Der Komplex Jorge-Semprún-Platz (ehemals) Weimarplatz entstand 1937. Er war ursprünglich als Gauforum angelegt. Geplant wurden solch groß dimensionierten Anlagen für alle Gauhauptstädte im Dritten Reich. Als Partei- und Verwaltungszentren konzipiert, sollten Sie die Stärke der Partei demonstrieren. Das ehemalige Gauforum in Weimar ist das einzige, in dieser Art und Vollständigkeit realisierte und erhaltene in Deutschland. Vergleichbare Projekte in Dresden oder Bayreuth kamen nicht zustande. Heute ist der Platz begrünt und in den umliegenden Gebäuden sind das Landesverwaltungsamt, ein Museum und eine Shopping Mall untergebracht.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
für die umliegenden Straßen muss eine Drehgenehmigung bei der Stadt Weimar eingeholt werden, siehe Zusatzinformationen
Nutzung
Öffentlicher Platz. In den angrenzenden Gebäuden sind das Landesverwaltungsamt, eine Ausstellung zur Geschichte des Gauforums und die Shopping Mall "Atrium " untergebracht. Unter der Rasenfläche befindet sich die Tiefgarage des "Atriums".
Kunsthistorische Baubeschreibung
Die großflächige Anlage wird durch dreigeschossige, quergelagerte Baukubaturen flankiert. Sie umgeben einen 1,5 ha großen Aufmarschplatz für ca. 60000 Menschen. Als Kopfbauten schließen östlich das als "Halle der Volksgemeinschaft" angelegte Gebäude und westlich das Haus der ehemaligen Deutschen Arbeitsfront an. Der südliche Bau, mit unvollendetem Glockenturm, war für die Reichsstatthalterei und Gauleitung vorgesehen, der nördliche für die NSDAP und ihre Unterorganisationen. Die Reihung der Fensterachsen, die horizontalen Profile, sowie der Gegensatz von der Natursteinverkleidung der Erdgeschoße zu den Putzflächen der Obergeschoße gliedern die extrem langen Baukörper, die durch ihre Dimension und die spröde Formgebung verstärken die monumentale Wirkung. Größe und Aufwendigkeit der Risalite, Balkone und Fensterrahmungen unterstrichen die Hierarchie der politischen Organisationen. Die Rückseite der ehemaligen Reichsstatthalterei mit repräsentativer Fassade und mächtiger Pfeilerhalle weist zur Jacobsvorstadt. Sie ist der Rest der ursprünglich geplanten, groß angelegten Stadtumgestaltung. Mit der Errichtung des Gauforums wurde die städtebauliche Verbindung zwischen Jacobsvorstadt, Carl-August-Allee und Bahnhof zerschnitten. Auch die exponierte Lage des Landesmuseums (heute Neues Museum) büßte an Wirkung ein. Der bestehenden städtischen Maßstäblichkeit der Baukörperproportionen wurde damals bewusst, als Gegensatz von Alt und Neu architektonisch ablesbar, die überdimensionierte Anlage entgegengesetzt.
Epoche
NS-Architektur
Zusätzliche Räumlichkeiten
Zusätzliche Räume in den benachbarten Gebäuden zu erfragen, z. B. im "Atrium" (www.weimar-atrium.de) Informationen zu Cateringmöglichkeiten, Hotels und Unterkünften siehe Produktionszentrum Weimar
Erschließung
Die benachbarten Gebäude sind vollständig erschlossen.
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
keine
Aufzüge:
keine
Parkplätze
Im Atrium (www.weimar-atrium.de) gibt es 800 PKW-Stellplätze und einen Busbahnhof mit 19 Busstellplätzen.
In Weimar werden Drehgenehmigungen für den öffentlichen Raum von der Stabsstelle Kommunikation und Protokoll (s.o.) erteilt. Dafür sollte drei Wochen vor Drehbeginn ein formloser Antrag des Produktionsbüros gesendet werden. Eine Vorlage gibt es hier.
Kontakt Stadtarchiv: Kleine Teichgasse 6, Tel.: 03643/887511, Fax: 03643 887599, E-Mail: stadtarchiv@stadtweimar.de
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Träume sind wie wilde Tiger (NFP media rights GmbH & Co.KG und NFP neue film produktion GmbH, 2020)
Endzeit (Grown Up Films/ Kinderfilm GmbH, 2017)
Ich ist ein Anderer (ostlicht filmproduktion GmbH, 2025)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Tanja Neubauer
Thüringer Landesverwaltungsamt
Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit | Public Relations
IMI-Koordinator Thüringen
Weimarplatz 4
99423 Weimar
T: +49 (0) (361) 57-332 1989
Pressestelle@tlvwa.thueringen.de