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Weingut Hoflössnitz

Weingut Hoflössnitz

© MDM / Katja Müller

Gästehaus, Lust- und Berghaus, Bismarckturm

Gästehaus, Lust- und Berghaus, Bismarckturm

© MDM / Katja Müller

Lust- und Berghaus mit Elbtalblickterrasse

Lust- und Berghaus mit Elbtalblickterrasse

© Max Schroeder

Barock Klassizismus Sächsischer Barock Landmotive Landwirtschaft Anbau

Das einstige kurfürstliche Weingut Hoflößnitz diente abseits der prunkvollen Residenzstadt Dresden als ländlicher Rückzugsort der Wettiner und erfüllte zugleich Zwecke der Repräsentation. Das Gebäudeensemble der historischen Weingutanlage Höflößnitz zeichnet sich durch elegante Schlichtheit aus und besteht aus Pressenhaus, Winzerhaus, Weinstube, Lust- und Berghaus, Bergverwalterhaus und Gästehaus sowie der Großen Weinpresse. Das ländlich-heitere Ambiente der freiliegenden Anlage blieb bis heute erhalten. Das Ensemble birgt mit dem prächtigen Interieur des barocken, vollständig ausgemalten Festsaals im Obergeschoss des (auch als Hoflößnitzer Weinbergschloss bezeichneten) Lust- und Berghauses eine kunst- und kulturhistorische Besonderheit. Die Hoflößnitz, fernab größerer Touristenströme, beherbergt das Sächsische Weinbaumuseum und ist ein wichtiges kulturelles Zentrum der Stadt Radebeul.

Hinweise zum Dreh

Einschränkungen (zeitlich):

nach Absprache, Veranstaltungsplan beachten, Weinlese darf nicht behindert werden

 

Einschränkungen (räumlich):

museal genutzte Räume, Räume der Verwaltung

Nutzung

Weingut mit Weinanbau, Weinhandel, Weinbaumuseum, Raumvermietung, Veranstaltungen, Hochzeiten, Pension, Gastronomie

Kunsthistorische Baubeschreibung

Das Lust- und Berghaus wurde um 1650 von Landbaumeister Ezechiel Eckhardt als schlichter zweigeschossiger Bau mit Walmdach errichtet. Das EG wurde massiv, das OG in Fachwerk ausgeführt. 1677 wurde an der Bergseite des Hauses ein steinerner achteckiger Treppenturm vorgelegt. 1899 vorgenommene Umbauten wurden um 1913 rückgängig gemacht und die Innenräume restauriert. 1977 erfolgte die Wiederherstellung der Farbigkeit und eine erneute Restaurierung der Innenräume.

Anstelle eines alten Küchengebäudes entstand 1843 das spätklassizistische Bergverwalterhaus als zweigeschossiger Bau mit Walmdach und zwei eingeschossigen Seitenflügeln als Domizil des kurfürstlichen Bergverwalters. Heute befinden sich hier im EG die Museumskasse, der Weinladen und der zu mietende Gewölberaum und im OG die Museumsverwaltung.

Das eingeschossige Winzerhaus und die Weinstube von 1688 kann als ältestester, im Original belassener Teil der Anlage betrachtet werden. In den Gebäuden befanden sich der tonnengewölbte Weinkeller, eine Kellerstube für den Kurfürsten sowie Wohnungen für Winzer und Stallungen. Heute wird das Winzerhaus als Sitz der Geschäftsführung der Stiftung und die Weinstube als Restaurant durch einen Pächter genutzt. Talseitig wurde vor der Weinstube ein Spielplatz für die Kinder der Besucher angelegt.

Das heutige Pressenhaus ist der klassizistische Ersatzbau des 1824 durch einen Brand zerstörten ursprünglichen Preßhauses von 1688. Um 1913 erfolgten leichte Änderungen. Das Weingut Hoflösnitz hat hier seine Produktions- und Kellerräume.

Die Gebäudehülle der ehemaligen Gutsbäckerei wurde nach den Richtlinien des Denkmalschutzes saniert. Im Inneren enstanden zeitgemäße Fremdenzimmer, ausgestattet mit Anklängen an den Landhausstil. 2011 erfolgte die Eröffnung als Gästehaus.

Epoche

Barock, Klassizismus, Sächsischer Barock

Inneneinrichtung

Das EG im Lust- und Berghaus ist kreuzgratgewölbt. Es beherbergt die Dauerausstellung zu 850 Jahren Weinbau in Sachsen.

Die Tafelstube, ein länglich geschnittener Raum, der Platz für eine Speisetafel bietet, steht leer. Die sehr gut erhaltene Wand- und Deckenbemalung der Räume des OG war Bestandteil des herrschaftlichen Interieurs in der Mitte des 17. Jhs.

Die Räumlichkeiten des OG gliedern sich in den zentralen quadratischen Festsaal, daran im Osten angrenzend talseitig das Wohn- und bergseitig das Schlafzimmer der Kurfürstin und spiegelbildlich im Westen des Festsaales die Zimmer des Kurfürsten.

Der Festsaal ist seitlich mit zwei Sandsteinkaminen ausgestattet. Die Wände sind durch bemalte Pilaster gegliedert und nahezu flächendeckend ausgemalt mit lebensgroßen Porträts sowie allegorischen, mythologischen und emblematischen Darstellungen und Sinnsprüchen. Das obere Drittel der Wände ist abgesetzt und ebenfalls teilweise ausgemalt. Die Bilder stammen von den Hofmalern Centurio Wiebel und Christian Schiebling. Die balkengegliederte Decke zieren 80 Abbildungen brasilianischer Vögel von Alberts van Eyckhout. Der Fußboden besteht aus Sandsteinplatten.

Die Kabinette des kurfürstlichen Paares sind ebenfalls ausgemalt. Zu den Motiven der Kurfürstin zählen vorrangig Kindergestalten mit den Darstellungen der Künste, Putten und Blumen. Der Kurfürst bevorzugte Jagdmotive mit Dianas Jagdgefährtinnen und Hunden, aber auch Fische und Putten. Die originale Möblierung blieb nicht erhalten. Die Wohnräume werden sukzessive als Ausstellungräume umgestaltet.

Zusätzliche Räumlichkeiten

als Unterkunft 2 Appartements und 4 Doppelzimmer im Gästehaus vorhanden;
als Räumlichkeiten für Maske/Garderobe/Catering Gewölberaum im Bergverwalterhaus nutzbar;
sanitäre Einrichtungen im Bergverwalterhaus (Museum) und in der Weinstube (Restaurant) vorhanden

Erschließung

keine Heizmöglichkeit im Lust- und Berghaus, im Gewölberaum des Bergverwalterhauses Fußbodenheizung vorhanden

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen:

Treppenbreite im Treppenturm des Lust- und Berghauses etwa 1 m

 

Aufzüge:

nicht vorhanden

Parkplätze

Stellplätze für Pkw in den umliegenden Straßen vorhanden, Stellplätze für Lkw nach Absprache

Informationen zur 850jährigen Geschichte des Weinbaus in Sachsen in der Daueraustellung des Sächsischen Weinbaumuseums Hoflößnitz

Erfahrungen mit Dreharbeiten

TV-Berichterstattung und -Dokumentationen

Lage

Weingut Hoflössnitz

Knohllweg 37
01445 Radebeul

Kontakt

Weingut Hoflössnitz
Knohllweg 37
01445 Radebeul

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Jörg Hahn
Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer

Knohllweg 37
01445 Radebeul

T: +49 (0) 351 8398341
hahn@hofloessnitz.de

Kontakt vor Ort

Jana Hoffmann
Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz
Assistentin der Geschäftsführung

Knohllweg 37
01445 Radebeul

T: +49 (0) 351 8398341
hoffmann@hofloessnitz.de

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