Der Muskauer Park ist ein bedeutender Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts und gehört zum Welterbe der UNESCO. Hermann Fürst von Pückler-Muskau legte ihn nach dem Vorbild englischer Gärten an, von denen er sich auf Reisen inspirieren ließ. Pückler entwickelte eine neue Formensprache, in der er malerische Naturbilder in einer künstlerischen Ideallandschaft inszenierte. Die reizvolle natürliche Lage an den Hangterrassen des Neißetals am Muskauer Faltenbogen wurde in die Gestaltung einbezogen und in ihrer Wirkung durch künstliche Vorsprünge und Wasserläufe verstärkt. In den weiträumigen und abwechslungsreichen Hügel-, Gewässer- und Auenlandschaften sind Gehölze, Brücken und die Bauten der standesherrschaftlichen Hofanlage sorgsam platziert, sodass sie aus verschiedenen Blickrichtungen in vielfältigen Szenerien erscheinen. 1945 wurde der Landschaftsgarten durch den Verlauf der deutsch-polnischen Grenze zweigeteilt. Der westliche Parkteil gliedert sich in Schloss-, Bade- und Bergpark. Zentrales Element des Parks ist das märchenhaft anmutende Neue Schloss Muskau.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
In der Sommersaison können Dreharbeiten nur tageweise eingerichtet werden, denn die Daueraustellungen sind von April bis Oktober für den Besucherverkehr geöffnet. Die Orangerie ist vom 15.10. bis 15.05. Überwinterungsort für Pflanzen.
Einschränkungen (räumlich):
Ansprechpartner zuständig für westlichen Teil des Landschaftsparks mit Schloss-, Bade- und Bergpark;
Anlage steht unter Denkmalschutz;
ACHTUNG: aktuell Baumaßnahmen am Areal Hermannsbad sowie an der Schlossfassade
Nutzung
Landschaftspark: öffentlicher Park, Führungen, Spaziergänge, Kutschfahrten, Rad- und Bootstouren, Parkfeste;
Neues Schloss:
Südflügel mit interaktiver Dauerausstellung über Hermann Fürst von Pückler-Muskau auf zwei Etagen, Turmbesichtigungen, Veranstaltungen;
Westflügel mit Trauzimmer und Kaminzimmer im EG, Schlosscafé im 1. OG, Sonderaustellungsräume im 2. OG, Tourismuszentrum Muskauer Park, Büros der Stiftung/Verwaltung,
Anbau mit Festsaal für Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge und Tagungen;
Orangerie mit Weinkeller: Trauungen, Veranstaltungen, Überwinterungsstätte für Kübelpflanzen, Büros der Stiftung/Verwaltung;
Schlossgärtnerei: grundhaft sanierte Schlossgärtnerei mit einer Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Ananas und der Anzucht in der Muskauer Schlossgärtnerei sowie einem Pflanzensalon als Veranstaltungsraum und einem Küchengarten als Schauanlage;
Schlossvorwerk: Ferienwohnungen, Cafeteria, Fahrradverleih und -werkstatt, Töpferei, Souvenirverkauf;
Marstall im Schlossvorwerk: Mehrzweckhalle für Veranstaltungen;
Altes Schloss: Archiv der Stiftung, Trauungen;
Kavaliershaus: ehemaliges Moorbad, Dach- und Fassadensanierung sind abgeschlossen, Gebäude wird in den kommenden Jahren zum Besucherzentrum des UNESCO Geoparks Muskauer Faltenbogen entwickelt, in den nächsten Jahren werden daher Baumaßnahmen stattfinden, Baubeginn steht noch nicht fest (Stand 4/2022)
Areal Hermannsbad: einstiger Kurpark mit Villa Bellevue (zu Pücklers Zeiten Mineralbad, danach als Logishaus neu errichtet, heute saniert und als Wohnraum vermietet), Villa Pückler (von Pückler als Logishaus errichtet, in Sanierung befindlich, danach Nutzung für Dauerausstellung), Badehaus (1913 errichtet, teilweise noch in Sanierung, bereits sanierter Kuppelpavillon beherbergt eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Hermannbades),
Areal steht aktuell im Mittelpunkt der Baumaßnahmen (Stand 4/2022)
Waldeisenbahn: Endhaltestelle wurde nach historischem Vorbild wieder bis an das Badehaus herangeführt
Kunsthistorische Baubeschreibung
Landschaftsgarten: Dieser in Deutschland einzigartige klassische Landschaftsraum wird geprägt durch sich überraschend öffnende, lange Sichtachsen. Die Gestaltungsidee des Landschaftsparks folgt einer landschaftsromantischen Idealvorstellung der Natur. Szenerien, die bis ins kleinste Detail arrangiert sind, wirken wie naturgegeben. Der Park wurde von Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785 in Bad Muskau - 1871 in Branitz) nach englischen Vorbildern geplant, die er auf Reisen kennen lernte, und von 1815 bis 1845 angelegt. Die nachfolgenden Besitzer, Prinz Friedrich der Niederlande und später Graf von Arnim-Muskau, vollendeten Pücklers Werk und pflegten die Anlage bis zum Zweiten Weltkrieg.
Neues Schloss: Bei den Muskauer Schlossanlagen handelt es sich um einen Komplex von Gebäuden, die im Park verteilt und in die Landschaftsgestaltung einbezogen sind. Den Mittelpunkt dieser standesherrschaftlichen Hofanlage bildet das Neue Schloss. Die Dreiflügelanlage mit zum Park geöffnetem Hof und zwei Rundtürmen wurde 1525 errichtet. Von den Neubauentwürfen Karl Friedrich Schinkels für Pückler aus dem Jahr 1817 war lediglich die große Auffahrtsrampe ausgeführt worden. Das Neue Schloss erhielt seine heutige Erscheinung im Stil der Neorenaissance durch einen tiefgreifenden Umbau in den 1860er Jahren. Der Südwestturm erhielt eine vielfach untergliederte Haube mit Dachaufsatz. Reicher Architekturschmuck wie Giebel, Balkone, Ziernischen und Schmuckfriese gaben der Anlage das Erscheinungsbild eines Märchenschlosses. Ein Brand im Jahr 1945 zerstörte das Neue Schloss. In den 1990er Jahren begann der denkmalgerechte Wiederaufbau der Ruine. Hinzu kam der überdachte Turmbalkon aus modernen Kunstschmiedeelementen am Fuße des Aussichtsturmes. Die wieder aufgestellten Löwenfiguren auf der Rampe runden das sorgsam restaurierte Schlossensemble ab.
Kavaliershaus: langgestreckter Putzbau mit Mansardwalmdach von 1742, Umbauten in den 1860er und 1930er Jahren, nach der Beseitigung der Kriegsschäden ab 1950 Moorbad
Schlossvorwerk mit Marstall: überwiegend im Stil der Neorenaissance ausgeführt, Gebäude mit Ziergiebeln und Gesimsen ausgestattet; Beamtenwohnhaus im Schlossvorwerk im Stil der normannischen Gotik
Orangerie: um 1844 errichtet, Putzbau mit Zinnenkanz und großen, von Tudorbögen überwölbten Fenstern
Altes Schloss/Amthaus: schlichter, symmetrischer zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach, Sandsteinportal; 1945 zerstört, in den 1960er Jahren in den Formen von 1862 wiederaufgebaut
Epoche
Historismus, Neogotik, Neorenaissance
Inneneinrichtung
Die historische Innenausstattung des Neuen Schlosses blieb nicht erhalten. Das Arbeitszimmer Pücklers wurde wiederhergestellt und ist Bestandteil der Ausstellung. Die Stuckdecke der ehemaligen Callenbergschen Bibliothek im Südflügel des Neuen Schlosses wurde im Stil des 17. Jhs. rekonstruiert.
Zusätzliche Räumlichkeiten
Orangerie: Cateringküche, Weinkeller;
Übernachtungsmöglichkeiten im Muskauer Park: vier ***-Ferienwohnungen im Schlossvorwerk (2 x im Ehemaligen Beamtenwohnhaus, 2 x in der Alten Hufschmiede), weitere Übernachtungsmöglichkeiten über das Gastgeberverzeichnis der Bad- und Kurstadt Bad Muskau
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Neues Schloss: Südwestturm 35 m hoch
Aufzüge:
Neues Schloss: Personalaufzug vorhanden
Parkplätze
eigener gebührenpflichtiger Besucherparkplatz für Pkw und Reisebusse befindet sich direkt am Parkgelände am Neißedamm
Auswahl von Kutsch- und Kremserunternehmen, Kontakt zum Fahrrad- und Schlauchbootverleih sowie Link zur Seite der Waldeisenbahn auf der Webseite des Motiveigners;
weiterführende Informationen zum UNESCO-Welterbetitel auf der Webseite der UNESCO
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sind vorhanden, u.a.:
Der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau - Welterbe mit grünem Daumen (2021; MDR-Reihe: Der Osten - Entdecke wo du lebst)
Der Zauberlehrling (2017)
Terra X - Fürst Pückler. Playboy, Pascha, Parkomane (2014)
Goethe! (2009)
Dokumentationen, TV-Beiträge für den MDR, Studentenfilme (Motive waren u. a. See, Brücke; Reitszenen)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Cord Panning
Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau”
Geschäftsführer und Parkdirektor
Neues Schloss
02953 Bad Muskau
Kontakt vor Ort
Sophie Geisler
Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau”
Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen
Neues Schloss
02953 Bad Muskau