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Parkanlagen Landgut Holzdorf Weimar

  • Parkanlage

  • Becken

  • Treppen

  • Rosenrondell mit Blick zum Gutshaus

  • Loggia

  • Rosenrondell mit Loggia

  • Rondell mit Pavillon und Blick zum Gutshaus

  • Rondell

  • Weg mit Skulpturenpaaren

  • Teich

  • Teich mit Skulpturen

  • Teich

  • Pavillon

  • Mauer

  • Durchblick zum Gutshaus


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Parkanlagen Landgut Holzdorf Weimar
Herrschaftsbauten » Parkanlagen
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Weimar, Stadt
Adresse Otto-Krebs-Weg 5
99428 Weimar-Holzdorf
Internet www.landgut-holzdorf.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Bettina Schmidt
Diakonie Landgut Holzdorf gGmbh
Geschäftsführerin
07368 Remptendorf
T: +49 (0) 36643 30123
M: +49 (0) 170 2250701
Ansprechpartner
vor Ort
Katrin Reißig
Diakonie Landgut Holzdorf gGmbh
Assistenz der Geschäftsführung
07368 Remptendorf
T: +49 (0) 36643 30203
M: +49 (0) 175 4335559
F: +49 (0) 36643 30121
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Am südlichen Ende der Klassikerstadt liegt das Landgut Holzdorf. Neben den zahlreichen gut erhaltenen Gebäuden beeindruckt die pittoreske Parkanlage. In den 1920er Jahren im Sinne französischer Gärten angelegt, sucht sie in Thüringen ihresgleichen. Neben dem sorgfältig arrangierten Garten mit Loggia, Pavillon und verschiedenen geometrischen und floralen Formen lädt ein eingefasster Teich zum Verweilen ein. Nachdem das Anwesen einige Jahre leer stand, bemüht sich der neue Besitzer, die Diakonie, darum das kulturelle Erbe zu bewahren.


im Süden Weimars, mit direkter Anbindung an die A4 (Köln - Dresden) und B85 (Nordthüringen - Bayern)


Das Gartendenkmal gehört zum Landgut Holzdorf und ist öffentlich zugänglich.


Dreiteilige Anlage: Park im Stil französischer Gartenkunst, Alpinum und Teich; Wegebau, Erneuerung von Gestaltungselementen und die Reinigung des großen Badeteiches wurden vorgenommen


Die Umgestaltung der Gutsanlage zum Park im Stil französischer Gärten wurde in den 1920er Jahren von dem Industriellen Dr. Otto Krebs initiiert. Als Gartenarchitekt zeichnete sich Franz Wirtz verantwortlich. Der Weimarer Bildhauer Joseph Heise fertigte die Plastiken an. Der passionierte Kunstliebhaber und -sammler Otto Krebs erwarb Plastiken und Skulpturen bedeutender Künstler, die in der pittoresken Parkanlage aufgestellt wurden. Der "Sämann" und der "Sargträger" von Constantin Meunier waren hier genauso zu finden wie Auguste Rodins "Ehernes Zeitalter". Einige der Kunstwerke sind heute in der Berliner Nationalgalerie zu sehen, andere verschwunden.
Die Parkanlage wurde auf der Pariser Weltausstellung 1937 präsentiert.


Klassische Moderne
Neoklassizismus


um 1920


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Erstmals erwähnt wurde das Landgut Holzdorf im 14. Jhd. als Rittergut mit Vierseithof. Das sehr gut erhaltene Herrenhaus wurde zwischen 1690-1750 errichtet. Die fruchtbarste Phase erlebte das Anwesen Anfang des 20. Jhd. Der Mannheimer Industrielle Dr. Otto Krebs erwarb den Herrensitz 1917 von der Stadt Weimar. Er gestaltet des Herrenhaus und den Park nach seinen Vorstellungen um. Krebs war ein begeisterter Kunstsammler. Rund 100 Werke der Hauptvertreter des deutschen und französischen Impressionismus und Neoimpressionismus, der Fauves und der Nabis nannte er sein eigen. Darunter Gemälde von Cézanne, Renoir, van Gogh, Gauguin, Picasso, Degas, Monet, Matisse, sowie zwanzig Plastiken von Rodin, Degas, Lehmbruck und anderen. Gut Holzdorf diente als herrschaftliches Landhaus ganz der Präsentation der Kunstwerke.
In den 1930er Jahren hielt Krebs die größte deutsche Privatsammlung impressionistischer Kunstwerke in Deutschland vor den Nazis und deren Maßnahmen gegen „entartete Kunst“ in einem massiven Tresor versteckt.
Die Lebensgefährtin von Krebs, die als Max-Reger-Interpretin bekannt gewordene Pianistin Frieda Kwast-Hodapp, gab in kleinem Kreis in Holzdorf Konzerte und erbte nach seinem Tod 1941 das Landgut.
Nach Ende des 2. Weltkriegs diente das Landgut der Sowjetarmee als Versorgungszentrum. 1947 wurde die Kunstsammlung von der sowjetischen Militäradministration unter strenger Geheimhaltung aus Holzdorf abtransportiert (im April 1995 tauchten 55 Gemälde in der Ausstellung „Verschollene Kunstwerke“ in der Eremitage von St. Petersburg auf).
Nach Abzug der russischen Truppen wurde das Gut als Schulungsstätte und später als Kinderheim mit angeschlossener Schule genutzt. 1996 wurde das Kinderheim als gemeinnützige GmbH ausgegliedert. Das Objekt stand einige Jahre leer, bevor es die Diakonie erwarb.


Drehbedingungen vor Ort

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Lageplan über die Diakonie (s.o.)


Zum Landgut Holzdorf gehören insgesamt 8 Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Park (siehe auch Einträge Landgut Holzdorf und Räumlichkeiten Landgut Holzdorf ). In den verschiedenen Objekten gibt es eine Vielzahl erschlossener, aber ungenutzter Räume. Möglichkeiten zur Einrichtung von Büros, Ateliers etc. sind vorhanden.


gute Lichtverhältnisse, z.T. Einschränkungen durch Baumbestand


ruhige Lage, öffentlicher Park, kaum Beeinträchtigungen


auf dem Gelände und unmittelbar daneben ausreichend vorhanden


Verkehrsanbindung

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Auto A4, Ausfahrt 49 (Weimar, Rudolstadt), B85 Richtung Rudolstadt, 1. Straße rechts Richtung Legefeld, nach den Gleisen links abbiegen
Bahn RB-Bahnhof in Legefeld, Bahnhof Weimar mit ICE-Anschluss, Anschlussmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nähere Informationen unter www.sw-weimar.de und www.linienverkehr.de
Flugzeug Flughafen Erfurt-Weimar in 40 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-erfurt-weimar.de;
Flughafen Altenburg Nobitz in 100 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-altenburg.de;
Flughafen Halle/Leipzig GmbH in 120 km Entfernung, nähere Informationen unter www.leipzig-halle-airport.de

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Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Dokumente, Archivalien und Kontakt zu Experten über die Diakonie (s.o.)