Dieser im Norden der Stadt Magdeburg liegende Bau wurde von 1873 bis 1876 als königlich-preußisches Amtsgericht und Stadtgefängnis erbaut. Nach dem II. Weltkrieg für kurze Zeit der Sowjetischen Militäradministration zugehörig wurde es bereits 1945 wieder der deutschen Verwaltung übergeben. Seit 1957 nutzte das Ministerium für Staatssicherheit das Gebäude als Untersuchungshaftanstalt für politische Häftlinge. In einem Teilbereich des Hauses, dem früheren Zellentrakt, wurde 1990 die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg gegründet. Hier befinden sich der frühere Zellentrakt mit Freigängen vom Ende der 80er Jahre, 2 Zellen im Zustand der 50er Jahre sowie die Dauerausstellung "Im Namen des Volkes? Justiz im Staat der SED". Im zweiten großen Teilbereich des Gebäudes befindet sich das Dokumentationszentrum des Bürgerkomitee Sachsen-Anhalt e.V.. Die Gedenkstätte ist heute Teil der Stiftung Gedenkstätten des Landes Sachsen-Anhalt.
Hinweise zum Dreh
Dreharbeiten sind möglich nach vorheriger Absprache sowie unter Berücksichtigzung von Veranstaltungen und Höhepunkten in Magdeburg.
Nutzung
Gedenkstätte mit pädagogischen Angeboten sowie öffentlicher Nutzung von Bibliothek und Videothek sowie Verleih von Wanderausstellungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Typischer preußischer Zweckbau aus rotem Klinker, 1876 erbaut. Innen besteht der Gebäudekomplex aus Verwaltungsbereich und Gefängnis.
Epoche
Historismus
Inneneinrichtung
Im Inneren ist der Zellentrakt der Gedenkstätte fast vollständig im Zustand vom Ende der 1980er Jahre erhalten. Im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss befinden sich die Flure mit den ehemaligen Zellen, auch zwei Zellen, die nach Angaben ehemaliger Häftlinge im Zustand der 1950 bzw. 1960er Jahre rekonstruiert wurden. Das gesamte Inventar ist ebenfalls original. Weitere Originaldokumente, Unterlagen und authentische Gegenstände wie Möbel, Uniformen, Fahnen und Alltagsgegenstände aus 40 Jahren DDR befinden sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Vernehmertraktes, dem heutigen Dokumentationszentrum des Bürgerkomitees Sachsen-Anhalt e.V..
Zusätzliche Räumlichkeiten
Räume sind nur sehr begrenzt vorhanden.
Erschließung
Normalstromanschluss, Wasseranschluss und sanitäre Anlagen sind vorhanden. Für Strom 360 V vorher angefragen.
Informationen zur Zugänglichkeit
Haupttreppe zur 1. Etage im Vorderhaus: Höhe 4,45m, Breite 1,80m
Parkplätze
Können vor dem Gebäude nur über das Ordnungsamt reserviert werden. Öffentliche kostenlose Parkplätze befinden sich in der näheren Umgebung, der Busparkplatz vor dem Gebäude. Für alle Anfragen zu Sondernutzungsregelungen steht das Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung, siehe oben.
Es gibt vielfältige Kontakte zu Zeitzeugen und Opferverbänden, die Mitarbeiter der Gedenkstätte stehen auch gern beratend zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Unterstützung der Produktionsvorbereitung: siehe → Filmstadt Magdeburg.
Erfahrungen mit Dreharbeiten
weitere Dreharbeiten in der Gedenkstätte Moritzplatz:
"Die Todesautomatik", ZDF, Ausstrahlung 2007, Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH
sowie Presseberichte und Kurzdokumentationen
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Matthias Ohms
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Hauptgeschäftsstelle
Geschäftsstelle
Externe Kommunikation
Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg
Kontakt vor Ort
Dr. Daniel Bohse
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
Leiter der Gedenkstätte
Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg