Die Musiktheatertradition Leipzigs ist nach der Venedigs und Hamburgs eine der ältesten Europas. Zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde hier erstmals eine öffentliche Oper gegründet. Nach der Zerstörung des Vorgängerbaus von 1868 im Zweiten Weltkrieg erfolgte die Wiedererrichtung des Gesellschaftsbaus bis 1960 an gleicher Stelle, der Nordseite des Augustusplatzes. Das neoklassizistische Theatergebäude verbindet Grundsätze modernen Bauens mit Schmuckelementen sozialistischer Baukunst. Die sehr gut erhaltene Innenausstattung im Stil der 1950er Jahre - bemerkenswert vor allem die Foyers, die Garderoben- und Treppenhalle sowie die Intendantenloge - hat bis heute nichts von ihrer Repräsentativität eingebüßt. Das Dreispartenhaus mit seinen vielfältigen Opern-, Operetten- und Ballettaufführungen nutzt die optische Wirkung seines Opernhauses und lässt sie in das zugleich traditionelle wie auch avantgardistische Image einfließen.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
abhängig vom Spielplan, abends und am Wochenende generell schwierig
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
Opernhaus, Ballett, Lesungen, Foren, etc.
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der klar gegliederte dreigeschossiger Theaterbau stellt eine Synthese aus neoklassizistischen und modernen Architekturformen dar. Entwurf und Umsetzung des Baus erfolgten durch Kunz Nierade, der auch Architekt der Komischen Oper Berlin war. Das durch eine Laterne nach oben abgeschlossene Bühnenhaus besteht aus drei Foyerebenen, zwei niedrigere Seitenbühnen treten aus der Bauflucht heraus. Das Hauptportal ist als zweigeschossige Loggia gestaltet.
Die mit Elbsandstein verkleidete Fassade gliedert eine feine Binnenstrukturierung sowie ein enges Raster großformatiger, goldeloxierter Fenster. Die Foyertüren an den Seitenterrassen schmücken Flachreliefs mit theaterspezifischen und Staatssymbolen. Ein umlaufendes, 350 m langes Attikageländer bekrönt den Theaterbau.
Inneneinrichtung
Die Innenarchitektur aus den 1950er Jahren ist größtenteils im Original erhalten, Funktionalität und räumliche Großzügigkeit dominieren. Die Raumausstattung ist farblich und in den verwendeten Materialien auf die Raumabfolge abgestimmt, repräsentativster Saal neben dem Bühnenraum (Einrangtheater mit zwei runden Sonderlogen, holzverkleideten Wänden, Kassettendecke) ist das Konzertfoyer im 3. OG (Kronleuchter, Parkett, Goldstrukturtapete). Neben den im schlichten Stil der 1950er Jahre eingerichteten Erfrischungsfoyers (Polstermöbel, Kugellampen) ist weiterhin die Intendantenloge im 2. OG bemerkenswert (Polstergarnituren, Stehlampen, holzvertäfelte Wände).
Zusätzliche Räumlichkeiten
verschiedene Räume können zusätzlich angemietet werden, z. B. Erfrischungsfoyers (70-100 qm);
eine weitere Spielstätte der Oper Leipzig ist die Musikalische Komödie im Stadtteil Lindenau, die bis 2021 umfassend rekonstruiert wurde, auch hier gibt es bei der Nutzung zeitliche Einschränkungen in Abhängigkeit von Spielplan und Probenbetrieb
Erschließung
Stark- und Normalstrom im ganzen Haus verfügbar, Wasseranschlüsse auf Anfrage nutzbar, sanitäre Einrichtungen ausreichend vorhanden, Erschließungsplan des ganzen Hauses vom Motiveigner erhältlich
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
mehrere Treppenhäuser von unterschiedlicher Größe, Techniktransport über Sondereingänge in der Goethestraße möglich
Aufzüge:
mehrere Personenaufzüge, ein Lastenaufzug sowie verschiedene kleine Aufzüge vorhanden
Parkplätze
kostenpflichtige Pkw-Parkplätze in der Tiefgarage am Augustusplatz vorhanden, sonst keine weiteren Stellflächen verfügbar, Ausnahmegenehmigung für Lkw-Stellplätze an der Ost- oder Westseite des Opernhauses bei der Stadt Leipzig zu beantragen, Kontakte siehe Handout Produktionszentrum Leipzig
Komparserie im Haus wird betreut von Esther Maria Rose, T: +49 (0) 341 1261381
Erfahrungen mit Dreharbeiten
- Ich ist ein Anderer (AT) (2025)
- Leidenschaft und Pflicht und Liebe - Die drei Leben der Clara Schumann (2019)
- Into the Beat – Dein Herz tanzt (AT: Into the Beat – Der Tanz deines Lebens aka Break the Ballet) (2019)
- Deutschland89 (2019)
- Lara (2017)
- 24 Wochen (2015)
- Die Kulturakte - Wagnerwahn (2013)
- Die Wolken von Sils Maria (AT: Clouds of Sils Maria / Sils Maria) (2013)
- Fenster zum Sommer (2010)
- Carlos - Der Schakal (2009)
- Hunger auf Leben (2003)
vorwiegend TV-Berichterstattung im Rahmen von Aufführungen und Premieren, aber auch Dreharbeiten für Spielfilme und Doku-Fiction, z.B.:
Ich ist ein Anderer (AT; 2025)
Into the Beat - Der Tanz deines Lebens (2019)
Deutschland89 (2019)
Leidenschaft und Pflicht und Liebe - Die drei Leben der Clara Schumann (2019)
Lara (2017)
24 Wochen (2015)
Die Wolken von Sils Maria (AT: Clouds of Sils Maria / Sils Maria; 2013)
Geschichte Mitteldeutschlands: Hilde Benjamin, Markus Wolf (2013)
Chaplin (2013)
Die Kulturakte - Wagnerwahn (2013)
Fenster zum Sommer (2010)
Carlos - Der Schakal (2009)
Tanz mit der Zeit (2006/2007)
Hunger auf Leben (2003)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Elisa Völkel
Oper Leipzig
Sachgebietsleiterin Vertragswesen und Grundsatzfragen
Augustusplatz 12
04109 Leipzig
Kontakt vor Ort
Elisa Völkel
Oper Leipzig
Sachgebietsleiterin Vertragswesen und Grundsatzfragen
Augustusplatz 12
04109 Leipzig