Der prächtige Jugendstilbau wurde anlässlich der 350-Jahr-Feier der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Jahr 1908 eingeweiht. Der nach außen hin abgeschlossene, drei- und viergeschossige, asymmetrisch gegliederte Komplex gliedert sich harmonisch in das städtebauliche Umfeld ein. Seine schmuckarme, allein auf die Wirkung von großen architektonischen Formen angelegte Gestaltung gilt als wegweisend für einen sachlich-funktionalen Baustil. Das Gebäude wurde von 1990-93 umfassend renoviert und die ursprüngliche Raumfolge zum größten Teil wiederhergestellt.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
Neben Aula, Senatssaal, Hörsälen, Seminarräumen und einer Cafeteria sind das Rektorat, die Prorektorate, Dekanate, das Kanzleramt, Dezernate, das Universitätsarchiv und der Thüringer Zentralkatalog untergebracht.
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der Komplex ist nach außen abgeschlossen, drei- und viergeschossig, und asymmetrisch gegliedert. Die architektonisch unterschiedlich gestalteten, mit geschwungenen Zwerchhäusern und Giebeln akzentuierten Flügel sind um zwei Innenhöfe gruppiert, zwischen denen die Aula liegt.
Die Hauptfassade an Nord- und Ostflügel weist aufwendige Portalanlagen und vollständige Quaderverblendung auf. Der übrige Teil ist über einen Quadersockel mit Putzfassaden versehen. Plastische Fassadendekoration und -reliefs sind sparsam gehalten: An der Nordfassade figürliche Allegorien der vier klassischen Fakultäten von Adolf Brütt, die 12 Tierkreiszeichen auf dem Turm und am unvollendeten Ostportal von Ludwig Habich.
Der große Innenhof im Osten ist mit einem Laubengang im Norden, einem ca. 42 m hohen Treppenturm und einem freistehenden Brunnenhaus repräsentativer gestaltet. Am achteckigen Brunnenhaus sind drei Reliefs mit figürlichen Allegorien der Thüringer Flüsse Saale, Werra und Ilm von Arno Zauche und ein Bismarckporträt von Hischen angebracht.
Der nach der Fertigstellung 1908 noch umstrittene Bau erlangte bald Anerkennung als Vorläufer der modernen Architektur. Seine schmuckarme, allein auf die Wirkung von großen architektonischen Formen und Farben angelegte Gestaltung gilt als wegweisend für einen sachlich-funktionalen Baustil.
Epoche
Jahrhundertwende, Klassische Moderne, Jugendstil
Inneneinrichtung
Die farbige Innenraumgestaltung geht auf Theodor Fischer und seinen Assistenten Bruno Taut zurück. Die bildkünstlerische Ausgestaltung mit Wandbildern, Gemälden und Skulpturen übernahmen einige der bekanntesten Künstler ihrer Zeit.
Das Innere ist schlicht und funktional gehalten. Helle Flure und Treppenhäuser mit roten Boden- und blaugrünen Wandfliesen bestimmen das Erscheinungsbild. Das Erdgeschoß ist fast durchgängig gewölbt. Die große Ausstellungshalle und die Nebenräume des ehemaligen Archäologischen Museums wurden 1962 verbaut. Im Nordflügel befindet sich die repräsentative Eingangshalle. Von ihr aus gelangt man in die Aula (ein großer Saal mit schmalen, durch Arkaden getrennten Nebenschiff), die der alten, zweischiffigen Universitätskirche an der Gründungsstätte der Universität, dem Collegium Jenense, nachempfunden ist. Der oberste, bis in den Dachstuhl reichende Teil des Saales wurde 1937 abgehängt und ausgebaut, so dass sie ihre ursprüngliche Höhe einbüsste. An der Stirnwand der Aula ist das Monumentalgemälde "Auszug der deutschen Studenten in den Befreiungskrieg 1813" (1909) von Ferdinand Hodler angebracht. Ursprünglich hing das Bild im ersten Obergeschoß des Ostflügels.
Einen der schönsten Räume, dem 1990-93 restaurierten Senatssaal, ziert das dreiteilige 1909 entstandene Gemälde "Die neun Musen" von Ludwig von Hoffmann. Von der barocken Ausstattung des abgerissenen Schlosses wurden eine zweiflüglige Tür und eine Stuckrahmdecke übernommen.
Zusätzliche Räumlichkeiten
Innerhalb der Vorlesungszeit schwierig. Während der vorlesungsfreien Zeit können Seminarräume auf Absprache genutzt werden. Der Senatssaal ist buchbar.
Erschließung
Strom, Wasser, Sanitäre Einrichtungen, Telefon
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
In jedem Flügel 2,4 m breit.
Aufzüge:
Ein Aufzug, bis ins 2. OG. 630 kg Belastung bei maximal 8 Personen.
Parkplätze
am Gebäude Be-und Entladen möglich, keine öffentlichen Parkplätze, Parkplatz Schloßgasse (30 m westlich) und Inselplatz (200 m nördlich), Ansprechpartner verkehrsrechtliche Anordnungen im Handout Produktionszentrum Jena
20000 Studenten
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Theresa Wolff - Der schönste Tag (Ziegler Film, 2023)
Als Kulisse für aktuelle Berichterstattung, Film über Ernst Abbe, Beiträge über Schiller, Spielfilm "Jena Paradies"
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Axel Burchardt
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Kommunikation/Pressestelle
Fürstengraben 1
07743 Jena
Kontakt vor Ort
Axel Burchardt
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Kommunikation/Pressestelle
Fürstengraben 1
07743 Jena