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Gedenkstätte Hoheneck

Gedenkstätte Hoheneck

© MDM / Katja Müller

Gefängnishof, Blick auf den Ostflügel

Gefängnishof, Blick auf den Ostflügel

© MDM / Katja Müller

Gefängnishof, Blick auf den Westflügel

Gefängnishof, Blick auf den Westflügel

© MDM / Katja Müller

Jahrhundertwende Verwaltungs- und Sozialbauten Justizbauten Gedenkstätten Gefängnisse

Der denkmalgeschützte historische Gefängniskomplex der ehemaligen JVA Hoheneck besteht aus Haupttrakt, Süd-, West- und Nordflügel. In Süd- und Westflügel befanden sich die Häftlingszellen auf über vier Etagen. Im Nordflügel waren Produktionsanlagen untergebracht. Zum Freigang diente der Innenhof. Der Kernbereich wird von einer 420 m langen, 4 m bis 7 m hohen Mauer umschlossen. Die Anlage beherrscht die Stadtgestalt von Stollberg und ist bereits von der Autobahn A72 aus sichtbar. Zur Zeit der DDR war Hoheneck das größte Frauengefängnis, berüchtigt für seine Haftbedingungen.

Hinweise zum Dreh

Einschränkungen (zeitlich):

nach Absprache, u. a. wegen Baumaßnahmen

 

Einschränkungen (räumlich):

nach Absprache,

ACHTUNG: Sanierungsarbeiten im Ostflügel, siehe Abschnitt NUTZUNG

Nutzung

Im Nordflügel zog 2017 die aktive Lern- und Erlebniswelt „Phänomenia" ein.

Im Ostflügel, der als Verwaltungsgebäude genutzt wurde, beginnen im Sommer 2025 die Sanierungsarbeiten, die bis ca. Mitte 2027 dauern sollen.

Im Westflügel (1. OG) befindet sich die Dauerausstellung der Gedenkstätte Hoheneck, die im Sommer 2024 feierlich eröffnet worden ist. Seit 2023 beherbergt der sich im Westflügel befindende Große Saal, der für Gottesdienste und Kinovorführungen genutzt wurde, die moderne Spielstätte des Theaters „Burattino" sowie den Sitz des Theaterpädagogischen Zentrums im Kulturellen Bildungsbetrieb Erzgebirgskreis.

Der Südflügel ist im Kellergeschoss sowie vom Erdgeschoss bis ins 3. Obergeschoss als historischer Ort erhalten. Im Dachgeschoss des Südflügels befindet sich ein sanierter Ausstellungs- und Tagungssaal. Die vier Etagen des Zellentraktes im Südflügel samt Kellergeschoss stehen weiterhin für Führungen und Dreharbeiten zur Verfügung.

(Stand: 06/2025)

Kunsthistorische Baubeschreibung

Die seit dem 18. Jh. als Hoheneck bezeichnete Anlage erhielt ihre beherrschende Gestalt während des Ausbaus zur Strafanstalt seit 1862, insbesondere durch umfangreiche Baumaßnahmen 1886/87.
Im Südflügel befinden sich Strafvollzugszellen, die mit bis zu 30 Häftlingen belegt wurden, sowie Einzel-/Arrestzellen und Dunkelzellen für den verschärften Strafvollzug. Im KG gab es neben Dunkelzellen auch eine Wasserzelle. Dunkelzellen wurde bis in die 1980er Jahre zur Häftlingsdisziplinierung genutzt, die Wasserzelle existierte von 1973-1976.
Der Westflügel ist der älteste Teil der Haftanstalt. In den Großraumzellen dieses Flügels waren bis zu 48 Häftlinge untergebracht. Bemerkenswert ist die Kapelle im 3. OG mit Bruno-Kircheisen-Orgel (1862), die als Kinosaal und Aufenthaltsraum diente.
Der Nordflügel wurde 1862 als Arbeitslager mit Wasch- und Schlafgelegenheiten errichtet. Hier befanden sich auch später verschiedene Produktionsstätten, beispielsweise die Zentralnäherei für Haftkleidung für Gefängnisse der DDR.

Epoche

Jahrhundertwende

Inneneinrichtung

West- und Nordflügel sind im Innenbereich gänzlich kernsaniert und beherbergen moderne Ausstellungs- und Büroräume. Zellenbereiche im West- sowie Produktionsstätten im Nordflügel wurden komplett ab- bzw. umgebaut. Die Kapelle im Westflügel ist zum Theatersaal umgebaut, die Speisesäle im Nordflügel beherbergen heute den zentralen Zugangs- und Kassenbereich sowie ein Bistro. Die verbliebenen Zellen im Südflügel sind ohne Inventar. Jedoch wurde verlorene Innenausstattung teilweise im Stil der 1970er und 1980er Jahre der DDR wiederbeschafft, u. a. Doppelstockbetten und 3-fach-Betten, um sie in Zukunft wieder einzubringen.

Zusätzliche Räumlichkeiten

weitere Räumlichkeiten von insgesamt etwa 250 qm in einem Nebengebäude außerhalb der Gefängnismauern

Erschließung

Stark- und Normalstromanschlüsse, Wasseranschlüsse und sanitäre Anlagen vorhanden

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen:

Zwei 1,20 m breite Eisentreppen verbinden die Geschosse im Zellentrakt des Südflügels. Der Umgang zu den Zelleneingängen ist ebenfalls 1,20 m breit.

 

Aufzüge:

Aufzüge sind im Westflügel (mit Zugang zum Südflügel) sowie im Nordflügel vorhanden

Parkplätze

außerhalb des Gebäudekomplexes: eine etwa 700 qm große Stellfläche für Pkw, Busse und Lkw

Lage

Gedenkstätte Hoheneck

An der Stalburg 6/7
09366 Stollberg/Erzgeb.

Kontakt

Gedenkstätte Hoheneck
An der Stalburg 6/7
09366 Stollberg/Erzgeb.

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Gedenkstätte Hoheneck gGmbH

An der Stalburg 6/7
09366 Stollberg/Erzgeb. OT Hoheneck

T: +49 (0) 37296 859360
info@gedenkstaette-hoheneck.de

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