Der in Elbsandstein errichtete Zwinger zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Barock in Deutschland. 1709 westlich des Dresdner Schlosses als hölzerner Bau errichtet, diente er als Garten, Orangerie, Repräsentations- und Festspielplatz. Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann und Bildhauer Balthasar Permoser wurden mit der Planung der Anlage beauftragt. 1710-1728 entstand der Großteil der heutigen Zwingergebäude als Ensemble von Galerien und Pavillons. Gottfried Semper schloss Mitte des 19. Jahrhundert die noch offene Seite zur Elbe. Bereits seit dem 18. Jahrhundert beherbergten die Gebäude des Zwingers die kurfürstlichen Kunstsammlungen sowie die Bibliothek. Heute befinden sich die Staatlichen Kunstsammlungen dort. In der Gemäldegalerie Alte Meister hängen Werke von Albrecht Dürer, Hans Holbein, Lucas Cranach, Raffaell und Tizian. Die Porzellansammlung im Stadtpavillon (Glockenspielpavillon) ist eine etwa 20.000 Einzelstücke umfassende Kollektion chinesischen, japanischen und Meißener Porzellans. Weltberühmt ist die Sammlung historischer Uhren und wissenschaftlicher Instrumente im Mathematisch-Physikalischen Salon. Im Stadtpavillon spielt ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan zu jeder viertel, halben, dreiviertel und vollen Stunde die Stundenschlagmelodien von Prof. Günter Schwarze.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Öffnungszeiten:
6 - 22.30 Uhr (April - Oktober) bzw.
6 - 20 Uhr (November - März),
weitere Zeiten möglich
Einschränkungen (räumlich):
nur Außenbereich, regelmäßig Veranstaltungen
Nutzung
Tourismus, Konzerte im Sommer
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der Zwinger umschließt einen quadratischen, mit vier großen Wasserbecken und Rasenflächen angelegten Hof, der sich nach zwei Seiten in spiegelsymmetrisch korrespondierende Höfe öffnet. Pöppelmann und Permoser schufen in Sandstein ein einzigartiges Ensemble von 116 m x 204 m nach deutschen, italienischen und französischen Vorbildern.
An der Seite zum Park entstand eines der bedeutendsten Bauwerke europäischer Kunst. Der Wallpavillon, eine Verquickung von Treppe und Pavillon sowie Verschmelzung von Skulptur und Architektur. Links und rechts gehen jeweils Galerien ab. Die Fenster sind abwechselnd konkav und konvex gewölbt, Pfeilerachsen streben fragil-dynamisch auf. Das Erdgeschoss mit fünf Achsen und mittig liegender Treppe dient mit den Hermen der Darstellung von Naturkräften. Über den Bögen eine ausgeprägte Giebelstruktur und Dach mit Mansarde.
Der Glockenspielpavillon befindet gegenüber dem Wallpavillon und wiederholt diesen in seiner Ansicht zum Hof. Im Stile des Hochbarock sind die durch Johann Baptist Dorsch und Thaddäus Ignaz Wiskotschill gestalteten Hermen an den Wandpfeilern zwischen den Bögen. Die Stadtseite, gestaltet von Karl Moritz Haenel, zeigt in beiden Geschossen flache Pilaster auf Wandpfeilern zwischen fünf Bögen. Zwei Bogengalerien schließen an den Pavillon an.
Weltruhm erlangte der Zwinger durch das als Torturm angelegte Kronentor. Pöppelmann orientierte sich in seinem Entwurf an Werken des italienischen Hochbarocks und Entwürfen Wiener Ehrenpforten. Ein rundbogiger Durchgang durchbricht den Sockel des Turms. Das Obergeschoss ist nach allen Seiten offen, trägt eine Turmzwiebel sowie eine von vier polnischen Adlern gehaltene Krone. Die Längsgalerien schließen zu beiden Seiten des Tores an.
Das Nymphenbad als Grottensaal unter freiem Himmel mit einer Kaskade im Scheitelpunkt.
Der Semperbau, eine zweistöckige Galerie im Stile der italienischen Hochrenaissance schließt die Elbseite des Zwingers.
Epoche
Barock
Erschließung
Toiletten gegen Gebühr
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
zwischen 1,5 m und 3 m breit
Aufzüge:
Parkplätze
keine, nur öffentliche Parkplätze gegen Gebühr;
Übersicht großflächiger Parkplätze auf der Webseite der Stadt Dresden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sind vorhanden, u.a.:
Der Frosch und das Wasser (2024)
Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei: Klassenfahrt (2017)
Anne und der König von Dresden (2016)
MDR Tatort: Auf einen Schlag (2015)
Grand Budapest Hotel (2013)
Zonenmädchen (2012)
Die Königin und der Leibarzt (AT: A Royal Affair; 2011)
Lasko – Die Faust Gottes (2010)
Sachsens Glanz und Preußens Gloria (1983)
Polizeiruf 110: Des Alleinseins müde (1977)
Der Dresdner Zwinger diente als Vorlage für das virtuelle Märchenschloss des Prinzen in Disneys Cinderella (2015), wofür das Ensemble bis ins Detail abfotografiert wurde.
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Yvonne Aulhorn
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Geschäftsstelle Zwinger / Festung Dresden
Theaterplatz
01067 Dresden