Die Deutsche Bücherei, gegründet im Jahre 1912, hat als Gesamtarchiv des deutschen Schrifttums und einem Bestand von rund 20 Millionen Medieneinheiten eine herausragende Bedeutung unter den Bibliotheken in Deutschland. Das Gebäude der Deutschen Bücherei in Leipzig wurde entsprechend dieser Position gestaltet – es zählt heute zu den schönsten und zweckmäßigsten historischen Bibliotheksbauten in Deutschland. Die konkav geschwungene Eingangsfassade empfängt den Besucher mit Details wie allegorischen Statuen, Büsten und Schmuckelementen der Neorenaissance und vermittelt so die Werte des Bildungsbürgertums während des Kaiserreichs, ohne das herkömmliche Gepränge wilhelminischer Bauten aufzuweisen. Die Gestaltung der Innenräume komplettiert das äußere Erscheinungsbild und zeigt ebenfalls verschiedene Kunstwerke. Neben den geschmackvoll schlicht eingerichteten historischen Lesesälen sind das Foyer und die Treppenhalle, das Sitzungszimmer sowie eine Cafeteria original erhalten bzw. restauriert. 2011 wurde der jüngste Erweiterungsbau eröffnet. Das Gebäude bietet Magazine für die Bestände der Bibliothek sowie einen Lesesaal und Ausstellungsflächen für das Deutsche Buch- und Schriftmuseum.
Drehgenehmigungen in der Deutschen Nationalbibliothek sind in jedem Fall eine Einzelfallentscheidung der Hausleitung. Gute Aussichten auf eine solche Genehmigung haben Bild- oder Ton-Projekte, welche Arbeit und Auftrag der Deutschen Nationalbibliothek darstellen oder in künstlerisch-erläuternder Weise zum Inhalt haben.
Für ausschließlich kommerzielle oder unterhaltende Projekte steht die Location nicht zur Verfügung.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Dreh außerhalb der Öffnungszeiten möglich, Personal anfragen, siehe auch Kurzbeschreibung
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache, Benutzerbetrieb muss Priorität haben, siehe auch Kurzbeschreibung
Nutzung
Bibliothek, Ausstellungen, Veranstaltungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Bibliotheksbau nach Plänen von Oskar Pusch und Carl Julius Baer von 1914-16 als Teil der Randbebauung des Deutschen Platzes ausgeführt. Der an die Platzform angepasste, konkav geschwungene Bau weist eine 120 m lange, symmetrisch gestaltete Fassade mit zwei halbrund hervortretenden Türmen an der Eingangsseite auf. Die Schauseite ist reich verziert und in Formen der italienischen Renaissance gehalten, eine Freitreppe führt zum Hauptportal, das durch zehn Pilaster hervorgehoben ist. Darüber symbolisieren mehrere Statuen Technik, Kunst, Justiz, Philosophie, Theologie und Medizin, geschaffen von Adolf F. R. Lehnert und F. Pfeifer. Weitere Elemente der viergeschossigen Fassade bilden die schmiedeeiserne Uhr in der Mittelachse von Herrmann Kayser und die Bismarck, Gutenberg und Goethe darstellenden Gaffköpfe von Fritz Kretzschmar.
Der erste Erweiterungsbau im Südosten aus den 1930er Jahren ist ebenfalls von Oskar Pusch und Carl Julius Baer umgesetzt worden und dem Stil der Neuen Sachlichkeit verpflichtet.
Der zweite Erweiterungsbau stammt aus den 1950er/60er Jahren und wurde von Gerhart Helmer konzipiert.
Der 55 m hohe Bücherturm ist der dritte Erweiterungsbau. Er besteht aus 14 Geschossen und 9 Zwischengeschossen und ist in einem einfachen Kubus mit verkachelter Fassade erbaut, er konnte 1982 eingeweiht werden.
Der vierter Erweiterungsbau hat eine Gesamtnutzfläche von 14.000 qm auf 9 Geschossen (davon 3 unterirdische Magazinetagen). Realisiert wurde der Entwurf der Stuttgarter Architektin Gabriele Glöckler mit dem Konzept "Inhalt-Hülle-Umschlag".
Epoche
Historismus, Jahrhundertwende, Jugendstil, Neorenaissance
Inneneinrichtung
Die Inneneinrichtung ist vorrangig in Formen des späten Jugendstils gehalten und wird akzentuiert durch Kunstwerke am Bau. Das Foyer und die Treppenhalle prägen die vier Wandmosaiken, die die Tätigkeiten Schreiben, Lesen, Betrachten und Malen darstellen, desweiteren beidseitig ein großzügiger Treppenaufgang sowie ein Zierbrunnen. Der Lesesaal für Geisteswissenschaft als größter der Lesesäle verfügt über eine umlaufene Empore aus dunklem Holz und ein Wandbild von Ludwig von Hofmann. Die Uhr über dem Saaleingang wurde ebenfalls von H. Kayser geschmiedet. Das Sitzungszimmer im 1. OG ist original im Stil der Erbauungszeit erhalten und beherbergt die sogenannte Reichsbibliothek.
Zusätzliche Räumlichkeiten
zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Leipzig, siehe Handout Produktionszentrum Leipzig
Erschließung
Starkstrom liegt in verschiedenen Bereichen mit 16 A bzw. 32 A an, Trafo bis 110 kV vorhanden, Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen sind in allen Etagen verfügbar, zu beachten ist, dass sich im ganzen Haus Brandmelder befinden, die durch große Hitze ausgelöst werden können
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Sockelgeschoss mit einer Haupttreppe, insgesamt 4 Nebentreppen von außen zugänglich, Treppenbreite mindestens 1,20 m
Aufzüge:
4 Aufzüge vorhanden und nutzbar, Aufzug Hauptgebäude Ost: max. Belastung 630 kg bzw. 8 Personen, ca. 1,20 m breit x 1 m tief, Aufzug vom Hauptgebäude zum Bücherturm ebenfalls zugelassen für max. 630 kg bzw. 8 Personen, ca. 1,20 m breit x 1 m tief
Parkplätze
ausreichend Stellflächen in den Anlieferungszonen vorhanden, im Turmhof stehen einige Parkplätze, im Posthof 4-5 Lkw-Parkflächen zur Verfügung
umfangreiches Bild- und Textmaterial über das Hausarchiv einzusehen, Kontakt über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeiter könnten als Komparsen angefragt werden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Annett Koschnick
Deutsche Nationalbibliothek
Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig
Kontakt vor Ort
Annett Koschnick
Deutsche Nationalbibliothek
Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig