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Hauptbahnhof Leipzig inkl. Bahn- u. Gleisanlagen

Hauptbahnhof Leipzig inkl. Bahn- u. Gleisanlagen

© MDM / Claudia Weinreich

Vorderseite, Eingang zur Osthalle, Süden

Vorderseite, Eingang zur Osthalle, Süden

© MDM / Claudia Weinreich

Ostseite, Eingang

Ostseite, Eingang

© MDM / Claudia Weinreich

Ingenieursarchitektur Jahrhundertwende Verkehr Schiene Bahnhöfe

Der Leipziger Hauptbahnhof gilt mit dem fast 300 m langen Empfangsgebäude sowie in der sechsfach gewölbten Stahlbinderkonstruktion der Bahnsteighalle als eine konstruktionstechnische Meisterleistung. Seine Architektur ist ganz auf Symmetrie und Duplizität ausgerichtet. Auffällig an diesem Prestigebau ist der Gegensatz von Monumentalität im Bau bei dennoch schlichter Fassadengestaltung. Der von 1909 bis 1915 errichtete Kopfbahnhof reformierte die verkehrstechnische Anbindung Leipzigs durch die Zusammenlegung der Bahnhöfe der konkurrierenden Staatseisenbahnen Sachsens und Preußens. 1996/97 erfolgte eine grundlegende Sanierung des Empfangsgebäudes. Dabei erfuhr der Querbahnsteig einen tiefgreifenden Umbau zum Shopping- und Dienstleistungszentrum auf drei Ebenen. Der Leipziger Bahnhof erhielt neben seiner Funktion als An-, Abreise- und Wartepunkt eine zusätzliche Dimension als Geschäftshaus, Veranstaltungsort und touristische Sehenswürdigkeit.

Die Kompetenzen für die Erteilung vom Drehgenehmigungen sind seit dem Umbau gesplittet:

Die Deutsche Bahn AG ist Ansprechpartner für die Gleisanlagen bis zum oberen Querbahnsteig und für die Einrichtungen des Reiseverkehrs, Kontakt s.o..

Die ECE Marketplaces GmbH & Co. KG vermietet sämtliche weitere Flächen (z.B. PROMENADEN Hauptbahnhof Leipzig), Anfrage für Film- Funk- oder Fotoaufnahmen in den PROMENADEN Hauptbahnhof Leipzig über Formular auf der Webseite des Motiveigners.

Hinweise zum Dreh

Dreharbeiten nach Absprache, Veranstaltungskalender beachten

Nutzung

Fernbahnhof; Shopping- und Dienstleistungszentrum mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Eventlocation (Sächsischer Wartesaal)

Kunsthistorische Baubeschreibung

Das Bahnhofsgebäude in seiner streng funktionalen Gliederung mit historisierenden Baudetails ist ein bedeutendes Beispiel der Reformarchitektur nach 1900. Entwurf des Empfangstraktes unter dem Titel "Licht und Luft" durch die Dresdner Architekten William Lossow und Max Hans Kühne. Ausführung des Empfangsgebäudes und des Querbahnsteigs in Stahlbeton, die Gleisüberdachung in einer Stahlbinderkonstruktion der Firma Louis Eilers. Die Bahnsteighalle ist in sechs gewölbte und mit verglasten Umfassungen versehene Hallenschiffe geteilt. Aus der 298 m langen, streng symmetrisch angelegten Sandstein-Hauptfassade treten zwei Empfangshallen, die Ost- und die Westhalle, hervor. Den Mittelbau gliedern drei konvexe Ausbuchtungen. Die wenigen Schmuckelemente der Sandsteinfassade bestehen aus Bauplastiken (Pfeilerfiguren an den Eingangshallen - typische Leipziger Berufe und Erbauer des Bahnhofs darstellend sowie je ein Atlant an den seitlichen Nebeneingängen), Wappenreliefs, Bahnhofsuhren, Konsolen, Voluten etc. Den Abschluss der Längsbahnsteighallen nach Norden erfolgte durch Schürzen.

Epoche

Ingenieursarchitektur, Jahrhundertwende

Inneneinrichtung

Die Innenarchitektur der beiden Empfangshallen wurde weitgehend beibehalten (Stahlbetonkassettendecken, Pilaster, Rundbogendurchgänge und ca. 8,50 m breite Treppenanlagen zum Querbahnsteig). In der Westhalle wurde eine ins Untergeschoss weisende Rolltreppe hinzugefügt. Im Mittel- bzw. Verbindungsbau ist heute das Reisezentrum der Deutschen Bahn untergebracht. Die historischen Wartesäle sind in nahezu originaler Ausstattung (Holzvertäfelungen, Wand- und Deckengemälde, Oberlichtdecke, Kronleuchter) erhalten. Die Querbahnsteighalle wurde im Rahmen der Modernisierung und Umfunktionierung als Einkaufs- und Dienstleistungszentrum stark baulich verändert: eliptischer Aufbruch des Querbahnsteigsbodens und Hinzufügung zwei weiterer, tiefer gelegener Ebenen, erreichbar durch zwei hohe, raumdominierende, transparente Aufzüge. Eine weiterhin räumliche Trennung der Längsbahnsteighallen wurde durch Glasmembranwände vorgenommen. Zwei der ehemals 26 Bahnsteige wurden zu Parkflächen umgebaut.

Zusätzliche Räumlichkeiten

auf Anfrage

Erschließung

technische Anfragen zu den Bahnanlagen an die Deutsche Bahn AG (Kontakt siehe s.o.);
im Bereich der Promenaden erteilt die Hausinspektion des ECE-Management Auskünfte (Tel: +49 341 141270);

Es stehen zur Verfügung: je ein Medientank mit ausreichend Stromanschlüssen (32 A, 380 V, ab 2004 in den Hallen 63 A), Telefon- und Wasseranschlüsse befinden sich auf dem Querbahnsteig und in der West- und der Osthalle; DSL-Anschluss könnte ermöglicht werden, sanitäre Einrichtungen in verschiedenen Bereichen vorhanden

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen zu den Ausgängen auf der Ost- und Westseite ca. 2,50 m breit, Treppenaufgänge von der Ost- bzw. Westhalle zum Querbahnsteig ca. 8,50 m breit;

zwei Personenaufzüge vom UG zum 1. OG je 1,10 m breit x 2 m tief x 2,20 m hoch, 21 Personen bzw. max. Belastung 1575 kg

Parkplätze

1300 Pkw-Stellplätze in 2 Parkhäusern, Technikanlieferung bzw. Be- und Entladen von Transportern etc. möglich am Gleis 1, max. Belastung 1,1 t oder 500 kg/qm, Auffahrgenehmigung notwendig; für Lkw kaum Stellplätze vorhanden

Kontakte und Informationen für die Produktionsvorbereitung unter Filmstadt Leipzig (https://www.mdm-online.de/film-commission/produktionsvorbereitung/filmstaedte/leipzig);

weiterführende Informationen zur Geschichte und Bau des Bahnhofs in:
Manfred Berger: Hauptbahnhof Leipzig, Berlin 1990;

Deutsche Bahn AG führt ein Unternehmensarchiv und vermittelt bei entsprechenden Anfragen gern weiter

Erfahrungen mit Dreharbeiten

sind vorhanden, u.a.:
Youri (2025)
Der Leipziger Hauptbahnhof - Wunderbar verwandelt (2022; MDR-Reihe: Der Osten - Entdecke wo du lebst)
Mr. Nobody (2007)
MDR Tatort: Quartett in Leipzig (2000)
SOKO Leipzig (2000)
Nikolaikirche (1995)
Am Ende der Schienen (1993)
Wie ein Licht in dunkler Nacht (1990/91)
Letztes Jahr Titanic (1989/90)

Lage

Hauptbahnhof Leipzig inkl. Bahn- u. Gleisanlagen

Willy-Brandt-Platz
04109 Leipzig

Kontakt

Hauptbahnhof Leipzig inkl. Bahn- u. Gleisanlagen
Willy-Brandt-Platz
04109 Leipzig

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Beate Bothe
Deutsche Bahn AG
Media Relations GNC1

Potsdamer Platz 2
10785 Berlin

T: +49 (0) 30 29762085
M: +49 (0) 171 7642521
drehgenehmigungen@deutschebahn.com

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