mdm - Mitteldeutsche Medienförderung

 

Räumlichkeiten des Landguts Holzdorf

  • Gobelinzimmer

  • Gobelinzimmer

  • Kamin im Lederzimmer

  • Musikzimmer

  • Musikzimmer

  • Bibliothek

  • Küche

  • Atrium

  • Atrium

  • 1. OG

  • Gästezimmer 2. OG

  • Zimmer 1. OG


Informationen zum Objekt

Einklappen
Objektname
Kategoriepfad
Räumlichkeiten des Landguts Holzdorf
Herrschaftsbauten » Gutshäuser
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Weimar, Stadt
Adresse Otto-Krebs-Weg 5
99428 Weimar-Holzdorf
Internet www.landgut-holzdorf.de
Ansprechpartner Drehgenehmigung Bettina Schmidt
Diakonie Landgut Holzdorf gGmbh
Geschäftsführerin
07368 Remptendorf
T: +49 (0) 36643 30123
M: +49 (0) 170 2250701
Ansprechpartner
vor Ort
Rita Lenzko
Diakonie Landgut Holzdorf gGmbH
Otto-Krebs-Weg 5
99428 Holzdorf / Weimar
T: +49 (0) 3643 777880
F: +49 (0) 3643 4953091
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Nur wenige Kilometer vom Zentrum der Klassikerstadt entfernt, liegt das Landgut Holzdorf. Das großzügige Anwesen war bis in die 1940er Jahre hinein Sommerresidenz des Großindustriellen Otto Krebs, der eine der größten und qualitätvollsten privaten Kunstsammlungen der Moderne sein eigen nannte. Nachdem er den Herrensitz 1917 erworben hatte, lies er das Anwesen nach seinen Vorstellungen umgestalten. Die repräsentativen Räume des Herrenhauses sind originalgetreu erhalten und zeugen von Krebs’ mondänen Leben.


im Süden Weimars, mit direkter Anbindung an die A4 (Köln - Dresden) und B85 (Nordthüringen - Bayern)


Die repräsentativen Räume des Herrenhauses können für kulturelle Veranstaltungen und private Feiern gemietet werden. Die Bibliothek wird von der gegenüberliegenden Fachschule für Altenpflege als solche genutzt. Insgesamt umfasst das Gelände 8 Gebäude, die vom Diakonisches Zentrum Weimar genutzt werden. Siehe auch Einträge Landgut Holzdorf Weimar , Alte Aula im Landgut und Parkanlagen Landgut Holzdorf Weimar im Location Guide.


Die repräsentativen Räume im Erdgeschoß mit lederbespannten Wänden und Holzvertäfelungen sind aufwendig restauriert wurden und in einem sehr guten Zustand. Die Restaurierungsarbeiten im 1. und 2. OG sind unterschiedlich weit voran geschritten.


Erstmals erwähnt wurde das Landgut Holzdorf im 14. Jhd. als Rittergut mit Vierseithof. Das sehr gut erhaltene Herrenhaus wurde zwischen 1690-1750 errichtet. Die fruchtbarste Phase erlebte das Anwesen Anfang des 20. Jhd. Der Mannheimer Industrielle Dr. Otto Krebs erwarb den Herrensitz 1917 von der Stadt Weimar.

Herrenhaus (Ostflügel): 3- bis 4-geschossig, Fensterachsem nehmen ab dem 1.OG ab, im EG Gliederung durch schmale Pilaster, Betonung des Portals durch kannelierte Pilaster, Vordach getragen von Säulen nach ionischen Vorbild, über dem Portal im 1. OG ein Balkon, den wieder kannelierte Pilaster rahmen, im DG Betonung der Hauptachse durch Dreiecksgiebel, Verkleidung im EG und 1. OG mit Schieferziegeln, DG mit roten Ziegeln, auf der Parkseite halbrunder Anbau im EG, quergestellter 4-geschossiger Flügel, im Süden schließt ein 2-geschossiger Fachwerkbau mit Erker an


Jahrhundertwende
Gründerzeit


Umbau und Ausstattung 1920/30er Jahre


20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Umbau und Ausstattung des Herrenhauses geschahen unter Otto Krebs, in den 1920/30er Jahren. Der Großteil der Zimmer ist mit farbig gefassten Stuck und aufwendigen Vertäfelungen versehen. Die aufwändigen Leuchter in Atrium und Bibliothek sind erhalten, ebenso wie kleinere im Gobelin- und Lederzimmer. Letztgenannte verdanken ihren Namen der Bespannung der Wände. Die Wände des dem Hof zugewandte Lederzimmers sind ab ca. 1 m Höhe mit Leder bespannt. Darunter gliedern massive Vertäfelungen den Raum. Auch in der Kassettendecke wird das Gestaltungselement Holz wieder aufgenommen.
Im benachbarten Gobelinzimmer ist die Decke ebenfalls in Kassetten aufgeteilt, hier vollständig Stuckarbeiten. Die beeindruckenden Gobelins zeigen mythologische Szenen. Abgeschlossen wird der Raum zum Park hin mit einem halbrunden, vollständig befensterten Anbau. Diese Erweiterung geht, ebenso wie das Atrium, auf Krebs zurück.
Das Musikzimmer, hier wiederholt sich die großzügige Befensterung zum Garten hin, wirkt klassischer. Hier dominieren im Gegensatz zu den geometrisierenden Formen von Leder- Und Gobelinzimmer verspielte, florale Elemente, wie Girlanden und Zöpfe.
Die Bibliothek ist wie alle Räume im Erdgeschoß mit aufwendigen Parkett ausgestattet. Die Wände sind hier schlicht einfarbig und nicht untergliedert. Darüber spannt sich eine barock anmutende Decke mit aufwendigen Stuckarbeiten und einem kolossalen Kronleuchter.
Ebenfalls im Erdgeschoß ist die Küche erhalten geblieben. Sie ist dem Park zugewandt und mit Originalinventar versehen. Die wandausfüllenden Einbauschränke und eine Kühleinrichtung vom "Demmerwerk Eisenach" gehen auf den Anfang des letzten Jahrhunderts zurück.
Im Keller sind ein kleines Gewölbe und der Tresor, der Krebs' Schätze vor den Nazis versteckte.


Otto Krebs lies das Herrenhaus zu repräsentativen Wohnzwecken umbauen. Hervorragend erhaltenes Intarsienparkett, Ledertapeten, kostbare Kassetten- und Stuckdecken lassen noch heute den exklusiven Lebensstil Krebs’ erahnen. Abgerundet wird das Ensemble mit der Anlage eines Parks im Stile französischer Gartenkunst ab. Damit schuf der Kunstsammler Krebs an der Peripherie Weimars den passenden Rahmen für eine private Kunstsammlung von besonderer Qualität. Unter den seit den 1920er Jahren zusammengetragenen rund 100 Gemälden befanden sich Arbeiten der Hauptvertreter des deutschen und französischen Impressionismus und Neoimpressionismus, der Fauves und der Nabis: Cézanne, Renoir, van Gogh, Gauguin, Picasso, Degas, Monet, Matisse – sowie zwanzig Plastiken von Rodin, Degas, Lehmbruck und anderen. Gut Holzdorf diente als herrschaftliches Landhaus ganz der Präsentation der Kunstwerke.
In den 1930er Jahren hielt Krebs die größte deutsche Privatsammlung impressionistischer Kunstwerke in Deutschland vor den Nazis und deren Maßnahmen gegen „entartete Kunst“ in einem massiven Tresor versteckt.
Die Lebensgefährtin von Krebs, die als Max-Reger-Interpretin bekannt gewordene Pianistin Frieda Kwast-Hodapp, gab in kleinem Kreis in Holzdorf Konzerte und erbte nach seinem Tod 1941 das Landgut.
Nach Ende des 2. Weltkriegs diente das Landgut der Sowjetarmee als Versorgungszentrum. 1947 wurde die Kunstsammlung von der sowjetischen Militäradministration unter strenger Geheimhaltung aus Holzdorf abtransportiert (im April 1995 tauchten 55 Gemälde in der Ausstellung „Verschollene Kunstwerke“ in der Eremitage von St. Petersburg auf).
Nach Abzug der russischen Truppen wurde das Gut als Schulungsstätte und später als Kinderheim mit angeschlossener Schule genutzt. 1996 wurde das Kinderheim als gemeinnützige GmbH ausgegliedert. Das Objekt stand einige Jahre leer, bevor es die Diakonie erwarb.


Drehbedingungen vor Ort

Einklappen

Lageplan liegt der Film Commission vor, detaillierte Pläne über die Diakonie (s.o.)

Zimmergrössen:
Gobelinzimmer: 76 m²
Bibliothek: 60 m²
Musikzimmer: 60 m²
Lederzimmmer: 63 m²


auf Anfrage


Strom, Wasser, sanitäre Anlagen, Telefon; nicht im 2. OG des Herrenhauses, dort auch keine Heizung


EG, 1. OG, 2. OG, DG


1,2-2 m, Materialtransport in alle Bereiche möglich


keine


großzügige Befensterung, im Keller Kunstlicht notwendig, außen sehr gut, im Osten Baumbestand


sehr ruhig, die anliegenden Straßen sind wenig befahren


auf dem Gelände und unmittelbar daneben ausreichend vorhanden


Verkehrsanbindung

Einklappen
Auto A4, Ausfahrt 49 (Weimar, Rudolstadt), B85 Richtung Rudolstadt, 1. Straße rechts Richtung Legefeld, nach den Gleisen links abbiegen
Bahn RB-Bahnhof in Legefeld, Bahnhof Weimar mit ICE-Anschluss, Anschlussmöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nähere Informationen unter www.sw-weimar.de und www.linienverkehr.de
Flugzeug Flughafen Erfurt-Weimar in 40 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-erfurt-weimar.de;
Flughafen Altenburg Nobitz in 100 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-altenburg.de;
Flughafen Halle/Leipzig GmbH in 120 km Entfernung, nähere Informationen unter www.leipzig-halle-airport.de

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

Einklappen
Dokumente, Experten, Komparsen Dokumente, Archivalien und Kontakt zu Experten über Diakonie (s.o.);

Literatur: Andrea Pophanken/Felix Billeter (Hg.): Die Moderne und ihre Sammler. Französische Kunst in deutschem Privatbesitz vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, Berlin: Akademie Verlag, 2001
Erfahrung mit Dreharbeiten Erich Mielke - Meister der Angst (LOOKS Filmproduktionen GmbH 2015), Der Ursprung der Gewalt (INTEGRAL FILM 2014), Für Elise (ostlicht filmproduktion GmbH 2010), Der Gewaltfrieden (Tellux-Film GmbH 2009), Rotkäppchen (Mediopolis 2005), Videoproduktion Christina Rommel, MDR u.a.