Das architektonisch wertvolle Gebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit ist ein Stück Chemnitzer Identität. Zu seiner Fertigstellung im Jahr 1935 war es das größte und modernste Hallenbad Europas. Außen wie innen ist der Bau von Klarheit und Zweckmäßigkeit geprägt. In einem Konzept verschachtelter Kuben sind die 50 m-Schwimmhalle, die 25 m-Schwimmhalle und die nachgelagerten Einrichtungen übersichtlich angeordnet. Die 50 m-Schwimmhalle, der größte und wichtigste Raum des zweigeschossigen Bauensembles, verfügt über eine umlaufende Empore und eine vollflächige Glasdachkonstruktion. Diesem herrschenden Raum ist das repräsentative Foyer mit Kasse, Cafeteria und Garderobe vorgelagert. Der Vorplatz des Stadtbades an der Brückenstraße wird durch Freitreppen, Pergolen, Plastiken und Fahnenmasten akzentuiert.
Chemnitz war Kulturhauptstadt Europas 2025.
Hinweise zum Dreh
umfangreiche Öffnungszeiten beachten (91 Std./Woche); jährliche Schließzeit in den Sommerferien u. U. günstiger (4-6 Wochen für Werterhaltungsarbeiten)
Nutzung
Hallenbad mit Zusatzeinrichtungen: 2 Schwimmhallen mit Nichtschwimmerbereich; Gastronomie im Foyer, Seminarraum im OG; Finnische Sauna, Dampfsauna, Saunagarten; Fußpflege, Kosmetik, Solarium, Massage
Kunsthistorische Baubeschreibung
Stilistisch ist das Stadtbad der Klassischen Moderne, genauer der Strömung der Neuen Sachlichkeit, zuzuordnen. Im Detail finden sich auch neoklassizistische Anklänge. Das Gebäude ist durch eine differenzierte Baumassengliederung gekennzeichnet. Äußerlich betrachtet, setzt es sich aus großen, gelblich-weißen Kuben zusammen. Der Vorplatz des Stadtbades entstand anstelle einer nicht realisierten dritten Schwimmhalle. Figuren aus dem Badeleben sowie Wassertiergruppen auf den vier Fahnensockeln verleihen dem Vorplatz eine lebendige Nuance. Der Bau entstand nach den Plänen des Stadtbaudirektors Fred Otto 1928-35. Das Stadtbad kann als eines seiner Meisterwerke bezeichnet werden, wie auch sein Sparkassengebäude von 1930, heute Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz.
Epoche
Klassische Moderne
Inneneinrichtung
Sein einzigartiges Ambiente verdankt das Stadtbad Chemnitz der zurückhaltenden, zweckmäßigen Gestaltung, dem Einsatz hochwertiger Materialien und der Anwendung von Kunst am Bau. Die umlaufende Empore mit Brüstungsgeländern aus Messing wurde in der 50 m- Schwimmhalle ursprünglich als Zuschauerraum für schwimmsportliche Veranstaltungen errichtet. Das Eingangsfoyer wurde raumhoch mit Muschelkalk verkleidet. Als Fußbodenbelag des Foyers fand ebenfalls ein Naturstein Verwendung. Einige funktionale Kunstobjekte stammen aus der Entstehungszeit des Hallenbades, u. a. die Uhr mit zwei liegenden Sportlern über der Kasse im Foyer oder die Tierkreiszeichenuhr in der 50 m-Schwimmhalle.
Zusätzliche Räumlichkeiten
1 Schulungsraum für ca. 40 Personen (ehemals Billardraum), weitere auf Anfrage;
weitere zusätzliche Räumlichkeiten über die Stadt Chemnitz zu erfragen, Kontakt s.o.
Erschließung
Nutzbarkeit von Strom- und Wasseranschlüsse im Stadtbad erfragen
Informationen zur Zugänglichkeit
Aufzug vorhanden, 1600 kg oder 20 Personen
Parkplätze
etwa 30-40 Stellflächen am Stadtbad; Stellflächen in Absprache mit der Stadt Chemnitz reservieren, Ansprechpartner für verkehrsrechtliche und ordnungsbehördliche Anordnungen ist die Straßenverkehrsbehörde
Beim Abteilungsleiter Bäder des Sportamtes der Stadt Chemnitz können Festschriften zum 60jährigen und 65jährigen Jubiläum des Stadtbades eingesehen werden. Sie enthalten historisches Bildmaterial und weitere Informationen zum Gebäude.
Für Komparsen kann auf Anfrage der Kontakt zu den Sportvereinen und zur Wasserwacht hergestellt werden.
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Anne Gottschalk
Stadt Chemnitz
Pressesprecherin (amt.)
Rathaus, Markt 1
09111 Chemnitz