Zurück zur Liste
Umspannwerk Jena-Nord - 50kV-Halle

Umspannwerk Jena-Nord - 50kV-Halle

© MDM / Anne Körnig

Umspannwerk Jena-Nord - Möbiusbahn

Umspannwerk Jena-Nord - Möbiusbahn

© MDM / Anne Körnig

Umspannwerk Jena-Nord - Trafostation

Umspannwerk Jena-Nord - Trafostation

© MDM / Anne Körnig

Klassische Moderne Bauhaus/Neue Sachlichkeit Bauten für Industrie und Handel Freizeit Freizeitanlagen Kunst / Kultur Industrie Galerien / Museen Energiewirtschaft

Das Umspannwerk Jena-Nord wurde 1926 durch den Weimarer Architekten Bruno Röhr im Auftrag der Thüringischen Landeselektrizitätsversorgung AG errichtet. Der steigende Bedarf an Elektroenergie erforderte den Ausbau des Mittel- und Hochspannungsnetztes und der dazugehörigen Schaltanlagen. 1933/34 und 1942 wurde die Anlage erweitert und entwickelte sich zum zentralen Knotenpunkt der regionalen Stromversorgung. Sie weist für die damalige Zeit enorme Neuerungen auf: Die Anlage ist durchgehend mit keramischen Isolatoren ausgestattet und alle Schalt- und Trennelemente werden mit Druckluft betrieben.
Seit 1992 sind weite Teile der Anlage stillgelegt. Im Jahr darauf wurde sie als Kulturdenkmal im Sinne des Thüringischen Denkmalschutzgesetzes ausgewiesen.

Hinweise zum Dreh

Einschränkungen (zeitlich):

nach Absprache

 

Einschränkungen (räumlich):

nach Absprache

Nutzung

Der überwiegende Teil des Geländes und der Gebäude wird vom IMAGINATA e.V. genutzt. Die Schalthäuser beherbergen den Stationenpark, Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Mehrzweckräume verschiedener Größe.


Dazu kommen Büros für die Geschäftsführung der IMAGINATA, den Lehrstuhl für Schulpädagogik und Schulentwicklung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und seine weiteren Projekte (z.B. das Förderprogramm "Demokratisch Handeln").


Genutzt werden die Räumlichkeiten außerdem für Konzerte der Jenaer Philharmonie, Jugendkonferenzen, Theaterperformances, Kunstaustellungen etc.

Kunsthistorische Baubeschreibung

Das Backsteinensemble vereint spätes Bauhaus mit dem Stil der neuen Sachlichkeit. Erbaut wurde es, inklusive dazugehörigen Arbeiterwohnhaus, 1926 von Bruno Röhr aus Weimar. 1942 wurde der Komplex durch ein zweites, parallel zum ersten gelegenes Transformatorenhaus erweitert.


Der hofseitig asymetrisch gegliederte Baukörper des älteren Gebäudes (50kV-Schalthaus) besteht aus ineinandergeschobenen Kuben mit einer Höhenstaffelung bis zu fünf Geschossen. Durch einen ornamentalen Ziegelversatz wird eine differenzierte Fassadengestaltung erreicht. Das jüngere Gebäude wirkt schlichter.

Epoche

Klassische Moderne, Bauhaus/Neue Sachlichkeit

Inneneinrichtung

Zu den weitgehend original erhalten gebliebenen Installationselementen gehören beeindruckende Isolatorenanordnungen und Schaltfelder, sowie die Messwarte mit Instrumentenwand, Beschriftungselementen und Typenschildern. Details der ursprünglichen Gebäudeausrüstung wie Beleuchtungskörper, Gittereinfriedungen, Türen und Treppen runden den Komplex ab. Die elektrische Ausstattung erfolgte durch Siemens-Schuckert.


Im Rahmen der Expo 2000 installierte der Künstler Georges Rousse Licht-Metamorphosen im 50kV-Schalthaus, die noch heute zu sehen sind.

Zusätzliche Räumlichkeiten

In beiden Gebäuden sind zusätzliche Räumlichkeiten vorhanden. Im Hauptgebäude z.B. die 3 "Trafoboxen", Mehrzweckräume von 20-40 m², die sowohl von außen, als von innnen zu erreichen sind, z.T. über eine Rampe. Daneben befindet sich eine Kletterhalle mit 10 m hoher Wand.


Im 110kV-Schalthaus gibt es eine große Mehrzweckhalle, die "Tonhalle". Sie ist mit Parkett ausgelegt und großzügig befenstert. Neben zahlreichen unterschiedlich großen Mehrzweckräumen gibt es auch Duschen und Garderoben, die von Schauspielern genutzt worden.



www.imaginata.de bietet unter der Rubrik Gebäude umfangreiches Bildmaterial und Eckdaten zu Spielhalle, Tonhalle, Meßwarte, Trafo- und Metaboxen.

Erschließung

Alle Gebäude verfügen über Strom (auch Starkstrom), Wasser, sanitäre Einrichtungen (im 110kV-Haus auch Duschen) und Telefonanschlüsse.

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen:

mindestens zwei pro Haus, Breite 99 cm

 

Aufzüge:

keine

Parkplätze

ca. 15 Parkplätze auf dem Gelände, weitere Parkmöglichkeiten auf der Löbstedter Straße vor dem Umspannwerk und auf dem Parkplatz des benachbarten OBI-Baumarkts.

Aufsatz von Oberbaurat Herbert Kyser, diverse Publikationen zu Projekten des IMAGINATA e.V. (www.imaginata.de)

Erfahrungen mit Dreharbeiten

2010 Die Einsamkeit der Primzahlen (Offside srl), diverse Fernsehbeiträge

Lage

Umspannwerk Jena-Nord

Löbstedter Straße 67
07749 Jena

Kontakt

Umspannwerk Jena-Nord
Löbstedter Straße 67
07749 Jena

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Ramona Völkel
imaginata e.V.
Koordination und Organisation

Löbstedter Straße 67
07749 Jena

T: +49 (0) 3641 889944
R.Voelkel@imaginata.de

Ähnliche Locations

 

Kabarett academixer

04109 | Leipzig | Sachsen

Breuninger Kaufhaus Erfurt

99084 | Erfurt | Thüringen

Kaisersaal Erfurt

99084 | Erfurt | Thüringen

Saalfelder Feengrotten und Feenweltchen Saalfeld

07318 | Saalfeld | Thüringen

Schaubühne Lindenfels

04229 | Leipzig | Sachsen

Cospudener See Leipzig/Markkleeberg

04249 | Leipzig | Sachsen