Das ehemalige Kloster Anrode ist eine geschlossene Anlage mit dörflichem Charakter. Es besitzt eine sehr wechselvolle Geschichte: errichtet als Nonnenkloster, nach der Säkularisierung betrieben als landwirtschaftlicher Betrieb, Gutsanlage, Flachsrösterei und Seilerfabrik. Heute lebt nur noch eine Mietpartei auf dem Gelände, welches seit 1993 im Besitz der Gemeinde ist. Neben einem Museum, einer Schänke und temporären Veranstaltungen sind die meisten der Gebäude ungenutzt. Der Zustand der Räumlichkeiten ist unterschiedlich. Vom idyllischen Anger über das DDR-Ambiente im Gasthaus bis zum morbiden Charme des ehemaligen Nonnenhauses bietet sich das Areal als Kulisse für verschiedenste Zeiten und Genres an.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
überwiegend Leerstand, museale Nutzung, Vieh- u. Bauernmärkte, kulturelle Veranstaltungen, eine Mietpartei im Gasthaus
Kunsthistorische Baubeschreibung
Die Klosteranlage wurde im Wesentlichen um 1600 errichtet und zwischen 1649-93 wiederhergestellt. Im 19. und 20. Jhd. folgten bauliche Veränderungen und Neubauten.
Zentrum der Anlage sind Propstei und Hof, die von einer Ringmauer mit angebauten Wirtschaftsgebäuden, in Form eines unregelmäßigen Vierecks umbaut sind. Von den Zufahrten sind das Bickenrieder Torhaus im Nordosten und das Büttstädter Torhaus im Nordwesten erhalten.
Die so genannte Abtei und das ehemalige Gast- und Gerichtshaus sind in Winkelform südlich an die Kirche angelehnt. Der dreigeschossige Fachwerkbau hat einen kleinen Erker an der Ostseite. An der Ostmauer des Gast- und Gerichtshauses findet man noch das Relief einer Kreuzigung. Die Südseite wurde im Zuge eines Terrassenanbaus historisierend verändert.
Errichtet wurde die ehemalige Propstei 1654. 1765 und 1811 wurden Renovierungen für die Umnutzung zum Gutshaus vorgenommen.
Die ehemalige Klosterkirche St. Andreas wurde 1590 fertig gestellt und seit 1670 durch Antonio Petrini erneuert und umgebaut. Der sechsachsige Saalbau weist einen schlichten, zweigeschossigen Wandaufbau mit Korb- und Rundbogenfenstern auf. Über den Rundbogenfenstern im Chor sind Okuli eingelassen. Ursprünglich zierten das Satteldach zwei Dachreiter, von denen nur der östliche oktogonale erhalten blieb.
Im Westen wird der Baukörper durch das ehemalige, 1608-12 errichtete und 1670 erneuerte Nonnenhaus fortgesetzt. Dieser Bau ist allerdings nur noch rudimentär vorhanden. Das Obergeschoß mit den Zellen wurde 1950 abgetragen und der übrige Bau entkernt.
Epoche
Gotik, Renaissance, Barock, Historismus
Inneneinrichtung
Unterschiedlich. Innenausstattung überwiegend entfernt, Nonnengebäude und Kirche stark verfremdet. Vestibül und Treppenaufgang in der Propstei erhalten, jedoch renovierungsbedürftig. Gästehaus gut erhalten, mit Einrichtung im nostalgischen Ambiente (DDR).
Zusätzliche Räumlichkeiten
ausreichend vorhanden (Propstei, Gasthaus, nahegelegenes Forsthaus)
Erschließung
Wasser, Strom
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
gebäudeabhängig
Aufzüge:
keine
Parkplätze
auf und am Gelände ausreichend vorhanden
Veranstaltungsplan, ausführliches Bildmaterial, Literaturhinweis und Informationen zur Geschichte des Klosters unter www.kloster-anrode.de
Erfahrungen mit Dreharbeiten
noch nicht
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Jonas Urbach
Gemeindeverwaltung Anrode
Bürgermeister
Hauptstraße 55
99976 Anrode OT Bickenriede
Kontakt vor Ort
Jonas Urbach
Gemeindeverwaltung Anrode
Bürgermeister
Hauptstraße 55
99976 Anrode OT Bickenriede