Das Alte Rathaus in Leipzig gilt als eines der schönsten Zeugnisse der Baukunst der deutschen Renaissance. Nach seiner Fertigstellung diente es als Vorbild für viele andere Rathäuser in Deutschland. Bemerkenswert ist die Asymmetrie der Vorderseite des Baus, bewirkt durch den zwischen zweiten und dritten Zwerchgiebel eingefügten Rathausturm. Im Erdgeschoss, mit dem 1906 angebauten Arkadengang, befinden sich heute Geschäfte und Restaurants. Das erste Obergeschoss wird eingenommen von einem großen, prunkvoll ausgestatteten Festsaal, zwei kleineren Sälen mit teilweise originaler Innenausstattung sowie weiteren Räumen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Der Marktplatz, der sich direkt an die Westseite des Rathauses anschließt, ist Schauplatz von sommerlichen Stadtfesten, Freiluftkonzerten sowie des Wochen- und jährlichen Weihnachtsmarktes.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache, außerhalb der Öffnungszeiten günstig
Einschränkungen (räumlich):
nicht in der Ausstellung; Festsaal am besten geeignet, bedingt auch Ratsstube und Museumsraum im Nordflügel
Nutzung
Ausstellungsräume des Stadtgeschichtlichen Museums; Festsaal, Ratsstube: Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte
Kunsthistorische Baubeschreibung
zweigeschossiger Renaissancebau mit asymmetrisch angeordnetem Turm und sechs Zwerchgiebeln auf Vorder- und Rückseite, die denen des Dresdner Schlosses nachempfunden sind; an den Schmalseiten den Zwerchgiebeln gleichende Staffelgiebel, reich verziert mittels Simsgliederung, Voluten, Pinienzapfen, etc. in Rochlitzer Porphyrtuff; Turm auf oktogonalem Grundriss mit barockem Helm, Laterne und geschweifter Haube von 1744; Hauptportal gerahmt von zwei ionischen Säulen, zeigt zwei Männerkopfplastiken, eine mit großer Wahrscheinlichkeit Lotter zugeordnet
Epoche
Renaissance, Historismus, Neorenaissance
Inneneinrichtung
Der Innenumbau erfolgte 1905-07 im Stil der Neorenaissance (u.a. Einbau einer Eisenbetondecke). Die Innenarchitektur des 1. OG folgt der äußeren Fassadengliederung: zwei kleinere Säle an Nord- und Südseite umfassen den 53 m langen und 11 m breiten Festsaal. Teile der originalen Innenausstattung sind erhalten, z. B. Porphyrportalan der Südwand, drei barocke Prunkkamine aus Sandstein, Teile der Ratsstubendecke sowie die Balkendecke im Festsaal, die Renaissance-Musikempore an der Nordseite des Festsaals von Paul Wiedemann (1557), weiterhin Herrscherbildnisse über dem Gestühl mit eingelassenen Stadtrichterporträts. Die kleineren Räume sind den Vitrinen und Ausstellungsstücken des Stadtgeschichtlichen Museums vorbehalten.
Zusätzliche Räumlichkeiten
Räume (ca. 30 qm) hinter dem Festsaal können unter Umständen genutzt werden, da die Räume zum Museum gehören, können diese nur außerhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung gestellt werden
Erschließung
Normal- und Starkstromanschlüsse, sanitäre Einrichtungen und Wasseranschlüsse ausreichend im Gebäude vorhanden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppe vom Haupteingang im EG zum Festsaal 1,50 m breit
Aufzüge:
Personenaufzug vom Keller ins 2. OG vorhanden, erreichbar über Wirtschaftseingang am Naschmarkt, Absprache mit Restaurantbetrieb notwendig, Traglast 630 kg, 1,30 m tief x 0,90 m breit
Parkplätze
keine öffentlichen Park- und Stellplätze am Rathaus, umliegende Straßen Fußgängerzone, Befahren des Naschmarktes nur mit Sondererlaubnis der Stadtverwaltung möglich
Archivmaterial einzusehen und Auskünfte zum Rathaus einzuholen über die Bibliothek des Stadtgeschichtlichen Museums: +49 341 9651333
Erfahrungen mit Dreharbeiten
TV-Produktionen (SOKO Leipzig , MDR Tatort), TV-Beiträge (MDR);
für Drehgenehmigungen sollte eine Vorlaufzeit von mindestens 2 Wochen berücksichtigt werden
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Katja Etzold
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Neubau
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
Kontakt vor Ort
Robert Heinzig
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Alte Börse
Raumvermietung
Naschmarkt 2
04109 Leipzig