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Schloss Colditz

Schloss Colditz

© www.schloesserland-sachsen.de / Regina Thiede

Gesamtansicht von Norden

Gesamtansicht von Norden

© MDM / Bea Wölfling

Steinbrücke zwischen erstem und zweitem Torhaus

Steinbrücke zwischen erstem und zweitem Torhaus

© MDM / Claudia Weinreich

Renaissance Historismus Neorenaissance Herrschaftsbauten Schlösser

Malerisch erhebt sich das mächtige und vielteilige Schloss auf einem Felssporn über der Stadt Colditz. Die ursprüngliche Burg aus dem 11. Jahrhundert wandelte sich durch rege Bautätigkeit im 16. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Renaissanceschlösser in der mitteldeutschen Region. Weltweit berühmt wurde das Schloss als Militärhaftanstalt für alliierte Offiziere im Zweiten Weltkrieg. Mehr als 300 versuchte und 30 erfolgreiche Fluchtversuche führten zum Beinamen "Fluchtakademie". Vom Einfallsreichtum und der Waghalsigkeit der Inhaftierten zeugen die Exponate der Oflag IV C-Dauerausstellung in der Hauptburg. Im Bereich der Vorburg eröffnete 2007 die Europa-Jugendherberge Schloss Colditz, 2010 die Landesmusikakademie Sachsen.

Hinweise zum Dreh

Einschränkungen (zeitlich):

im Winter günstigere Drehzeit, da weniger Besucher

 

Einschränkungen (räumlich):

nach Absprache, in einigen Räumen Statikprobleme;

ACHTUNG: Schloss ist 11/2023 - 4/2024 wegen Umbau geschlossen, Jugendherberge und Landesmusikakademie bleiben in dieser Zeit geöffnet

Nutzung

Schlossführungen, Konzertveranstaltungen, Feste;

Hauptburg: Dauerausstellung Oflag IV C (Escape Museum) im Beamtenhaus; Sitz der Schlossverwaltung im Kellerhaus; Ausstellung zu: Schlossgeschichte, Oflag IV C und Warschauer Aufstand im Fürstenhaus;

Vorburg: Museumsshop im zweiten Torhaus der Vorburg, Sitz der Colditzer Stadt, Land, Schloss gGmbH und künstlerische Werkstätten im Expeditionsgebäude;

ehemaliger Marstall: Sitz der Landesmusikakademie Sachsen;

Krankenhausanbau: Jugendherberge

Kunsthistorische Baubeschreibung

Burgbau aus dem 11. Jh. nicht erhalten; um 1464 Umwandlung zum Residenzschloss und Bautätigkeit mit Differenzierung von Vor- und Hauptburg; 1506-24 neuer Innenausbau nach Schlossbrand; 1577-91 grundlegende Erneuerung unter Beibehaltung der in der Spätgotik entstandenen Teile

Hauptburg (Hinterer Schlosshof): neben Beamtenhaus mit Schmuck in einem gequaderten Portal aus der 1. Hälfte des 17. Jhs. Zugang zur Hauptburg über gotisches Tor mit Flüsterbogen und 3,40 m Spannweite von Westen; schönes Maßwerk am Erker des äußeren Kellerhauses, hier auch zwei Terrassen mit Ballustraden; Turm über Keller- und Kirchenhaus; einflügeliges Kirchenhaus (Schlosskirche) als architektonischer Höhepunkt mit reich verziertem Renaissanceportal aus Rochlitzer Porphyrtuff von 1584 sowie gotischen Fenstern; Fürstenhaus mit schlankem Erkerausbau von vermutlich 1430 und OG von 1525

Vorburg (Vorderer Schlosshof): Zugang über eine Steinbrücke von 1584 und zwei Torhäuser von Süden; Turm über zweitem Torhaus, der ein gotisches UG mit einfachem Rippengewölbe und vier Frührenaissance-Giebeln aufweist, Dachreiter mit welscher Haube; Expeditionsgebäude von 1584, Umbau 1772; ehemaliger Marstall aus dem 15. und 16. Jh. nicht im originalen Zustand erhalten; viergeschossiger, zweiflügliger Krankenhausanbau im Stil der Neorenaissance von 1864-76

Saalhaus und Küchenhaus im Gründerzeitstil trennen die beiden Höfe; Saalhaus, 1876 durch Neubau ersetzt, bildet den Gebäudemittelpunkt der Westfassade

Epoche

Renaissance, Historismus, Neorenaissance

Inneneinrichtung

kaum originale Einrichtung erhalten; Überbauung wie eingezogene Zwischendecken und -wände etc. hauptsächlich aus dem 19./20. Jh.; im Saalhaus ist im 3. OG ein Festsaal mit hervorragender Akustik von 1876 erhalten; im Innern der Schlosskirche ein über 3 Geschosse reichender, dreijochiger Saal mit Kreuzrippengewölbe und zweigeschossigen hölzernen Emporen; das bedeutende Altarwerk Die Kreuzigung Christi von Lucas Cranach d. J. aus dem Jahre 1584 befindet sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg; die heute sichtbare klassizistische Ausstattung stammt aus dem 19. Jh.

Zusätzliche Räumlichkeiten

historischer Veranstaltungssaal Hofstube (105 qm) sowie Gewölbekeller (64 qm) auf Anfrage bei der Colditzer Stadt, Land, Schloss gGmbH;

moderner Kammermusiksaal (125 qm) und Übungsräume auf Anfrage bei der Landesmusikakademie Sachsen;

Erschließung

Normal- und Starkstromanschlüsse vorhanden, sowohl in der Vorburg als auch in der Hauptburg; öffentliche Toiletten stehen zur Verfügung

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen:

mehrere Wendeltreppen (z. B. zum Fürstenhaus) mit ca. 2,30 m Breite vorhanden, Türen im Fürstenhaus je 0,80 m breit und 2,30 m hoch

 

Aufzüge:

Aufzüge nur im Bereich der Landesmusikakademie Sachsen vorhanden

Parkplätze

Techniktransport schwierig, vor dem Haupteingang kleine Stellfläche für Lkw, Be- und Entladen im ersten Innenhof möglich; größerer öffentlicher Parkplatz auf dem Markt von Colditz und im Bereich der Schlosseinfahrt

Informationen zu Schlossgeschichte und Offizierslager IV C Colditz während des Zweiten Weltkrieges über den Motiveigner;

Informationen zu Führungen über Colditzer Stadt, Land, Schloss gGmbH;

Übernachtungsmöglichkeiten in der Jugendherberge Schloss Colditz (171 Betten);

in einem Flügel des Schlosses hat die Landesmusikakademie Sachsen ihren Sitz

Erfahrungen mit Dreharbeiten

TV-Dokumentationen über das Offizierslager im Zweiten Weltkrieg auf Schloss Colditz (BBC, Channel 4, etc.), daher Erfahrungen mit Dreharbeiten und internationalen Produktionen vorhanden

Lage

Schloss Colditz

Schlossgasse 1
04680 Colditz

Kontakt

Schloss Colditz
Schlossgasse 1
04680 Colditz

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Peter Knierriem
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Schloss Colditz
Schlossleiter

Schlossgasse 1
04680 Colditz

T: +49 (0) 34381 55151
peter.knierriem@schloesserland-sachsen.de

Kontakt vor Ort

Regina Thiede
Staatliche Schlösser Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Schloss Colditz
Museologin

Schlossgasse 1
04680 Colditz

T: +49 (0) 34381 55151
regina.thiede@schloesserland-sachsen.de

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