Der gesamte Gebäudekomplex der ehemaligen Textilfabrikation steht exemplarisch für die Industriearchitektur von 1880 bis 1930. Die denkmalgeschützten Gebäude der Tuchfabrik der Gebrüder Pfau beherbergen originale Maschinen für die klassische Streichgarnproduktion, so dass der komplette Tuchfertigungsprozess nachgestellt werden kann. Die Maschinen stammen größtenteils aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das Interieur wie Lampen, Tische, Stühle und Schränke aus Zeiten der DDR. Ehemalige Mitarbeiter des Betriebes führen die Maschinen sachkundig vor und erläutern die einzelnen Produktionsabläufe.
Eine 360°-Tour vermittelt einen ersten Eindruck vom Innenbereich der Location (Zwirnerei, Krempelei, Spinnerei, Webereisaal).
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
keine generelle, aber immer in Absprache mit dem Museum
Einschränkungen (räumlich):
keine generelle, aber immer in Absprache mit dem Museum
Nutzung
Museum
Kunsthistorische Baubeschreibung
Zum Museum gehören die Gebäude der Verwaltung, Spinnerei, Weberei, Färberei, Wäscherei sowie Kessel- und Maschinenhaus. An diesen Gebäuden lässt sich die typische Industriebauweise zwischen 1885 und 1912 nachvollziehen. Die Gebäude wurden mit Ziegelsteinen gebaut und sind teilweise verputzt. Das Verwaltungsgebäude mit Dachgeschoss entstand 1911 und wird heute als Archiv genutzt. Das 1885 erbaute eingeschossige Kesselhaus hat einen achteckigen, 42 m hohen Schornstein. Das Spinnereigebäude von 1910 ist ein dreigeschossiger Fabrikbau mit einem stark gebrochenen Mansarddach und großen Fenstern zur Ausnutzung des Tageslichts. Nach dem Brand von 1899 wurde das zerstörte Webereigebäude dreigeschossig mit Flachdach wiederaufgebaut. Webereigebäude, Maschinenhaus, Färberei- und Wäschereigebäude, Wolllager und Luftschutzgebäude sind miteinander verbunden.
Epoche
Jahrhundertwende, Gründerzeit
Inneneinrichtung
Die Hallen und Säle der Werksgebäude sind noch so eingerichtet wie zur Schließung der Fabrik 1990. Im Spinnereigebäude befinden sich die Säle der Wolferei, Krempelei, Spinnerei und Facherei mit den dazugehörigen Maschinen (Reiß- und Mischwolf, Krempelsätze, Spinnmaschinen). Die Zwirnerei, Webereivorbereitung (Spulen und Schären, Kartenschlagen und Schnüren) sowie die Weberei befinden sich im Webereigebäude. Im Websaal stehen an den Fensterfronten die Webstühle. Im Anbau des Gebäudes befinden sich Wäscherei und Färberei mit großen Waschmaschinen, Schleudern und Färbemaschinen. Maschinen zum Walken, Rauhen, Scheren und Aufwickeln stehen im Erdgeschoss des Webereigebäudes. Der größte Teil des Maschinenbestandes stammt aus der Zeit vor 1945. Spinnmaschinen und Webstühle sind von der Rich. Hartmann AG (Chemnitz) und die Appreturmaschinen von Kettling & Braun (Crimmitschau). Nach 1945 fand keine grundlegende Modernisierung mehr statt. Lediglich einzelne Maschinen von C.F. Schwalbe (Werdau), Rudolph Voigt (Chemnitz) und Carl Hamel AG (Chemnitz) wurden neu erworben. Lampen, Tische, Stühle und Schränke sind im DDR-Stil erhalten. Seit Mitte 2018 elektrische Vorführung einer Dampfmaschine im Maschinenhaus.
Zusätzliche Räumlichkeiten
im Museum nach Absprache;
Unterkünfte siehe Gastgeberverzeichnis der Stadt Crimmitschau
Erschließung
Strom- und Wasseranschlüsse, sanitäre Einrichtungen sowie Telefon vorhanden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppenbreite in Gebäuden bis 1,50 m
Aufzüge:
Lastenaufzüge für den Maschinentransport im Spinnerei- und Webereigebäude
Parkplätze
auf dem Werksgelände sowie in der Leipziger Straße und Sahntalstraße
laufender Betrieb einer Textilfabrik kann nachgestellt werden, alle Maschinen sind noch funktionsbereit
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sind vorhanden, u.a.:
Etwas ganz Besonderes (2024)
Schwere Arbeit - leichte Stoffe: Textilgeschichte aus Crimmitschau (2020; MDR-Reihe: Der Osten - Entdecke, wo du lebst)
Der Krieg und ich - Kindheit im Zweiten Weltkrieg (2017)
Unterwegs in Sachsen (2012)
Damals in der DDR (2006)
Lage
Sächsisches Industriemuseum - Tuchfabrik Gebr. Pfau
Leipziger Straße 125
08451 Crimmitschau
Impressionen
Kontakt
Sächsisches Industriemuseum - Tuchfabrik Gebr. Pfau
Leipziger Straße 125
08451 Crimmitschau
Kontakt Drehgenehmigung
Dr. Birthe Hemeier
Sächsisches Industriemuseum - Tuchfabrik Gebr. Pfau
Museumsleiterin
Leipziger Straße 125
08451 Crimmitschau
Kontakt vor Ort
Petra Prade
Sächsisches Industriemuseum - Tuchfabrik Gebr. Pfau
Sekretariat Verwaltung
Leipziger Straße 125
08451 Crimmitschau