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Blick vom Dorfteich auf Schloss Crossen

Blick vom Dorfteich auf Schloss Crossen

© MDM / Anne Körnig

Schlossberg Blick auf Schloss Crossen

Schlossberg Blick auf Schloss Crossen

© MDM / Anne Körnig

Kohlehof mit Blick auf Langes Haus und ehemaliges Wohnheim

Kohlehof mit Blick auf Langes Haus und ehemaliges Wohnheim

© MDM / Anne Körnig

Renaissance Barock Herrschaftsbauten Schlösser

Das Schloss Crossen befindet sich unweit von Gera. Die leer stehende barocke Anlage wurde bis zum 18. Jahrhundert als Wohnsitz genutzt.
Einzigartig in Thüringen ist der prächtige, über 2 Etagen hohe, barocke Festsaal mit der vom italienischen Meister Giovanni Francesco Marchini geschaffenen Illusionsmalerei.
In DDR-Zeiten wurden im Schloss Crossens in zahlreichen, zu Klassenräumen umgebauten Zimmern, Grundschullehrer ausgebildet und im angrenzenden Wohnheim mit original erhaltenem DDR-Interieur (sogar die originalen DDR-Gardinen hängen noch an den Fenstern) untergebracht.
Im verlassenen Keller befindet sich neben dem ehemaligen Studentenclub, den zwei ehemaligen Kantinen und einer früheren Großküche eine weitläufige Bunkeranlage der ehemaligen SED-Bezirksleitung Gera.
Das Schloss Crossen eignet sich für Dreharbeiten von Filmen mit den Themen DDR, Ostblock, Militär, Coming of Age, Krimi, Genre und Dystopien sowie historische Stoffe wie Märchen oder historische Dramen.

Hinweise zum Dreh

Einschränkungen (zeitlich):

nach Absprache

 

Einschränkungen (räumlich):

nach Absprache

Nutzung

Das Schloss wird als Veranstaltungsort für Firmen, Privatleute und Künstler genutzt.
Es finden regelmäßig Führungen statt.

Kunsthistorische Baubeschreibung

Die Schlossanlage ist eine große, regelmäßige Baugruppe auf einem steilen Bergsporn an der Westseite des Elstertales. Die ehemalig hier befindliche Burg der Bischöfe von Naumburg-Zeitz wurde nach Übergang an die Familie von Wolframsdorf 1585 umgebaut. Sie wurde 1701-1712 durch den geadelten Leipziger Kaufherrn David von Fletscher fast vollständig abgetragen und durch das Schloss ersetzt. Im späten 18. Jahrhundert kam es zu baulichen Veränderungen und teilweise Erneuerung der Ausstattung durch die Grafen von Flemming, die das Schloss von 1724 bis 1925 besaßen. 1954-1990 war es ein Institut für Lehrerbildung; seitdem gab es unterschiedliche Nutzungen.
Das Schloss ist eine, in Ost-West-Richtung gestreckte, zweigeschossige Vierflügelanlage mit einem von drei einzelnen Gebäuden gebildeten, westlichen Vorhof. Das Äußere erscheint von nüchterner, geradezu kasernenartiger Wirkung. Sämtliche Gebäude sind ausgestattet mit einfachem Verputz, Mansard- und Satteldächern. Dominierend ist der in den westlichen Schlossflügel einbezogene Bergfried der hochmittelalterlichen Burganlage. Ein runder Bau aus Quaderwerk, dessen ursprünglicher, heute in Firsthöhe liegender Zugang, als Fenster erhalten ist. Oben erkennt man den schmalen Aufsatz mit geschweifter Haube aus dem 18. Jahrhundert. Im Innenhof wurde nur der Ostflügel durch einen dreiachsigen Mittelrisalit mit Hauptportal und kleinem Balkon ausgezeichnet.
Die Innenräume werden über die Haupttreppe im Osten, Nebentreppen in Nord- und Südflügel sowie hofseitige Galerien erschlossen. Die ehememalige Schlosskapelle im Nordflügel wurde 1956 vollständig umgebaut. In dem durch ein Mezzaningeschoss überhöhten Südflügel befinden sich die ehemaligen Repräsentationsräume mit sogenanntem Musikzimmer und Festsaal.
Das Musikzimmer mit Stuckrahmendecke der Erbauungszeit um 1780 wurde durch eine stuckierte Decken- und Wanddekoration aus Rankenwerk, Medaillons und Symbolen der Jahreszeiten bereichert. Kleinere Stukkaturen des späten 18. Jahrhundert findet man u.a. in der dem Festsaal vorgelegten Galerie (Medaillons mit figürlichen Allegorien).
Der über zwei Geschosse reichende Festsaal wurde 1705-1712 durch Giovanni Francesco Marchini aus Bamberg mit einer in Thüringen einzigartigen illusionistischen Architekturmalerei versehen (1963/64 restauriert).
Die umlaufende Geschossgliederung mit Monumentalpilastern gibt an den Stirnseiten Durchblicke zu den Innenhöfen frei. Darin wurde ein Bildprogramm nach der antiken Mythologie mit monochromen Szenen unter den Fenstern des zweiten Saalgeschosses integriert, an den Langseiten sieht man zwölf farbige Götternbilder und beim Blick nach oben erkennt man den Olymp an der Saaldecke.

Epoche

Renaissance, Barock

Inneneinrichtung

Viele Räume stehen leer.
In einigen Räumen stehen noch Schulmöbel.
Im Festsaal gibt es eine Bestuhlung.

Zusätzliche Räumlichkeiten

Ehemaliges Wohnheim, Kohleplatz, Garagen.
Unterirdisch: Bunkeranlage der ehemaligen SED-Bezirksleitung Gera, ehemalige Kantinen mit Großküche, ehemaliger Studentenclub

Erschließung

Die Anlage ist vollständig erschlossen. Strom, Wasser sowie Toiletten sind vorhanden.

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen:

im Schloss breite Treppen; zum Keller und zum Dach schmale Treppen

 

Aufzüge:

keine Aufzüge vorhanden

Parkplätze

Parkplätze sind ausreichend auf dem äußeren Schlosshof und dem Kohlehof vorhanden.

ZDF Doku von 2023

Erfahrungen mit Dreharbeiten

Stasikomödie (2022, UFA Fiction)
Zitterinchen (2019, ARD)

Lage

Schloss Crossen

Schloßberg 3
07613 Crossen an der Elster

Kontakt

Schloss Crossen
Schloßberg 3
07613 Crossen an der Elster

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Dietrich Heiland
Freunde und Förderer des Schlosses Crossen e.V.
Vorsitzender

Schloßberg 3
07613 Crossen an der Elster

info@schloss-crossen.de

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