Die labyrinthartig miteinander verbundenen, über mehrere Ebenen reichenden Gewölbe der Moritzbastei stammen zu großen Teilen noch aus ihrer Erbauungszeit, der Renaissance. Als Barbakane dem eigentlichen Stadtmauerring südöstlich vorgelagert, sollte die Bastion die Stadt zusätzlich vor angreifenden Truppen schützen. Nach wechselnder Überbauung im Laufe der Jahrhunderte und Zuschüttung nach 1943 wurde das ursprüngliche Ziegelstein- und Mischmauerwerk im Rahmen einer Studenteninitiative in den 1970er Jahren wieder freigelegt und zum weltweit größten Studentenklub ausgebaut. Heute dienen die Räume der kurz "mb" genannten Moritzbastei einem breiten Spektrum kultureller Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Get togethers oder einfach als Café mit studentischem Ambiente.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
bis ca. 17 Uhr günstig, danach oft Veranstaltungen
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache, Veranstaltungskalender beachten
Nutzung
Kulturveranstaltungen, Konzerte, Diskothek, Café, Gastronomie, Ausstellungen, Vermietung
Kunsthistorische Baubeschreibung
1151-53 Bau der Bastion durch Hieronymus Lotter, Gestalt des Ziegelbaus mit Bruch- und Werksteinen nach altitalienischer Manier;
Äußeres heute aufgrund des Bodenniveauunterschiedes nur teilweise freigelegt, Porphyrwölbung markiert Trennung der zwei Ebenen: unteres, schräg stehendes Mischmauerwerk aus dem 16. Jh., Erscheinung des oberen, senkrecht stehenden, verputzten Gebäudeteils wahrscheinlich aus den Umbauten im 18. Jh. resultierend. Wappen aus Porphyrtuff an der Südostseite nahezu vollständig verwittert. An der Nordseite der im Grundriss als Fünfeck angelegten Bastei erschließen sich das heute als Terrasse genutzte Dach und die zwei Innenhöfe, die über eine neu eingebaute Treppenanlage zu erreichen sind und als Zugang zur unteren Ebene fungieren.
Epoche
Renaissance
Inneneinrichtung
dominierender Raumeindruck durch mächtige Renaissancegewölbe und unverputztes Klinker- und Bruchsteinmauerwerk, auf unterschiedlichen Ebenen erschließt sich eine Vielzahl von Räumen und Nischen, z. B.:
Oberkeller: Struktur der Tonnen-, Spitzbogen- und Kreuzgewölbe im 18. Jh. durch massive Stützpfeiler ausgebaut, Höhe bis zu 7 m, Fußboden durchgängig aus klosterformatigen roten Klinkersteinen bestehend, Einrichtung mit einfachen, robusten Holztischen und -bänken, Ausgestaltung der Räume mit Kunstwerken
Veranstaltungstonne im Unterkeller: größtes Tonnengewölbe der Moritzbastei (20 m lang, 6 m breit, 6 m hoch) und gleichzeitig wichtigster Bühnenraum, Fußboden mit rechteckigem, hellgrauen Marmor ausgelegt
Café Barbakane: im offenen Winkel liegender Raum, mit Zugang zu beiden Innenhöfen, hier geputzte Decke mit weißem Anstrich und Travertin-Fußboden, Ausstattung mit schlichten Café-Möbeln, wechselnde Ausstellungen
Fuchsbau: im ältesten Teil der Bastei befindlich, Gewölbebogen aus Mischmauerwerk fast vom Boden kommend und in ca. 4 m Höhe durch eine Stahlbetondecke abgeschlossen, zum westlichen Innenhof hin Glas-Stahl-Wand, inmitten des Raumes elegante ovale (Cocktail)Bar, bequemes samtbezogenes Mobiliar
Zusätzliche Räumlichkeiten
bei Bedarf können zwei Backstageräume mit eigener Toilette, Dusche, Spiegelfläche von je 20 qm zusätzlich angemietet werden, Catering ist über die hauseigene Gastronomie möglich, in drei Hotels der Leipziger Innenstadt können auf Anfrage Sonderkonditionen der Moritzbastei Betriebs GmbH genutzt werden
Erschließung
Basteiräume für Veranstaltungen ausgebaut, ausreichend Normal- und Starkstromanschlüsse (Veranstaltungstonne bis 63 A) flächendeckend vorhanden, ebenso Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen nutzbar, bei Bedarf kann eventuell ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppe zum westlichen Innenhof: 1,20 m breit, Treppen von der Veranstaltungstonne zum Oberkeller: 2,50 m, im Oberkeller selbst sehr breite Treppen vorhanden; Technikanlieferung über Wirtschaftseingang an der Universitätsstraße am günstigsten
Aufzüge:
ein kleiner Lastenaufzug mit max. Belastung von 100 kg vorhanden
Parkplätze
gebührenpflichtige Pkw-Parkplätze in der Tiefgarage am Augustusplatz, offizielle Zufahrt zur mb über den Augustusplatz, keine Lkw-Stellplätze vorhanden, eventuell Ausnahmegenehmigung bei der zentralen Ansprechpartnerin für Dreharbeiten in der Stadt Leipzig beantragen; Be- und Entladen am Objekt nach Entpollerung (durch Moritzbastei) problemlos
Archiv vorhanden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sowohl Erfahrungen mit Kino- als auch TV-Spielfilmproduktionen, TV-Serien und Musikvideos:
Der schwarze Nazi (2014)
Beas Vorstellung von Glück (2005)
Zwei schräge Vögel (1989)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Marten Lorenzen
Moritzbastei Betriebs GmbH
Marketing / PR
Kurt-Masur-Platz 1
04109 Leipzig
Kontakt vor Ort
Marten Lorenzen
Moritzbastei Betriebs GmbH
Marketing / PR
Kurt-Masur-Platz 1
04109 Leipzig