Die in industrieller Plattenbauweise errichteten Häuser rund um den Dorotheenplatz stellen Experimentalvorhaben des innerstädtischen Wohnungsbaus Mitte der 1980er Jahre dar. Dem allgemeinen europäischen Trend zum Erhalt und Ausbau historischer Stadtkerne folgend, wurde auch in Leipzig versucht, kostengünstig Wohnraum zu schaffen, der sich architektonisch an das gründerzeitliche Umfeld anpassen sollte. Dies gelang durch das Angleichen der Traufhöhen, die Aufnahme vorhandener Gebäudefluchten und einen höheren Gestaltungsspielraum der "Platte", der sich in abwechslungsreicheren Fassaden mit Erkereinbauten, Klinkerelementen, Loggien usw. niederschlug. Die Erdgeschosse der zentrumsnahen, modern ausgestatteten Wohnhäuser bieten Gewerbeflächen für Geschäfte und Dienstleistungsbereiche.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Einschränkungen (räumlich):
Keine grundsätzlichen Einschränkungen im öffentlichen Straßenland. Die Antragstellung für Erlaubnisse nach § 29 Abs. 2 StVO und für Sondernutzungen erfolgt bei der Veranstaltungsstelle der Stadt Leipzig. Die jeweiligen Eigentümer von Immobilien bzw. Grundstücken müssen zusätzlich kontaktiert werden.
In der Umweltzone Leipzig besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge ohne "Grüne Plakette", aber: es gibt eine Ausnahmeregelung für Spielfahrzeuge. Der Einsatz ist jedoch nur am Set gestattet und noch vor Drehbeginn anzeigepflichtig, sonst ordnungswidrig. Nähere Informationen im Handout Produktionszentrum Leipzig (S. 7 und 10).
Nutzung
Wohn- und Geschäftshäuser, öffentliche Einrichtungen/Gewerbe
Kunsthistorische Baubeschreibung
Anwendung der Plattenbauweise unter neuartigen städtebaulich-architektonischen und technologischen Bedingungen. Die Herstellung historischer Straßenräume wurde durch Einordnung der Neubauten in die alte Bauflucht und den Anschluss an die Altbebauung durch geschossweise abgesetzte Außenwandkonstruktionen möglich. Die Experimentalbauten orientierten sich am klassischen europäischen Stadthaus, die Außenwände wurden in gestalterischem Bezug auf die Gründerzeithäuser teilweise mit Klinker beschichtet und durch Erker gegliedert. Das als Vollmontagekonstruktion ausgeführte EG gestattet den Ausbau mit kleinen Läden, die OGs des fünfgeschossigen Grundtyps enthalten Ein- bis Vierraumwohnungen, das Dachgeschoss ist ebenfalls mit Wohnungen ausgebaut. Treppen- und Hauszugänge befinden sich auf der Hofseite, die Verbindung zur Straße erfolgt über einen Hausdurchgang.
Epoche
Nachkriegsarchitektur, Industrielle Plattenbauweise
Inneneinrichtung
Kleine Wohnungen mit gleich groß geschnittenen Schlaf- und Wohnzimmerräumen jeweils an der Sonnen- und Ruheseite des Gebäudes.
Zusätzliche Räumlichkeiten
keine vorhanden, zu erfragen in den umliegenden Geschäften und Einrichtungen
Erschließung
eventuell kommunale Strom- und Wasseranschlüsse nutzbar, anzufragen über die Stadt Leipzig / Ordnungsamt > Verkehrsüberwachung und Veranstaltungsstelle;
oder über die Wohnhäuser der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB), Unternehmenskommunikation
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Aufzüge:
Parkplätze
in den umliegenden Straßen öffentliche Parkplätze vorhanden, aber wegen der Innenstadtnähe oft belegt, sollen Verkehrsflächen reserviert werden, muss 14 Arbeitstage vor Drehbeginn ein Antrag im Ordnungsamt/ Veranstaltungsstelle mit folgenden Angaben eingereicht werden: Anschrift/Tel./Fax. des Antragstellers bzw. Verantwortlichen vor Ort, Drehzeit, -ort, aussagefähige Lageskizze mit den gewünschten Flächen für die Produktionsfahrzeuge bzw. Motiv, Besonderheiten (Trailerfahrten, Aufbau auf Schienen für Kamera etc., Verkehrszeichenplan der autorisierten Firma)
Handout "Produktionszentrum Leipzig" mit weitere Kontakte und Informationen für die Produktionsvorbereitung im Handout Produktionszentrum Leipzig;
Publikation zum kommunalen Wohnungsbau in Leipzig:
Pro Leipzig e. V. und Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH: Eine Wohnung für alle. Geschichte des kommunalen Wohnungsbaus in Leipzig 1900-2000, Leipzig 2000
Erfahrungen mit Dreharbeiten
ist vorhanden, u.a.:
SOKO Leipzig (27. Staffel, 2026)
Superbusen (2026)
Der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) gehören folgende Häuser in der Kolonnadenstraße: 1-3, 11-13, 21-29, 2-10, 14-16, 30. Für eventuelle Dreharbeiten in den Wohnungen ist eine sorgfältige und frühzeitige Abstimmung (mind. 14 Tage im Voraus) notwendig. Ansprechpartner ist die LWB Unternehmenskommunikation.
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Henriette Pöritz
Stadt Leipzig | Ordnungsamt
Sachbearbeiterin Veranstaltungsstelle (Ansprechpartnerin für verkehrsrechtliche und ordnungsbehördliche Anordnungen)
Prager Straße 118-136, Haus A
04317 Leipzig
Kontakt vor Ort
Uta Johannes
Stadt Leipzig | Amt für Wirtschaftsförderung
Sachbearbeiterin Medien und Kreativwirtschaft (Zentrale Ansprechpartnerin für Filmproduktionen)
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig