles » Plätze
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Weimar, Stadt
Adresse Weimarplatz
99423 Weimar
Internet www.weimar.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Ralf Finke
Stadtverwaltung Weimar
Stabsstelle Kommunikation und Protokoll
Herder­platz 14
99423 Weimar
T: +49 (0) 3643 762661
F: +49 (0) 3643 762650
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Der Komplex Weimarplatz entstand 1937. Er war ursprünglich als Gauforum angelegt. Geplant wurden solch groß dimensionierten Anlagen für alle Gauhauptstädte im Dritten Reich. Als Partei- und Verwaltungszentren konzipiert, sollten Sie die Stärke der Partei demonstrieren. Das ehemalige Gauforum in Weimar ist das einzige, in dieser Art und Vollständigkeit realisierte und erhaltene in Deutschland. Vergleichbare Projekte in Dresden oder Bayreuth kamen nicht zustande. Heute ist der Platz begrünt und in den umliegenden Gebäuden sind das Landesverwaltungsamt, ein Museum und eine Shopping Mall untergebracht.


zentral, zwischen historischem Zentrum und Bahnhof


Öffentlicher Platz. In den angrenzenden Gebäuden sind das Landesverwaltungsamt, eine Ausstellung zur Geschichte des Gauforums und die Shopping Mall "Atrium " untergebracht. Unter der Rasenfläche befindet sich die Tiefgarage des "Atriums".


Platz und Westflügel ("Atrium") wurden 2005 renoviert bzw. umgebaut.


Die großflächige Anlage wird durch dreigeschossige, quergelagerte Baukubaturen flankiert. Sie umgeben einen 1,5 ha großen Aufmarschplatz für ca. 60000 Menschen. Als Kopfbauten schließen östlich das als "Halle der Volksgemeinschaft" angelegte Gebäude und westlich das Haus der ehemaligen Deutschen Arbeitsfront an. Der südliche Bau, mit unvollendetem Glockenturm, war für die Reichsstatthalterei und Gauleitung vorgesehen, der nördliche für die NSDAP und ihre Unterorganisationen. Die Reihung der Fensterachsen, die horizontalen Profile, sowie der Gegensatz von der Natursteinverkleidung der Erdgeschoße zu den Putzflächen der Obergeschoße gliedern die extrem langen Baukörper, die durch ihre Dimension und die spröde Formgebung verstärken die monumentale Wirkung. Größe und Aufwendigkeit der Risalite, Balkone und Fensterrahmungen unterstrichen die Hierarchie der politischen Organisationen. Die Rückseite der ehemaligen Reichsstatthalterei mit repräsentativer Fassade und mächtiger Pfeilerhalle weist zur Jacobsvorstadt. Sie ist der Rest der ursprünglich geplanten, groß angelegten Stadtumgestaltung. Mit der Errichtung des Gauforums wurde die städtebauliche Verbindung zwischen Jacobsvorstadt, Carl-August-Allee und Bahnhof zerschnitten. Auch die exponierte Lage des Landesmuseums (heute Neues Museum) büßte an Wirkung ein. Der bestehenden städtischen Maßstäblichkeit der Baukörperproportionen wurde damals bewusst, als Gegensatz von Alt und Neu architektonisch ablesbar, die überdimensionierte Anlage entgegengesetzt.


NS-Architektur


ab 1937, teilweiser Umbau 2005


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Das ehemalige Gauforum war ursprünglich Teil einer groß angelegten, nationalsozialistischen Umbauplanung Weimars zur Gauhauptstadt. Den Entwurf lieferte Hermann Geisler, der sich auch für das Hotel Elephant in Weimar verantwortlich zeigt. Hitler selbst hatte den Wettbewerb zugunsten Geislers entschieden. Die Grundsteinlegung erfolgte 1937 durch Rudolph Heß, ebenso die Umbenennung des Platzes in „Platz Adolf Hitler“. 40000 Menschen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Mit dem Neubau gingen die Einebnung des Asbachtals und der Abriss zahlreicher Wohnhäuser des ältesten Siedlungsbereichs Weimars, der Jacobsvorstadt, einher. Anfang der 1940er Jahre wurden die Bauarbeiten schrittweise eingestellt. Die große, nur bis zum Rohbau gediehene "Halle der Volksgemeinschaft, für ca. 12000 Besucher konzipiert, wurde 1968 nach neuen Plänen als Mehrzweckhalle mit Lamellenfassade fertig gestellt.
1945 bekam der Platz den Namen Karl Marx. Im Jahr darauf bezog die Sowjetische Militär-Administration in Thüringen (SMATh) einen Teil der Gebäude. Heute nutzt das Thüringer Landesverwaltungsamt den Großteil der Räumlichkeiten.
Im Kulturstadtjahr 1999 waren in einigen Teile der Halle und des „Turmhauses“ Ausstellungen untergebracht. In den darauf folgenden Jahren wurde die große Halle von einem privaten Investor zur Shopping Mall mit Tiefgarage umgebaut und eröffnete am 25.11.2005.
Das ehemalige Gauforum in Weimar ist das einzige in dieser Art und Vollständigkeit realisierte und erhaltene in Deutschland. Ursprünglich waren für alle Gauhauptstädte entsprechende Anlagen als Bestandteil nationalsozialistischer, städtischer Neugestaltung entwickelt und geplant wurden.


Drehbedingungen vor Ort

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Im Osten das Einkaufszentrum "Atrium" (ursprünglich "Halle der Volksgemeinschaft"), im Süden, Westen und Norden ist das Landesverwaltungsamt (ehemals "Gebäude des Reichsstatthalters und der Gauleitung" mit Glockenturm, bzw. "Gebäude der Deutschen Arbeitsfront" und "Gebäude der Gliederungen der NSDAP") mit Anbindung an das Neue Museum (ehemals Großherzogliches Museum) untergebracht.


Zusätzliche Räume in den benachbarten Gebäuden zu erfragen, z. B. im "Atrium" (www.weimar-atrium.de) Informationen zu Cateringmöglichkeiten, Hotels und Unterkünften siehe Produktionszentrum Weimar


Die benachbarten Gebäude sind vollständig erschlossen.


keine


keine


sehr gute Lichtverhältnisse, keine Beeinträchtigungen


verkehrsbedingte Geräusche


Im Atrium (www.weimar-atrium.de) gibt es 800 PKW-Stellplätze und einen Busbahnhof mit 19 Busstellplätzen.


Verkehrsanbindung

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Auto A4 aus Richtung Dresden: Ausfahrt 50 (Apolda, Bad Sulza, Oettern), B87 Richtung Bad Sulza, in Umpferstedt links abbiegen auf B7, in Weimar Ausschilderung folgen

A4 aus Richtung Frankfurt: Ausfahrt 48 (Nohra, Bad Berka, Weimar-West), über Nohra zur B7 Richtung Weimar, in Weimar Ausschilderung folgen
Bahn Bahnhof Weimar mit ICE-Anschluss, Anschlussmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nähere Informationen unter www.verkehrsbetrieb-weimar.de
Flugzeug Flughafen Erfurt-Weimar in 30 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-erfurt-weimar.de;
Flughafen Leipzig GmbH in 125 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-leipzig-halle.de

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen In Weimar werden Drehgenehmigungen für den öffentlichen Raum von der Stabsstelle Kommunikation und Protokoll (s.o.) erteilt. Dafür sollte drei Wochen vor Drehbeginn ein formloser Antrag des Produktionsbüros gesendet werden. Eine Vorlage gibt es hier.
Kontakt Stadtarchiv: Kleine Teichgasse 6, Tel.: 03643/887511, Fax: 03643 887599, E-Mail: stadtarchiv@stadtweimar.de