Die Nietzsche-Gedächtnishalle in Weimar wurde ursprünglich als Gedenk- und Pilgerstätte für Friedrich Nietzsche konzipiert. Der Bau des Entwurfes von Paul Schultze-Naumburg begann 1937, parallel zur Errichtung des KZ Buchenwald.
Nach dem Krieg wurde das Gebäude als Rundfunk-Sendeanstalt genutzt und diente bis 2002 als Landesfunkhaus Thüringen. Danach stand das Gebäude, mit temporären Zwischennutzungen, leer.
In dem weitläufigen Gebäude mit dem großen Saal, den langen Gängen, der Terrasse und den kirchenartigen Kellergewölben lassen sich historische und zeitgenössische Stoffe filmisch wunderbar erzählen.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Veranstaltungen, nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
Veranstaltungen, nach Absprache
Nutzung
Veranstaltungen, Konzerte
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der Haupteingang führt in einem langen Gang in den 3700 m² großen Gebäudekomplex in Form einer Klosteranlage im NS-Baustil.
Das komplett leerstehende Gebäude verfügt über zwei große Säle mit hohen Decken: Der Foyersaal (135 m²) sowie den ehemaligen großen Sendesaal (203 m²), ausgestattet mit Akustikwänden aus dem Jahr 1974 vom Toningenieur Gerhard Steinke. Im Obergeschoss befindet sich der ehemalige Programmkonferenzsaal des Landesfunkhauses (das Neue Forum), dieser ist seit DDR-Zeit (Stand 1987) unverändert erhalten. Die klosterähnliche Architektur mit Apsis, Kreuzgang und -gewölbe und abgeschlossenem Innenhof ist einzigartig. Die große Terrasse bietet Blick über Weimar bis zur Gedenkstätte Buchenwald.
Der nicht einsehbare Komplex liegt gut erreichbar an einer Straße mit historischem Kopfsteinpflaster und bietet ausreichend Stellfläche für Produktionsfahrzeuge. Das Grundstück ist ca. 6000 m² groß.
Epoche
NS-Architektur
Inneneinrichtung
Das Gebäude ist teilmöbliert für Veranstaltungen. Historische Eingangshalle, langer Wandelgang mit Marmorboden, Foyerhalle mit historischer Kassettendecke und Steinfußboden, Kreuzgewölbe in Backstein. Großer Sendesaal mit Akustikpaneelen und Parkettboden. Seitengebäude mit langen Fluren und historischen Büroräumen, hohe Türen und Fenster, teilweise erhaltenes Graffiti und fehlende Türen. Ein Original-Sendestudio aus den 80ern ist erhalten.
Zusätzliche Räumlichkeiten
Große Terrasse
Innenhof Seitengebäude
Historisches Trafogebäude (baufällig)
Erschließung
Stark- und Normalstromanschlüsse, Wasseranschlüsse und sanitäre Anlagen (Außentoiletten) sind vorhanden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
3 Treppenhäuser sowie Treppe von der Terrasse zum Hof
Aufzüge:
keine
Parkplätze
Stellflächen auf dem Gelände
15 Parkplätze im Hof, zugänglich für PKW und LKW
Informationen zur historischen Nutzung und Entwicklung des Standorts auf Anfrage erhältlich
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Tatort Weimar - Der höllische Heinz (2019, W&B Television)
Impressionen
Kontakt
Sendehalle Weimar
Humboldstraße 36a
99425 Weimar
Kontakt Drehgenehmigung
Martin Kranz
Stiftung Sendehalle Weimar
Stiftungsvorstand
Humboldstr. 36a
99425 Weimar