Vergangenes Wochenende sind die 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig zu Ende gegangen – mit gleich mehreren Auszeichnungen für MDM-geförderte Produktionen: „DAU“ von Ilya Khrzhanovsky wurde mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie geehrt, „Das Mädchen mit der Leica“ von Alina Marazzi erhielt zwei Nebenpreise.

Das über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren entstandene Projekt „DAU“ von Ilya Khrzhanovsky wurde mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie ausgezeichnet.
 
Der Film erzählt von einem genialen Physiker, der ab 1928 über vier Jahrzehnte hinweg in einem geheimen sowjetischen Forschungsinstitut in die Entwicklung einer der tödlichsten Waffen der Geschichte hineingezogen wird.

„DAU“ ist eine deutsch-französisch-schwedische Koproduktion von Phenomen Berlin (DE), Essential Films (DE), Parisienne de Production (FR), Plattform Produktion (SE), ARTE und dem WDR. Gefördert wurde das Projekt von der MDM, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, Eurimages und Swedish Film Institute.

Das Mädchen mit der Leica“ von Alina Marazzi eröffnete die Sektion Orizzonti und wurde mit zwei Nebenpreisen unabhängiger Jurys ausgezeichnet: Dem 1964 Pop Art Award der Cineteca della Calabria sowie dem Pasinetti-Sonderpreis (Premio Pasinetti Speciale) des Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani (SNGCI).

In einem Porträt, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt, zeichnet der Film das Leben von Gerda Taro nach, die vor den Nationalsozialisten aus Deutschland floh, in Paris an der Seite von Robert Capa die Fotografie für sich entdeckte und 1937 als erste Kriegsfotografin im Spanischen Bürgerkrieg ihr Leben ließ.

„Das Mädchen mit der Leica“ ist eine italienisch-deutsche Koproduktion von Vivo Film (IT) mit Rai Cinema (IT) und Komplizen Film (DE), ZDF und ARTE in Zusammenarbeit mit Eolo Film Productions (IT) in Koproduktion mit Film i Väst (SE) und Zentropa Sweden. Port au Prince wird den Film in Deutschland ins Kino bringen. Den Weltvertrieb übernimmt Fandango Sales. Neben der MDM wurde das Projekt auf deutscher Seite durch den DFFF - Deutscher Filmförderfonds und Creative Europe Media gefördert. Vor der Kamera standen unter anderem Emilia Schüle, Aaron Altaras und Luna Wedler. Gedreht wurde 2025 auch für neun Tage in Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg.