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Villa Hülsemann Altenburg

  • Südansicht von der Johannisstraße aus

  • Südwestansicht von der Humboldtstraße aus

  • Blick vom Eingang nach Südwest (Vorplatz)

  • Eingang mit Blick zum Vorplatz

  • Aufgang 1. OG und Zugang Kontor

  • Treppenhaus 1. OG

  • 1. OG mit Treppenhaus und Flur

  • Fenster 1. OG

  • Schiebetür 1. OG neobarocker Anbau

  • 1. OG neobarocker Anbau

  • 1. OG Blick vom Anbau in den "Altbau"

  • Herrenzimmer 1. OG

  • 1. OG

  • Kamin im Speisezimmer

  • 1. OG

  • 1. OG Fluchten

  • 1. OG

  • 1. OG

  • 1. OG

  • 1. OG

  • Flur 1. OG

  • 2. OG mit Ausblick zum Vorplatz (Johannisstraße)

  • 2. OG

  • Treppenaufgang

  • Küche 2. OG

  • Kontor

  • Kontor

  • Kontor

  • Kontor

  • Kontor

  • Zugang Kontor und Aufgang 1. OG

  • Eingang mit Blick zum Vorplatz

  • Dachgeschoss

  • Dachgeschoss

  • Dachgeschoss

  • Dachgeschoss


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Villa Hülsemann Altenburg
Stadtmotive » Wohnhäuser » Villen
Bundesland
Landkreis
Thüringen
Altenburger Land
Adresse Johannisstraße 19
04600 Altenburg
Ansprechpartner Drehgenehmigung Matthias Jahn
Schloßstraße 20
04600 Altenburg
M: +49 (0) 172 3772274
Ansprechpartner
vor Ort
Matthias Jahn
Schloßstraße 20
04600 Altenburg
M: +49 (0) 172 3772274
Einschränkung der Drehgenehmigung zeitlich nach Absprache Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich nach Absprache

Glaubt man der Sage, reicht die Geschichte des Hauses bis ins Mittelalter zurück. Nachweisbar ist sie ab 1720. Damals wurden Teile des heutigen Gebäudes vom Altenburger Ratsbaumeister Johann Georg Hellbrunn errichtet. 1858 erwarb der norddeutsche Kaufmann Carl Theodor Hülsemann die Villa. Seinem Sohn Clamor verdankt sie ihr heutiges Aussehen. Er gestaltete die Villa 1907 in origineller Art um: Jedes Zimmer in einer anderen Spielart des zeitgemäßen Historismus. Neben den repräsentativen Räumen des 1. OG eignen sich auch die Botenzimmer im Dachgeschoss sowie der Kontor im Erdgeschoss hervoragend für historische Filme.


im Norden des Stadtzentrums, in der Nähe des historischen Marktplatzes und einem weiteren Juwel des Historismus: dem Josephinum


temporäre Nutzung für Veranstaltungen


verschieden, 1.OG mit den repräsentativen Wohnbereich sehr gut, 2.OG z.T. gut erhalten, z.T. sanierungsbedürftig, Kulturdenkmal


Der älteste Teil des Gebäudes geht auf das Jahr 1720 zurück. Es wurde vom Altenburger Ratsbaumeister Johann Georg Hellbrun errichtet. 1858 erwarb der norddeutsche Kaufmann Carl Theodor Hülsemann die Villa als Wohnsitz. Sein Sohn, der Kommerzienrat Clamor Hülsemann, gestaltete 1907 die Räumlichkeiten neu, gemäß des zeitgenössischen Historismus und Jugendstils.
Das traufständige Haus mit Satteldach ist zurückgesetzt und von der Johannisstraße über einen begrünten Vorhof zu erreichen. Durch diese Lage hebt sich die Villa von den benachbarten repräsentativen Bürgerhäusern ab. Der dreigeschossige Bau wurde 1906 mit einem viergeschossigen, giebelständigen Anbau mit repräsentativer Fassade und Turmaufsatz erweitert.


Barock
Historismus
Jahrhundertwende
Jugendstil


1720-1906


18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


1907 gestaltete Clamor Hülsemann die Wohnräume der Villa neu. Dabei inszenierte er jeden Raum in einem anderen Stil des Historismus. Das Ruhezimmer ist im Neorenaissance-Stil gehalten und mit einer Jugendstil-Decke versehen. Das Speisezimmer läßt ebenfalls die Renaissance wiederaufleben und ist u.a. mit einem grünen Kachelofen aus Meißner Porzellan ausgestattet. Ein Pendant dazu findet sich auch im Altenburger Schloß wieder. Im sogenannten Herrensalon werden neogotische mit Art-deco-Elementen verknüpft. Eingelassene Vitrinenschränke und eine artifizielle Lampenfassungen gehören zur originalen Ausstattung des Raumes.
Neben den ehemaligen Wohnräumen sind auch ein Waschraum und ein Badezimmer im Jugendstil erhalten. Ausgestattet sind diese, ebenso wie die Garderobe im ersten Geschoß, mit Villeroy und Boch-Fliessen. Türen und Fenster des Hauses sind durchgängig mit bleiverglasten Dekors versehen, alle mundgeblasen und von Hand eingefaßt.
Neben der großzügigen Befensterung erhellt ein kunstvoll gestaltetes Oberlicht über dem Treppenaufgang die Räume.
Die Wandgestaltung ist nicht original und kann für Produktionen umgestrichen werden.


Bis zum 2. Weltkrieg wurde die Villa als Wohnhaus genutzt. Zur Zeit der Weltkriege beherbergte die Familie Kriegsflüchtlinge. 1980 erwarb die "Akademie der bildenden Künste der DDR" die Villa und übergab diese im Juli 1984 dem staatlichen Kunsthandel der DDR. Nach der Wiedervereinigung stand sie viele Jahre leer, beherbergte zeitweise einen Antiquitätenhandel, Möbelrestauration und eine Galerie. Heute ist sie in Privatbesitz.


Drehbedingungen vor Ort

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Bei Herrn Jahn (siehe oben) zu erfragen
rechteckiger Bau, mit Anbau im Westen, Grundstück hat zwei Zugänge


Im 2. Obergeschoß sind etwa 20 schlichte, leerstehende Zimmer (z.T. mit großzügigen Einbauschränken), die zur Verfügung gestellt werden können.


Kaltwasser, Strom, Telefon, WC


EG, 1. OG, 2. OG, DG


1,5 m breit, außerdem eine steinerne Wendeltreppe und Teile einer hölzernen Wendeltreppe zum Turm, Zugang zur Turmspitze vom DG möglich


keine


2,60 m, großer Saal (Anbau) 5,60 m


Im Treppenhaus recht dunkel, die Zimmer jedoch hell, durch die vielen Fenster. Außen sehr gut, da freistehend


Kaum Beeinträchtigungen durch Verkehr, da das Haus nicht direkt an der Straße steht.


15 auf dem Grundstück, weitere in der Johannisstraße, Tiefgarage "Beim Goldenen Pflug", ansonsten Parken in der Umgebung mit Sondergenehmigung: Ansprechpartner, Fristen und Formulare siehe Produktionszentrum Altenburg


Verkehrsanbindung

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Auto A4, Abfahrt Ronneburg, B7 Richtung Altenburg Zentrum, rechts abbiegen auf: Zeitzer Straße, nach 50 m links abbiegen auf: Carl-Von-Ossietzky-Straße, am Ende der Straße rechts abbiegen auf: Friedrich-Ebert-Straße nach 350 m rechts abbiegen auf: Johannisstraße
Bahn Bahnhof Altenburg (Regionalverkehr), Informationen zum Öffentlichen Personennahverkehr in Altenburg unter www.thuesac.de, THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH
Flugzeug in ca. 5 km Entfernung der Flughafen Altenburg Nobitz (mit Shuttle-Service zum Bahnhof Altenburg), nähere Informationen unter www.flughafen-altenburg.de; außerdem Flughafen Halle/Leipzig GmbH in 60 km Entfernung, nähere Informationen unter www.leipzig-halle-airport.de, oder Flughafen Erfurt GmbH in 120 km Entfernung, nähere Informationen unter www.flughafen-erfurt.de

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Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Herr Jahn (s.o.) ist Experte zur Geschichte der Villa und Sammler von Gründerzeitmobiliar und -inventar, welches er auch auf Anfrage für Dreharbeiten als Requisiten verleiht.
Zudem ist er ebenfalls Eigentümer von Schloss Ehrenberg, welches weitere Motive aus der Zeit des Historismus bietet.
Erfahrung mit Dreharbeiten Der Traum von der neuen Welt (2016 Looks Filmproduktionen GmbH), Heidi (2014 Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion), Nacht über Berlin (2012 UFA Filmproduktion), Jedes Jahr im Juni (2012 Cinecentrum Berlin), Weg zur Macht / Europas letzter Sommer (2011 Tellux Film), Konterrevolution und Machtergreifung (2010 Tellux Film), Der Gewaltfrieden (2009 Tellux Film), sowie Fotoshootings