Der historistische Repräsentativbau der Sparkasse Bernburg wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Der hohe von einer Laterne bekrönte Turm an der Südseite lässt das Gebäude sehr markant erscheinen. In seinen Räumen fanden die Sparkasse und die Kreisverwaltung Platz. Im Erdgeschoss lag die Geschäftshalle der Girokasse, bis heute als großer Saal mit Kreuzgewölbe und zwei eingebauten Tresoren erhalten. Die Obergeschosse der Verwaltung sind ebenfalls komplett in ihrer Struktur und Ausstattung erhalten, mit original Bodenbelägen, Türen, Holzverkleidungen, Einbauten und Buntglasfenstern. Auch das Haupttreppenhaus zeigt sich in historischem Charme, insbesondere die geographisch-astronomische Kunstuhr von Johann Ignatz Fuchs ist erwähnenswert. Heute dient das Gebäude als Rathaus der Stadt Bernburg. Mit seiner sehr gut erhaltenen authentischen Bausubstanz ist dieser Bau insbesondere für Dreharbeiten zu historischen Stoffen zu empfehlen, aber auch gut für zeitgenössische Themen einsetzbar.
Hinweise zum Dreh
Dreharbeiten sind möglich außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache unter Berücksichtigung von Veranstaltungen in Bernburg.
Nutzung
Verwaltungsgebäude
Kunsthistorische Baubeschreibung
Das heuige Rathaus I ist als historistischer Repräsentativbau in massiver Ziegelbauweise erbaut worden. Die Fassade wurde großzügig mit Gaupen und Erkern geschmückt, ein Balkon erlaubt den Austritt aus dem Dienstzimmer. An der Südseite steht der Turm, an der Nordseite ein schlichter Verwaltungsbau aus den Jahren 1933/34. Das Rathaus ist voll unterkellert, darüber liegen drei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich ein großräumiges Kreuzgewölbe, das von vier Hauptsäulen getragen wird. Die beiden darüber liegenden Geschosse sind als Verwaltungsetagen ausgeführt. Eine Pfettendachkonstruktion mit liegendem Dachstuhl schließt nach oben ab. 1938, zur 800 Jahrfeier von Bernburg wurde vor den Fenstern der Girogeschäftshalle (heute Ratssaal) eine Blumenuhr errichtet. Eine Besonderheit ist das Sandsteinportal aus dem Jahr 1621 im südlichen Turm, dessen Sandsteinfassung von einem verfallenen Jena’schen Haus in Güsten stammt. Dieser Seiteneingang diente dem Kreisdirektor, Schlosshauptmann und Kammerherr Adolf Friedrich Dedo von Krosigk dazu, seine Privaträume im II. Obergeschoss zu erreichen.
Epoche
Historismus, Neorenaissance
Inneneinrichtung
Ratssaal:
14,50 m x 15,00 m
ehemalige Girogeschäftshalle der Sparkasse mit einem Haupteingang und einem Hinterausgang, zwei funktionstüchtige Original-Tresore , Buntglasfenster, moderner Bodenbelag und zeitgemäßes Mobiliar, 220 m²
Treppenhaus und Flure:
Breite Flure 2,20 m
gut erhaltener, ursprünglicher Zustand; Buntglasfenster; im 1. Obergeschoss steht die geographisch-astronomische Uhr; zeitgemäßes Mobiliar; Fluchtwegkennzeichnung
Eine Besonderheit ist die Kunstuhr, eine Weltzeituhr, gefertigt vom Turmuhrenfabrikanten Johann Ignatz Fuchs. Sie wurde 1878 erstmals im Rathaus am Markt aufgestellt. Sie zeigt die Bernburger Zeit, Sternzeit, Mondbewegung, Kalendarium und die Zeit von 20 Weltstädten an. Ihre Mechanik besteht aus 196 Rädern, Getriebe- und Hebeltechnik, zwanzig Anzeigeblättern umrahmen drei weitere große Ziffernblätter in der Mitte sowie einen runden Ausschnitt für die Mondkugel. Das Herzstück ist ein Zahnrad, welches sich in vier Jahren einmal dreht. Die Uhr muss selbst in Schaltjahren nicht nachgestellt werden.
Trauzimmer:
6,80 m x 10,80 m
Dienstzimmer des Direktoren und früherer Sitzungssaal des Kreistages im Original erhalten, Holzvertäfelung, Einbauschränke mit originalen Glasfenstern (das Muster korrespondiert mit den großen Buntglasfenstern des Hauses), Holzdecke, helle Tapete, moderner Bodenbelag, Grünpflanzen, wenige Holzmöbel, Heizkörper, Austritt auf den Balkon
Vorzimmer: historisch eingerichtet, original Türen, Uhrenmechanik der geographisch-astronomischen Kunstuhr mit Verbindung zur Kunstuhr im Treppenhaus, teilweise Holzvertäfelung, Buntglasfenster
Büros der Stadtverwaltung in zeitgemäßer Einrichtung
Zusätzliche Räumlichkeiten
müssen aktuell mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden
Erschließung
Strom- und Wasseranschlüsse sowie sanitäre Anlagen den modernen Anforderungen entsprechend vorhanden, 20 m vor dem Rathaus befindet sich außen ein Starkstromkasten.
Informationen zur Zugänglichkeit
Haupttreppe: 1,80m breit
Parkplätze
Vor dem Theater sind öffentliche Busparkplätze vorhanden, LWK müssen in den Nebenstraßen oder auf dem Rathaushof parken, öffentliche Parkplätze für PKW sind ebenfalls ausreichend vorhanden, Ansprechpartner in der Statdverwaltung ist Herr Meißner (siehe Ansprechpartner).
Herr Meißner von der Stadtverwaltung vermittelt gern bei Anfragen weiter (siehe Ansprechpartner).
weitere Linkempfehlungen:
Schloss Bernburg
www.salzlandkreis.de
www.salzlandtourismus.de
www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de
www.strasse-der-romanik.net
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/kultur/strasse-der-romanik
www.sachsen-anhalt-tourismus.de/staedte-regionen
www.blaues-band.de/saale/index.php
www.blaues-band.de/bode/index.php
www.regionmagdeburg.de
weitere Unterkünfte: www.sachsen-anhalt-tourismus.de
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Dreharbeiten in Bernburg:
"UFA Mitte GmbH", Emil und die Detektive, 2025
"Ich bin! Margot Friedländer", UFA Documentary GmbH, 2023
"Spuk unterm Riesenrad", Mideu Films GmbH, 2022
"Winnetous Sohn", Kinderfilm GmbH, 2014
"Lauf Junge Lauf", bittersuess pictures GmbH, 2012
"Hamlet", in one media gmbh, 2005
"Vergiss Amerika", AVISTA FILM HERBERT RIMBACH, 1999
"Polizeiruf 110 – Ein Schritt zu weit", Fernsehen der DDR, 1985
"Eine sonderbare Liebe", DEFA-Studio für Spielfilme, 1984
"Geheimakten Solvay", DEFA-Studio für Spielfilme, 1952
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Dr. Silvia Ristow
Stadt Bernburg (Saale)
Oberbürgermeisterin
Schlossgartenstraße 16
06406 Bernburg (Saale)
Kontakt vor Ort
Jens Meißner
Stadt Bernburg (Saale)
Stadtmarketing/Städtepartnerschaften
Schlossgartenstraße 16
06406 Bernburg (Saale)
T: +49 (0) 3471 659669
M: +49 (0) 177 2747022
jens.meissner.stadt@bernburg.de