Die Vorfahren der heutigen Eigentümer Toelle, engagierte Unternehmer, ließen die "Forelle" 1909 neu bauen. Der Gasthof war seit seiner Errichtung verpachtet. Mit fließend Kalt- und Warmwasser sowie Zentralheizung in allen Zimmern wurde zur Entstehungszeit höchster Komfort geboten. An gleicher Stelle befanden sich bereits Gebäude für Übernachtung und Verpflegung der Durchreisenden von und nach Böhmen. Ab 1819 war der Weg Teil der Postkutschenstrecke, die Wechselstation für die Pferde bestand noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein. Heute stehen Haupthaus und Nebengelasse an einer Sackgasse, die parallel zum Fluß Große Bockau verläuft. Sie endet am ca. 150 m entfernten Blauenthaler Wasserfall, der als Attraktion des Ortes zur Unterstützung des Geschäftes der jeweiligen Pächter vom damaligen Besitzer künstlich angelegt wurde. Überregionale Bekanntheit erlangte das Haus in den 1920er/1930er Jahren durch einen Betreiber, der zuvor Chefkoch auf der "Bremen" (damals einer der modernsten Schnelldampfer der Welt) war. Die wirtschaftlichen Bedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere der Druck auf private Großeigentümer wie die Toelles, führten 1948 zum Verkauf diesen Teils des Familienbesitzes an einen Likörfabrikanten aus der Lausitz. Zu DDR-Zeiten war die "Forelle" ein FDGB-Ferienheim der Universität Leipzig bzw. des Nahrungsmittelkombinats Wurzen. Die Familie Toelle, 1952 weggegangen, kaufte die Liegenschaft nach der Wende von einem Ulmer Hotelier zurück. Seit ihrer Rückkehr betreibt sie die Gastwirtschaft nach behutsamer Renovierung selbst und entwickelte mit dem "Rosendorf Blauenthal" ein umfassendes Erholungsangebot, das aus unterschiedlichen Gründen nicht dauerhaft einer wirtschaftlich tragfähigen Nachfrage entsprach. Zurzeit hat nur das Restaurant geöffnet. Das großflächige Areal bietet durch die verkehrsberuhigte Lage, die verschiedenen Bauten und Freiflächen sowie nicht zuletzt durch die unmittelbare Nähe zur romantischen Landschaft optimale Drehbedingungen.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Einschränkungen (räumlich):
teils verwinkelte, enge Raumsituationen
Nutzung
Restaurantbetrieb; Beherbergung auf spezielle Nachfrage
Kunsthistorische Baubeschreibung
Fachwerkensemble bestehend aus drei einzelnen Häusern (Haupthaus, Bettenhaus, Cocktail-Lounge); für den aufkommenden Tourismus errichtete und für die Jahrhundertwende typische Gebäude, dem Zeitgeschmack entsprechend mit Jugendstilelementen wie Holzveranda und kleinem, nicht vollständig überdachtem Giebelbalkon; nahezu bauzeitlicher Gesamteindruck, teils Instandsetzungen wie Austausch der Fenster; Gartenflächen mit weiteren Häusern
Epoche
Jahrhundertwende, Jugendstil
Inneneinrichtung
Gastraum und Rezeption im Erdgeschoss sowie Treppenhaus:
verwinkelte Räumlichkeiten mit Jugendstiltapeterien, teils mit Holzvertäfelung und Parkett; Türen und Treppengeländer im Original erhalten; Ausstattung mit Mobiliar verschiedener Zeiten und vielfältigen Dekorationselementen
Zimmer im 1. Obergeschoss:
durchdachte Aufteilung der Räume; originale Zimmertüren; Farbgebung und Ausgestaltung nehmen, dem Vermarktungskonzept "Rosendorf Blauenthal" folgend, das Thema Rosen auf; Ausstattungsstandard entspricht nicht mehr den Erwartungshaltungen der meisten Gäste
Erschließung
etliche Gebäude mit Wasser- und Stromanschlüssen und Park auf ca. ein Hektar innerörtlicher Fläche
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Aufzüge:
Parkplätze
Parkflächen am Blauenthaler Wasserfall;
zusätzliche Parkflächen auf im Familienbesitz befindlichen innerörtlichen Flächen
Chronik des Ortes beim Eigentümer einsehbar
Impressionen
Kontakt
Parkhotel Forelle Blauenthal
Zimmersacherstraße 2
08309 Eibenstock OT Blauenthal
Kontakt Drehgenehmigung
Birgit Toelle
Blauenthaler Hauptstraße 1-4
08309 Eibenstock OT Blauenthal
Kontakt vor Ort
Birgit Toelle
Blauenthaler Hauptstraße 1-4
08309 Eibenstock OT Blauenthal