mdm - Mitteldeutsche Medienförderung

 

Weißer Hirsch

  • Weißer Hirsch, Plattleite

  • Weißer Hirsch, Plattleite, Sternwarte Manfred von Ardenne

  • Weißer Hirsch, Wolfshügel-straße, ehemals Steinkühlers Sanatorium

  • Weißer Hirsch, Bergbahnstaße, Blick ins Tal mit Turm der Villa San Remo

  • Weißer Hirsch, Collenbusch-straße, Obelisk und Pergola am Park

  • Weißer Hirsch, Collenbusch-straße, Blombergblick/ Friedensblick

  • Weißer Hirsch, Bergbahnstaße, Standseilbahn

  • Weißer Hirsch, Bergbahnstaße, Luisenhof

  • Weißer Hirsch, Collenbusch-straße, letzter Wohnort von Martin Andersen Nexö

  • Weißer Hirsch, Oskar-Pletsch-Straße, Haus Abendstern

  • Weißer Hirsch, Oskar-Pletsch-Straße, Haus Ulenburg

  • Weißer Hirsch, An der Berglehne, Haus Fuchsbau


Informationen zum Objekt

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Objektname
Kategoriepfad
Weißer Hirsch
Stadtmotive » Wohnviertel
Bundesland
Landkreis
Sachsen
Dresden, Stadt
Adresse 01324 Dresden
Ansprechpartner Drehgenehmigung Harald Fleischer
Landeshauptstadt Dresden | Straßen- und Tiefbauamt
Abteilung Straßenverkehrsbehörde
Sachgebietsleiter Allgemeine Verkehrsregelung (Ansprechpartner für verkehrsrechtliche Genehmigungen)
Lingnerallee 3
01069 Dresden
T: +49 (0) 351 4884170
F: +49 (0) 351 4884173
Ansprechpartner
vor Ort
Karl Schuricht
Landeshauptstadt Dresden | Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Abteilungsleiter Medien (Zentraler Ansprechpartner für Filmproduktionen)
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden
T: +49 (0) 351 4882189
F: +49 (0) 351 4882332
Einschränkung der Drehgenehmigung räumlich keine grundsätzlichen Einschränkungen im öffentlichen Straßenland; Antragstellung für straßenverkehrsrechtliche Genehmigungen bei der Straßenverkehrsbehörde, Kontakt s. o.; die jeweiligen Eigentümer von Immobilien bzw. Grundstücken müssen zusätzlich kontaktiert werden

Weißer Hirsch bezeichnet umgangssprachlich eine Gegend im Osten Dresdens, die durch ihre Lage oberhalb des Elbhanges an der Dresdner Heide - einem der größten Stadtwälder Deutschlands - und die geschlossene Villenbebauung zu den bevorzugten Wohngebieten gehört. Der statistische Bezirk Weißer Hirsch (Nr. 421) im Ortsamt Loschwitz umfasst eine kleinere Fläche und ergibt sich aus der kleinräumigen Gliederung zu Verwaltungszwecken. Bereits Mitte des 19. Jahrhundert kamen Sommerfrischler in den idyllischen (damaligen) Dresdner Vorort. Die erste größere Neubauwelle, die sogenannte Lahmann Konjunktur, setzte um 1890 mit dem Bau des Sanatoriums von Dr. Heinrich Lahmann ein. Bis zur Jahrhundertwende entstanden Häuser im Schweizerstil, Villen mit Fachwerk in den oberen Geschossen, Türmchen und Zieraten, aber auch Klinkerbauten. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es einen zweiten Bauboom. Aus dieser Zeit stammen die eleganten Jugendstilvillen sowie Häuser, die der Reformbewegung und der Neuen Sachlichkeit zuzurechnen sind. Einer der bedeutenden Architekten, die in dieser Zeit das Erscheinungsbild vom Weißen Hirsch prägten, war Max Herfurt.


im Osten der Landeshauptstadt auf Neustädter Elbseite, siehe auch
www.dresden.de/de/tourismus/information/stadtinformation/dresdner-stadtteile.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Weißer_Hirsch


Wohngebiet


fast alle Gebäude saniert, nahezu kein Leerstand


Villenviertel mit geschlossener Bebauung, Grundstücke teilweise mit größeren Gartenanlagen; ehemaliges 36.000. m² großes Sanatoriumsgelände, heute exklusiver Wohnpark (Dr. Lahmann Park); kleiner Park mit Obelisk und Pergola (Blombergblick/Friedensblick); Bergstation der Standseilbahn, Parkhotel Weißer Hirsch; rekonstruiert: Chinesischer Pavillon, Konzertmuschel auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch


Jahrhundertwende
Gründerzeit
Jugendstil
Klassische Moderne
Bauhaus/Neue Sachlichkeit
Heimatschutzstil


seit 1572 nachgewiesen, Entwicklung zum Villenvorort in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Aufschwung zur Jahrhundertwende


19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert


Der Seifenfabrikant Maximilian Ludwig Küntzelmann gilt als Begründer der Villenkolonie Weißer Hirsch und gab die Anregung zur Anlage des gleichnamigen Waldparks. 1875 erhielt der Weiße Hirsch den Namenszusatz „klimatischer Kurort“, nahm eine wechselvolle Entwicklung und wurde 1921 zwangseingemeindet. Vor allem durch die Aktivitäten des Arztes Heinrich Lahmann, dessen Behandlungsangebot auf die damals in Mode gekommenen Naturheilverfahren (diätetisch-physikalische Methode) ausgerichtet war, hatten sich mittlerweile viele Geschäfte und Cafés angesiedelt, und durch den Bau zahlreicher Villen entstand eine gehobene Wohngegend. Obwohl der Weiße Hirsch nicht zuletzt durch Lahmanns Sanatorium Weltruhm erlangte, kam der Kurbetrieb durch den Ersten Weltkrieg zum Erliegen. Erst Anfang der 1930er Jahre gewann der Kurort durch Eröffnung und Betrieb des Luft- und Schwimmbades in Bühlau und des Golfplatzes in der Dresdner Heide sein Ansehen zurück und war nun insbesondere bei Industriellen, Künstlern und UFA-Stars beliebt. Aber bereits mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Sanatorien als Lazarette genutzt, für Zivilisten konnten keine Therapien mehr angeboten werden. Das Lahmannsche Sanatorium stand sogar bis zum Abzug der russischen Streitkräfte 1993 als Militärkrankenhaus unter deren Verwaltung. In der Nachkriegszeit wurden im Zuge der Enteignung Kinder- oder Lehrwohnheime in den Villen untergebracht. Aber auch Staats- und Kulturfunktionäre, Intellektuelle und Künstler zogen in die großbürgerlichen Wohnungen ein. In gewisser Weise knüpfte Manfred Baron von Ardenne mit seinem privaten Forschungsinstitut, das sich ab Mitte der 1960er Jahre vorrangig der Entwicklung der Krebstherapie widmete, an die Tradition des Ortes an. Nach der politischen Wende erfolgte die Rückübertragung zahlreicher Häuser an die Alteigentümer.


Drehbedingungen vor Ort

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verschiedene Details siehe Themenstadtplan Dresden, Lage- und Bebauungsplan zu erfragen bei der Stadtverwaltung Dresden


Ansprechpartner für Wirtschaftsservice und Buchungsservices siehe Handouts Produktionszentren > Dresden


Ansprechpartner für Medienanschlüsse siehe Handouts Produktionszentren > Dresden


Straßenlärm durch stark befahrene Bundesstraße B6 (Bautzener Landstraße), in den Nebenstraßen relativ ruhig


Parksituation im Wohngebiet; Stellflächen in Absprache mit der Stadt Dresden reservieren, Ansprechpartner für verkehrsrechtliche Belange ist die Straßenverkehrsbehörde der Landeshauptstadt Dresden (Kontakt s. o.)


Verkehrsanbindung

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Auto A4 - Abfahrt 81a-Dresden-Hellerau in etwa 10 km Entfernung
Bahn IC/EC- und ICE-Anbindung über Bhf. Dresden-Neustadt bzw. Hbf. Dresden in etwa 6 km bzw. 9 km Entfernung;
weiter mit öffentlichem Nahverkehr (www.dvb.de)
Flugzeug Flughafen Dresden International in etwa 11 km Entfernung

Adresse für das Routen eingeben


Zusatzinformationen

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Dokumente, Experten, Komparsen Handout Produktionszentrum > Dresden: Kontakte und Informationen für die Produktionsvorbereitung

Weiterführende Links:
Verschönerungsverein Weißer Hirsch/ Oberloschwitz e.V. (Projekte zur Entwicklung des Stadtteils, Dokumentationen)

Angebote für individuelle Touren und öffentliche Führungen u. a.:
www.mdr.de/turm
www.dvb.de/de-de/entdecken/rundfahrten/gruenderzeit-und-villenviertel-links-und-rechts-der-elbe
www.igeltour-dresden.de/index.php/igeltouren/kunst-literatur-architektur
www.cicerone-dresden.de/stadtfuehrung-durch-dresden/thematische-fuehrungen-in-dresden/weisser-hirsch-dresden
www.hochtouren-dresden.de/14.html

Bildergalerien/Fotostrecken
www.dnn.de/Kultur/Fotostrecken-Kultur/Originalschausplaetze-zu-Tellkamps-Der-Turm
www.dnn.de/Kultur/Fotostrecken-Kultur/Originalschausplaetze-zu-Tellkamps-Der-Turm2
www.lvz.de/Foto/Bilderstrecken/Der-Turm-die-Originalplaetze-auf-dem-Weissen-Hirsch-in-Dresden
www.cicerone-dresden.de/loschwitz-weisser-hirsch
Erfahrung mit Dreharbeiten Der Turm (2011) nach literarischer Vorlage von Uwe Tellkamp
Der Rote Kakadu (2004)

für weitere Dreharbeiten auf dem Weißen Hirsch siehe:
Parkhotel Weißer Hirsch Dresden
Dresdner Bergbahnen: Standseilbahn