Eines der schönsten um 1900 in Leipzig entstandenen Mustermessehäuser ist der dreiseitig zur Straße abschließende Specks Hof. Orthogonal zueinander verlaufende, tonnenüberwölbte Passagen sowie drei hohe, von zeitgenössischen Künstlern gestaltete Lichthöfe geben dem heute als Bürohaus und Ladenzeile fungierenden Jugendstilgebäude seinen typischen Charakter. Zugänge zu dem Passagensystem befinden sich an allen vier Seiten des Innenstadtblocks. Im Süden erfolgt der Zutritt über das benachbarte Hansahaus und seinen mit Jugendstil-Kacheln ausgekleideten, Licht durchfluteten Innenhof. Neben den Einkaufspassagen eignen sich in Absprache mit den Mietern auch die modernen Büroetagen sowie das weitflächig verglaste Dach von Specks Hof für Dreharbeiten.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nicht während der Ladenöffnungszeiten
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache und in Abstimmung mit Mietern
Nutzung
Büro- und Geschäftshaus, Einzelhandel, Gaststätten, tw. Veranstaltungen, Wohnungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Messepalast 1908/09 nach Plänen Entwürfen des Architekten Emil Franz Hänsel erbaut; viergeschossige Fassaden des Hofbaus mit Gliederung in Kolossalpilaster, Erker und Balustraden als äußere Widerspiegelung des Gebäudeaufbaus; an den Straßenfassaden, über der Ladenzeile im EG, Brüstung mit Kupferplatten und Figuren, sämtliche Plastiken von Wilhelm und Bruno Wollstätter geschaffen; Obergeschosse verkleidet in Trachyttuff, die Dachgeschosse hinter einer Balustrade zurückgesetzt; Passagen geformt durch Tonnengewölbe, drei Lichthöfe umschließend; Wandverkleidungen und Ladengestaltung wurden beibehalten;
Neugestaltung der drei Lichthöfe im Zuge der letzten Rekonstruktion 1993-95 durch drei zeitgenössische Künstler:
Freskenfries von Bruno Griesel, in der Gestaltung an Klimt, Hodler, Schiele und Tübke orientiert, die Metapher des Werdens und Vergehens am sich wiederholenden Ballspiel der Geschlechter aufzeigend;
Darstellung der Geschichte der Leipziger Messe durch Moritz Götze in Anlehnung mittelalterliche Bilderbögen, der Tradition des Art Brut, der Pop Art und des Comics folgend;
Thematisierung des Konsums und der Wegwerfgesellschaft in ironisch-hintergründiger Manier durch Johann Grützke
Epoche
Jahrhundertwende, Jugendstil
Inneneinrichtung
Ladengeschäfte weitgehend nach historischer Vorlage rekonstruiert, individuelle Einrichtung, Treppenhäuser und Leuchten original erhalten, Innenausstattung der modernen Büroflächen mit hochwertigen Materialien wie Naturstein, Holz, Edelstahl und Spezialglas, Ausbau erfolgt nach Mieterwünschen
Zusätzliche Räumlichkeiten
Räume für Maske, Garderobe, Catering, etc. können nach Absprache bei genügend vorhandenen Kapazitäten zusätzlich angemietet werden; Vermittlung von Produktionsbüros nach Absprache möglich
Erschließung
Kraftstromanschluss im Keller mit 63 A vorhanden, in den OGs mit 16 A, in alle Bereiche des Bürokomplexes zu verlegen, Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen ausreichend vorhanden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
drei relevante Treppenhäuser vorhanden:
Treppenhaus A von der Reichsstraße aus mit 2 m breiten Aufgängen,
Treppenhaus B vom Schuhmachergässchen als Fluchtweg vorgesehen,
Treppenhaus C von der Nikolaistraße aus mit einer Treppenbreite von 1,13 m
Aufzüge:
Lastenaufzug reicht vom UG ins EG, Technik- und Materialtransport über mehrere Personenaufzüge (ca. 0,90 cm x 0,90 cm, 13 Personen/ 1000 kg) bis zum DG möglich
Parkplätze
öffentlicher, kostenpflichtiger Parkplatz im Schuhmachergässchen, Anlieferung für Fahrzeuge bis 7,5 t möglich, Straßensperrung schwierig, da Anlieferungszone vom Einzelhandel stark genutzt wird, Ausnahmegenehmigungen und Straßensperrungen über die Stadt Leipzig, zentrale Ansprechpartnerin für Dreharbeiten: Uta Johannes, Amt für Wirtschaftsförderung, Tel.: +49 (0) 341 1235835 bzw. übers Ordnungsamt, Ansprechpartnerin: Henriette Pöritz, Tel.: +49 (0) 341 1238693;
siehe auch Handout Produktionszentrum Leipzig mit wichtigen Kontakten und Informationen für die Produktionsvorbereitung
über die Immobilienverwaltung Kontakt zum Enkel des Erbauers möglich, bauliches Archiv auf spezielle Anfrage einsehbar
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Pinky und der Millionenmops (2000);
weiterhin wurden TV-Produktionen der UFA und der Saxonia realisiert
Lage
Specks Hof Leipzig
Reichsstraße 4 / Nikolaistraße 3-9 / Schuhmachergäßchen 2
04109 Leipzig
Impressionen
Kontakt
Specks Hof Leipzig
Reichsstraße 4 / Nikolaistraße 3-9 / Schuhmachergäßchen 2
04109 Leipzig
Kontakt Drehgenehmigung
Angela Hohensee
MVGM Property Management Deutschland GmbH
Vermietung Handels- und Büroflächen
Nikolaistr. 3-9
04109 Leipzig
Kontakt vor Ort
Angela Hohensee
MVGM Property Management Deutschland GmbH
Vermietung Handels- und Büroflächen
Nikolaistr. 3-9
04109 Leipzig