Das Locarno Film Festival hat sein Programm für die 79. Ausgabe veröffentlicht, die vom 5. bis 15. August 2026 stattfindet.

In der Sektion Piazza Grande feiert „Ich ist ein anderer“ von Felix Randau Weltpremiere. Der Film erzählt die Geschichte von Felix Kersten, dem ehemaligen Masseur Heinrich Himmlers, der 1952 auf den Friedensnobelpreis hofft. Er will sein Vertrauensverhältnis zum Reichsführer der SS genutzt haben, um tausende Häftlinge in den Konzentrationslagern zu retten. Die Journalistin Hedda hält ihn jedoch für einen Scharlatan. Der Film ist eine deutsch-österreichische Koproduktion der ostlicht filmproduktion GmbH und der WEGA Filmproduktionsgesellschaft. 

Übergang“ von Peter Badel und Chris Wright läuft in der Sektion Fuori Concorso. Der Film setzt die von Thomas Heise am 31. Dezember 2023 begonnene umfassende Beobachtung des Alltags von Passantinnen und Passanten sowie Fahrgästen dreier Ebenen des verkehrsreichen Bahnhofs Schönhauser Allee in Berlin fort. Mit filmischen Mitteln werden Lebensgefühl und Interessen der Vorbeieilenden eingefangen – mit den Stimmen von Tom Schilling und Laura Talenti. GMfilms bringt die Produktion der Ma.ja.de. Filmproduktions GmbH im Herbst 2026 in die deutschen Kinos.

Morgen vor langer Zeit“ von Luise Donschen wurde für die Sektion Concorso Cineasti Del Presenti ausgewählt: In den Wirren der Wende wird Patty arbeitslos, verliert ihre Freundin Jelena und geht in den Wald des Kyffhäusergebirges. Als sie nach dreißig Jahren kaum gealtert am Fuße des Berges wieder auftaucht, folgt Jelena ihrer geisterhaften Erscheinung in die historische Landschaft einer ostdeutschen Gegenwart. Produziert haben Fünferfilm und New Matter Films.

Darüber hinaus ist in der Sektion Pardi di domani der Kurzfilm „Together“ von NEOZOON zu sehen. Das Künstlerkollektiv war 2024 Teil der Gründerinitiative MEDIAstart.